Tove (Film)

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Film
Deutscher TitelTove
OriginaltitelTove
Produktionsland Finnland
Originalsprache Schwedisch
Erscheinungsjahr 2020
Länge 100 Minuten
Stab
Regie Zaida Bergroth
Drehbuch Eeva Putro
Produktion Aleksi Bardy, Andrea Reuter
Musik Matti Bye
Kamera Linda Wessberg
Schnitt Samu Heikkilä
Besetzung

Tove ist ein Film der finnischen Regisseurin Zaida Bergroth aus dem Jahr 2020. Die Filmbiografie behandelt das Leben der finnlandschwedischen Schriftstellerin und Malerin Tove Jansson. Sie feierte ihre Premiere auf dem 45. Toronto International Film Festival.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film konzentriert sich auf das Jahrzehnt nach dem Zweiten Weltkrieg. Er zeigt Tove Janssons Werdegang als Künstlerin von ihren Anfängen als Malerin bis zu ihrem Durchbruch als Schriftstellerin mit ihren berühmtesten Figuren, den Mumins. Er behandelt ihre Konflikte mit ihrem Vater, der ebenfalls Maler war, und ihre romantischen Beziehungen zu dem Autor und Politiker Atos Wirtanen und der Theaterregisseurin Vivica Bandler.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tove war mit einem Budget von 3,4 Mio. Euro für die Maßstäbe des finnischen Filmmarkts eine große Produktion. Bereits lange vor der Veröffentlichung rief er großes Interesse in Finnland hervor, ebenso in Japan, wo Tove Jansson als Schöpferin der Mumins überaus beliebt ist.[1]

Eeva Putro konsultierte beim Schreiben des Drehbuchs Sophia Jansson, Tove Janssons Nichte, die ihren künstlerischen Nachlass verwaltet. Diese habe sie ermutigt, ihre eigene Interpretation von Tove Jansson zu schaffen.[1][2]

Alma Pöysti hatte bereits zuvor die junge Tove Jansson in einem gleichnamigen Theaterstück von Lucas Svensson gespielt, das 2017 im Svenska Teatern uraufgeführt wurde. Trotz des identischen Titels basiert der Film jedoch nicht auf dem Theaterstück. Pöystis Familie hatte zu Tove Jansson seit Langem eine Verbindung: Ihr Großvater Lasse Pöysti hatte die Hauptrolle des Mumin in den ab 1949 von Vivica Bandler inszenierten Mumin-Theaterstücken gespielt.[3] Auch Pöystis Großmutter, Birgitta Ulfsson, die mit Tove Jansson befreundet war, hatte Bühnenauftritte in den frühen Mumin-Adaptionen.[4]

Tove ist eine Produktion der Firma Helsinki-Filmi in Koproduktion mit der schwedischen Firma Anagram Sweden. Der internationale Vertrieb liegt bei LevelK.[5]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tove erhielt weitgehend positive Rezensionen.

Kaleem Aftab verglich die schnelle Eröffnungssequenz des Films mit dem Stil eines Comics. Die Darstellung der Liebesbeziehung zwischen Tove Jansson und Vivica Bandler ist für ihn der faszinierendste Teil des Films. Er lobte beide Darstellerinnen, insbesondere Alma Pöystis Performance sei rührend und interessant. Tove Janssons andere Beziehungen seien weniger gut dargestellt; dennoch gelinge es dem Film, die Geschichte zufriedenstellend abzurunden.[5]

Laut Alexandra Heller-Nicholas in ihrer Rezension für die Alliance of Women Film Journalists ist Tove zwar in Stil und Aufbau eine eher konventionelle Filmbiografie, aber dennoch ein liebevolles Porträt, das überzeugend Tove Janssons Identitätsfindung an einem Wendepunkt in ihrem Leben zeige. Sie lobte die Hauptdarstellerin und die Ausstattung des Films, die das Leben der künstlerischen Bohème von Helsinki lebendig darstelle.[6]

Nominierungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tove war der finnische Beitrag für die Bewerbung als bester internationaler Film für die Oscarverleihung 2021[7], wurde aber nicht nominiert. Darüber hinaus gelangte der Film auch in die Vorauswahl für die Golden Globe Awards 2021 (Bester fremdsprachiger Film).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Tove-elokuvalla 3,4 miljoonan jättibudjetti – intiimikohtausten koordinaattori mukana rakkauskohtauksissa, 15. September 2020, abgerufen am 14. Oktober 2020 (finnisch).
  2. Filming the unusual story of Moomin creator Tove Jansson in Helsinki, abgerufen am 14. Oktober 2020 (englisch).
  3. TOVE play at the Swedish Theatre in Finland, moomin.com, 31. Oktober 2016, abgerufen am 14. Oktober 2020 (englisch).
  4. Lead cast and national premiere for the first feature drama film about Tove Jansson announced, moomin.com, 16. Januar 2020, abgerufen am 14. Oktober 2020 (englisch).
  5. a b Kaleem Aftab: Review: Tove. In: Cineuropa. 21. September 2020, abgerufen am 15. Oktober 2020 (englisch).
  6. Alexandra Heller-Nicholas: TOVE (TIFF20) – Review. In: Alliance of Women Film Journalists. 8. September 2020, abgerufen am 15. Oktober 2020 (englisch).
  7. Ben Dalton, Michael Rosser: Oscars best international feature 2021: all the films submitted so far. 20. November 2020, abgerufen am 20. November 2020 (englisch).