Treiber (Jagd)

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Treiber sind Hilfspersonen des Jägers, die bei Treib- und Drückjagden das Wild aus der Ruhe aufstören und aus der Deckung scheuchen, damit die Jäger zum Schuss kommen können.

Ausrüstung und Verhalten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Treiber sind unbewaffnet, meistens mit Lärminstrumenten und Holzstöcken ausgerüstet und gehen als Treiberwehr in einer so genannten Treiberkette nebeneinander her. Mit den Stöcken klopfen sie auf Gebüsche und an Baumstämme. Oft rufen sie Hopp, Hase hopp oder ähnliche Rufe und gehen mit den Hunden in die Dickung hinein. Ihre Kleidung muss entsprechend reißfest und wasserdicht sein. So genannte Pfadfinder finden immer einen Weg um die Dickung herum und erfüllen so nicht die Aufgabe als Treiber. Das Tragen von Warnkleidung, meist Signalwesten oder Kleidung, die sich farblich vom Hintergrund abhebt[1] ist Pflicht, damit die Treiber nicht mit Wild verwechselt werden. Dem Obertreiber obliegt die Aufgabe, die Treiberwehr zu unterrichten, zusammenzuhalten und gerecht zu führen. Bei einem Kesseltreiben z.B. lernt jeder Treiber mindestens drei Jagdsignale: Beginn des Treibens, Treiber in den Kessel und Hahn in Ruh.

Beim anschließenden Schüsseltreiben wird von den Jägern das so genannte Treibergeld eingesammelt, um die Treiber zum Essen und Trinken einzuladen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Haseder S. 793