Tsuki no Usagi

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„Hase im Mond“ mit Mörsergefäß

Tsuki no Usagi (jap. 月の兎; zu dt.Hase im Mond“ beziehungsweise „Hase auf dem Mond“ oder schlicht „Mondhase“) ist ein fiktives Wesen der japanischen und der chinesischen Mythologie. In Japan entspringt der Glaube an den „Mondhasen“ der Shintō-Religion und nimmt Bezug auf die Legenden „Vom Fuchs, dem Affen und dem Hasen“ und „Der weiße Hase von Inaba“ (因幡の白兎, Inaba no shirousagi).

Überlieferung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mondhase bereitet das Elixier der Unsterblichkeit zu

Der Legende zufolge verband einen Fuchs, einen Affen und einen Hasen eine enge Freundschaft. Während sie am Tage in den Bergen miteinander spielten und gemeinsam jagten, verbrachten sie die Nacht gemeinsam im Wald. Der Herr des Himmels, Taishakuten (帝釈天), erfuhr davon und fand dies ungewöhnlich. Er suchte, als alter Wanderer verkleidet, die drei Freunde auf. Er fand sie des Abends am Lagerfeuer und bat sie um etwas zu essen. Der Affe brachte ihm sogleich Nüsse, der Fuchs gab ihm einen Fisch. Der Hase aber fand nichts, was er dem Alten geben konnte. Als der Affe und der Fuchs den Hasen deswegen mit Schmähungen überhäuften, sprang dieser verzweifelt ins Lagerfeuer und rief: „Iss mich!“. Der Herr des Himmels war so gerührt von dieser Geste, dass er den Körper des Hasen wieder herstellte und ihn mit zum Mond nahm, wo er in Taishakutens Tempel begraben wurde. Der Rauch, den der Hase bei seiner Opferung erzeugt hatte, schlug sich auf der glänzenden Mondoberfläche nieder und ahmt noch heute seine Gestalt nach.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Manga-Zeichnung des Mondhasen

Hintergrund der Legende sind die Schatten des Mondes, die besonders bei Vollmond gut zu sehen sind. Ihre Anordnung gab von jeher den Menschen verschiedenster Kulturen Anlass zu Spekulationen über die Herkunft und Entstehungsweisen der Mondflecken. Außerdem regten die Flecken des Mondes die Fantasie der Menschen an, welche Gestalt in den Flecken zu sehen sei. In Asien (besonders China und Japan) sehen die Menschen einen Hasen mit Mörser oder Stampfbottich. Das Phänomen vermeintlicher Mondgesichter wird als Pareidolie bezeichnet.

In Japan bereitet der Hase in diesem Stampfbottich Mochiteig zu. Dies hat seinen Ursprung in einem Wortspiel, da „Vollmond“ (wo der Hase am sichtbarsten ist) auf japanisch mochizuki (望月) heißt. Dies wiederum klingt ähnlich wie mochi tsuki (餅つき), das „Mochistampfen“.[1]

Der Mondhase in der modernen Subkultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der heutigen Subkultur, besonders in modernen Anime-Serien wie zum Beispiel Sailor Moon und Yu-Gi-Oh!, finden sich beliebte und weitverbreitete Anspielungen auf den Mondhasen. In Sailor Moon beispielsweise heißt die Heldin „Tsukino Usagi“, was an den gleichnamigen Hasen der Mythologie angelehnt ist. In Yu-Gi-Oh! tritt der Mondhase unter dem Namen „Weißes Kaninchen Inaba“ als Kartenmonster auf, das den gegnerischen Spieler angreift, indem es erst mit seinem magischen Mörser die feindlichen Monster überspringt und dann dem Spieler auf den Kopf hüpft.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Martina Schönbein: Jahreszeitenmotive in der japanischen Lyrik: zur Kanonisierung der kidai in der formativen Phase des Haikai im 17. Jahrhundert. Otto Harrassowitz, Wiesbaden 2001, ISBN 3-447-04424-1, S. 86.
  • John A. Lent: Animation in Asia and the Pacific. John Libbey, New Barnets (UK) 2001, ISBN 1-86462-036-6, S. 35–38.
  • Jürgen Blunck: Wie die Teufel den Mond schwärzten. Der Mond in Mythen und Sagen. Spektrum Akademischer Verlag; Heidelberg und Berlin 2003, ISBN 3-8274-1409-1.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jan Westerhoff: Twelve Examples of Illusion. Oxford University Press, Oxford 2010, ISBN 978-0-19-538735-3, S. 28 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Moon Rabbit – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien