Elixier

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Elixier (Begriffsklärung) aufgeführt.

Ein Elixier, seltener auch Elixir, ist in der Heilkunde ein in Wein oder Alkohol gelöster Auszug aus Heilpflanzen mit verschiedenen Zusätzen. Aus dem Alchemistenlatein ist es als elixirum bekannt, welches wiederum aus dem Arabischen als الإكسير / al-iksīr / ‚Quintessenz, Stein der Weisen‘ entnommen wurde, und das sich vermutlich vom griechischen xerion (Pulver) ableitet.

Im Mittelalter wurde auch ein Zaubertrank zur Verwandlung unedler Metalle in edle (z. B. Gold, Silber) so genannt. Die Existenz dieses Elixiers (siehe Alchemie) konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Es gilt heute als Tatsache, dass durch chemische Reaktionen die inneratomare Beschaffenheit von Stoffen nicht verändert werden kann, woraus allgemein die Schlussfolgerung gezogen wird, es habe tatsächlich nie existiert. Diese Elixiere galten auch als Allheilmittel und ihnen wurde eine verjüngende und/oder lebensverlängernde Wirkung zugeschrieben.

Heiltrank[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Heiltrank (auch englisch Potion genannt), kann durch seinen Gebrauch (je nach Wirksamkeit) einen bestimmten Anteil der körperlichen Kräfte bzw. der Gesundheit regenerieren. Beispiele sind der Schwedenbitter, der Melissengeist oder Theriak, das opiumhaltige Allheilmittel der Antike und des Mittelalters.

Zaubertrank[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Märchen und der Fantasyliteratur sowie in Rollenspielen spielen Elixiere oft eine wichtige Rolle. Sei es als einfacher Heiltrank, als Zaubertrank oder gar als Elixier des Lebens oder Elixier der ewigen Jugend.

Er wird von magiekundigen Personen – beispielsweise Hexen, Magiern oder Druiden – zubereitet, um besonders starke Zauberkräfte zu erlangen oder dem Anwender (bzw. Opfer, bei unwissentlicher Einnahme) bestimmte Vorteile (bzw. Nachteile) zu verschaffen. Heute wird davon ausgegangen, dass es sich bei den Zaubertränken der Druiden um Alkohol handelte, welcher Wunden desinfizieren konnte und verletzte Krieger so regenerierte.

Als Beispiel sei der Zaubertrank des Druiden Miraculix aus der Comicserie Asterix genannt, der nach dem Trinken eine Zeit lang übermenschliche Kräfte verleiht.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Syed Mahdihassan: Early terms for elixir hitherto unrecognized in greek alchemy. In: Ambix. Bd. 23, Nr. 3, 1976, S. 129–133, doi:10.1179/amb.1976.23.3.129.
  • Paul Diepgen: Das Elixier: Die köstlichste der Arzneien. Ingelheim am Rhein 1951.
  • Mechthild Krüger: Zur Geschichte der Elixiere, Essenzen und Tinkturen. Braunschweig 1968 (= Veröffentlichungen aus dem pharmaziegeschichtlichen Seminar der Technischen Hochschule Braunschweig, 10).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Elixier – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen