TuS Eintracht Bielefeld

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
 Dies ist eine alte Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 23. Juli 2016 um 16:43 Uhr durch Hullu poro (Diskussion | Beiträge) (→‎Handball). Sie kann sich erheblich von der aktuellen Version unterscheiden.
Zur Navigation springen Zur Suche springen
TuS Eintracht Bielefeld
Logo TuS Eintracht Bielefeld
Name Turn- und Sportvereinigung
Eintracht Bielefeld e.V.
Vereinsfarben rot - weiß
Gegründet 1900
Vereinssitz Bielefeld
Mitglieder 1.600
Abteilungen 8
Vorsitzender Peter Merkel
Website www.tus-eintracht.de

Die TuS Eintracht Bielefeld (vollständiger Name: Turn- und Sportvereinigung Eintracht Bielefeld e.V.) ist ein Sportverein aus dem Bielefelder Ortsteil Sieker. Die erste Fußballmannschaft spielt nach dem Aufstieg im Jahre 2011 in der Kreisliga A. In der Saison 1952/53 spielte die Mannschaft in der höchsten Amateurliga Westfalens.

Geschichte

Der Verein geht auf dem im Jahre 1900 gegründeten Arbeiter-Turnverein Eintracht Sieker zurück.[1] Dieser Verein wurde im Jahre 1933 nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahre 1933 verboten. Die Mitglieder der Eintracht schlossen sich einem namentlich nicht bekannten Verein an, der sich daraufhin TuS Eintracht Bielefeld nannte.

Fußball

Die ersten sportlichen Erfolge der im Jahre 1910 gegründeten Fußballabteilung wurden in den 1930er Jahren erzielt, als die erste Mannschaft von der 3. Kreisklasse in die damals zweitklassige Bezirksklasse durchmarschierte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Eintracht 1946 Kreismeister, stieg aber als Tabellenletzter direkt wieder ab. 1948 gelang die Rückkehr in die Bezirksklasse, nachdem sich die Eintracht im dritten Entscheidungsspiel gegen den SV Brackwede durchsetzen konnte. Etwa 20.000 Zuschauer verfolgten die Entscheidungsspiele.[2] Nach mehreren Jahren im Mittelfeld der Tabelle gelang im Jahre 1951 der Aufstieg in die 2. Landesliga Westfalen. Nach der Auflösung dieser Spielklasse gehörte die Eintracht ab 1952 der Landesliga an, die damals die höchste Amateurliga Westfalens war.[3]

Mit drei Punkten Rückstand auf Minden 05 wurde die Mannschaft Drittletzter und musste wieder absteigen. Tiefpunkt der Saison war eine 1:8-Heimniederlage gegen den SVA Gütersloh.[4] Im Jahre 1958 wurde die Eintracht mit zwei Punkten Vorsprung auf Viktoria Rietberg Bezirksklassenmeister und kehrte in die Landesliga zurück. Wie schon beim ersten Anlauf musste die Eintracht sofort wieder absteigen. Zwei 1:6-Niederlagen gegen Union Herford standen einem 5:0-Sieg über den BV Bad Lippspringe gegenüber.[5] 1963 kämpfte die Eintracht lange um den Wiederaufstieg, wurde aber mit zwei Punkten Rückstand auf den VfB Schloß Holte nur Vizemeister der Bezirksklasse.

Ein Jahr später stieg die Mannschaft in die Kreisklasse ab und fand sich 1966 gar in der 2. Kreisklasse wieder. Die Eintracht wurde zur Fahrstuhlmannschaft und erreichte in der Saison 1989/90 noch einmal die Bezirksliga, stieg aber als Tabellenletzter wieder ab.[6] In den 2000er Jahren stürzte die erste Mannschaft bis in die Kreisliga C, der untersten Spielklasse, ab. Erst im Jahre 2007 gelang der ersten Mannschaft der Sprung in die Kreisliga B, ehe vier Jahre der später der Aufstieg in die Kreisliga A folgte. Mit Gerd Siese und Nils Fischer brachte die Eintracht zwei spätere Profifußballer hervor.

Spielstätte ist der Sportplatz Königsbrügge im Stadtteil Sieker. Seit 2008 verfügt der Sportplatz über einen Kunstrasenplatz. Zuvor war die Spielfläche eine Mischung aus Rasen- und Ascheplatz. 1953 spielte der VfB 03 Bielefeld im Rahmen der Westfalenmeisterschaft gegen SuS Niederschelden/Gosenbach und gewann mit 7:1.[5]

Badminton

Die Badmintonabteilung besteht seit 1956. Die erste Mannschaft spielt in der Oberliga. Erfolgreichster Badmintonspieler des TuS Eintracht ist Christian Diekmann, der gemeinsam mit Guido Schänzler zahlreiche Deutsche Meistertitel im Herrendoppel der Junioren erringen konnte. Gespielt wird in der Sporthalle der Kuhlo-Realschule.

Handball

Die Handballabteilung wurde im Jahre 1928 gegründet. Im Jahre 1937 wurden Eintrachts Handballer nach einem Sieg gegen den Luftwaffen SV Gütersloh Bezirksmeister. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kam der Verein nicht mehr über lokale Spielklassen hinaus. Ab 1993 bildete die Eintracht gemeinsam mit dem Gadderbaumer TV die Spielgemeinschaft HSG Eintracht Gadderbaum. 2009 kamen die Handballer des SV Brackwede hinzu, woraufhin der Name der Spielgemeinschaft in HSG EGB Bielefeld geändert wurde.[7]

Leichtathletik

Ahmed Sansar wurde bei den deutschen Meisterschaften 2005 Sechster im 5000-Meter-Lauf. Elias Sansar wurde zwei Jahre später Achter im Halbmarathon.

Einzelnachweise

  1. Die Königsbrügge. (Memento vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive)
  2. Die Geschichte. (Memento vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive)
  3. Deutscher Sportclub für Fußball-Statistiken: Fußball in Westdeutschland 1945 - 1952. Hövelhof 2011, S. 192, 235.
  4. Deutscher Sportclub für Fußball-Statistiken: Fußball in Westdeutschland 1952 - 1958. Hövelhof 2012, S. 23.
  5. a b Deutscher Sportclub für Fußball-Statistiken: Fußball in Westdeutschland 1952 - 1958. Hövelhof 2013, S. 23, 25.
  6. Hans-Jürgen Heide (Hrsg.): Die Fußball-Chronik: Von Montevideo bis Ostwestfalen-Lippe. 2007.
  7. Handball. TuS Eintracht Bielefeld, abgerufen am 9. Dezember 2015.

Weblinks

Koordinaten: 52° 0′ 27,2″ N, 8° 33′ 14,6″ O