Tumorboard

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ein Tumorboard (auch: die Tumorkonferenz) bietet einen Ansatz der Behandlungsplanung bei bösartigen Erkrankungen, bei dem eine Reihe von Ärzten, die Experten in verschiedenen medizinischen Fachrichtungen sind, den medizinischen Zustand und die Behandlungsmöglichkeiten eines Patienten prüfen und diskutieren. Die Fachrichtung der Teilnehmer eines Tumorboards richten sich nach der jeweiligen Erkrankung. Regelmäßig vertreten sind dabei Onkologen, chirurgisch tätige Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen (Chirurgie, Dermatologie, Gynäkologie, Senologie, Urologie), sowie Radiologen, Strahlentherapeuten und Pathologen. Das Ergebnis der Beurteilung und Behandlungsplanung wird auch als interdisziplinäre Meinung bezeichnet. Das interdisziplinäre Festlegen von Behandlungsstrategien und spätere Rückmeldungen über die Krankheitsverläufe haben neben dem Nutzen für die Patienten auch einen Fort- und Weiterbildungseffekt für die beteiligten Ärzte.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • J. R. Siewert, F. Lordick: Standards in der interdisziplinären Diagnostik und Therapie. In: Hans-Joachim Schmoll, Klaus Höffken, Kurt Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie Standards in Diagnostik und Therapie. Springer Verlag, Berlin 2005, ISBN 3540206574, S. 523 in der Google Buchsuche
  • David P. Winchester: Tumor board case management. Lippincott-Raven, 1997, ISBN 0397513402

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerhard Schenkirsch: Bedeutung interdisziplinärer Tumorboardentscheidungen für Outcomeanalysen. Vortrag auf der 18. Informationstagung Tumordokumentation (Jena, 1. bis 3. April 2009), online (PDF-Dokument; 451 kB)