Ulrich Maximilian Schumann

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Ulrich Maximilian Schumann (* 23. März 1964[1] in Kuppenheim[2]) ist ein Kunst- und Architekturhistoriker und Publizist.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schumann, der in Heidelberg und Bonn studierte, war in Frankfurt am Main am Deutschen Architekturmuseum tätig, bevor er 1994 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich eine Lehrtätigkeit aufnahm und dort 1999 mit einer Arbeit über den Architekten Wilhelm von Tettau (1872–1929) und „Architektur in der Krise des Liberalismus“ promoviert wurde. An der Universität Karlsruhe habilitierte sich Schumann 2009 mit seiner Schrift Friedrich Weinbrenner: Klassizismus und „praktische Ästhetik“.

Nach weiteren Lehraufträgen an der Harvard University, TU Delft, Universität Karlsruhe und TU Dortmund, lehrt er seit 2014 "European Cultural History" an der Université de Strasbourg im Masterstudiengang "Euroculture".

Ein Schwerpunkt von Schumanns Schriften und Ausstellungen sind Bauten und Architekten in Baden, so beispielsweise Schloss Rotenfels in Gaggenau, das Friedrichsbad in Baden-Baden, der Künstler Max Laeuger (1864–1952)der Architekt und Theoretiker Heinrich Hübsch sowie vor allem immer wieder der Karlsruher Baumeister Friedrich Weinbrenner (1766–1826).

Schumann war bis 2010 als wissenschaftlicher Mitarbeiter für das Projekt Friedrich Weinbrenner des Südwestdeutschen Archivs für Architektur und Ingenieurbau (saai) am Karlsruher Institut für Technologie tätig und ist seitdem Präsident der gegründeten Friedrich-Weinbrenner-Gesellschaft.

Schumann, der seit Ende der 1990er Jahre der Partei Bündnis 90/Die Grünen angehörte,[3] bewarb sich 2011 als Herausforderer von Michael Beck (CDU) um das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Tuttlingen und erhielt 31,6 % der Wählerstimmen.[4] Seit dem Jahr 2015 ist kein Parteimitglied mehr.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Herausgeber:

Aufsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sinnliche Mäander. Abwege ins Friedrichsbad in Baden-Baden, in: Archithese 26 (1996), Nr. 2, S. 19–25
  • Gästehaus der Akademie Schloß Rotenfels: Karlhans Hirschmann und Otfried Weis = Guesthouse, Schloss Rotenfels Academy, mit Fotos von Dirk Altenkirch, in: Architektur-Jahrbuch 1996 (ISSN 0942-7481), herausgegeben vom Deutschen Architektur-Museum Frankfurt am Main, S. 104–107
  • Das Phänomen Max Laeuger: Diplomatie im Auftrag der Kunst. In: Urs Robert Kaufmann (Hrsg.): Die Schweiz und der Deutsche Südwesten (= Oberrheinische Studien. Band 25). Ostfildern 2006, ISBN 3-7995-7825-0, S. 155–169.
  • Büro- und Geschäftshaus am Karlsruher |Marktplatz, in: Bauwelt 98 (2007), Nr. 39, S. 12–13.
  • "Kopf und Hände" – Bauen in Friedrich Weinbrenners Baden, in: Zurück in die Stadt, Berlin 2007 ISBN 978-3-939633-49-5; ISBN 3-939633-49-6, S. 42 ff.
  • Das Kleine und das Große, das Nahe und das Ferne: Max Laeuger und die Erneuerung der Kunst, in: Jugendstil am Oberrhein. Karlsruhe 2009 ISBN 978-3-7650-8510-9, S. 124–129
  • Begegnung mit Weinbrenners Karlsruhe (1815), in: „Gemütlichste Gespräche“ – Goethe in Karlsruhe, Festschrift zum 50-jährigen Bestehen der Goethe-Gesellschaft Karlsruhe e.V., hrsg. von Beate Laudenberg, Karlsruhe 2010 ISBN 978-3-7650-8587-1
  • Zwischen Oos und Paradies: Annäherungen an Max Laeugers Baden-Baden, in: Badische Heimat 90 (2010), Nr. 3, S. 648–657
  • Zur Gründung der Friedrich-Weinbrenner-Gesellschaft, in: Badische Heimat 91 (2011), Nr. 1, S. 104–108

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gründungsprotokoll, Website der Internationalen Gesellschaft für Architektur und Philosophie e.V., abgerufen am 16. Februar 2012.
  2. Dr. habil. Ulrich Maximilian Schumann, Website des Architekten- und Ingenieurverein Karlsruhe, abgerufen am 16. Februar 2012.
  3. Zweiter Bewerber bei OB-Wahl, Südkurier, 12. Oktober 2011, abgerufen am 16. Februar 2012.
  4. Ein Herausforderer für OB Beck in Tuttlingen, Heilbronner Stimme, 11. Oktober 2011, abgerufen am 16. Februar 2012.