Ulrike Schmitzer

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Ulrike Schmitzer (* 1967 in Salzburg) ist eine österreichische Wissenschaftsjournalistin, Autorin und freie Filmemacherin.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ulrike Schmitzer wurde in Salzburg geboren. An der Universität Salzburg hat sie Publizistik und Kommunikationswissenschaft sowie Kunstgeschichte studiert. Ihre journalistische Karriere begann sie bei der Austria Presse Agentur (APA) und im ORF Salzburg. Schmitzer lebt mittlerweile in Wien. Sie ist Wissenschaftsredakteurin bei Ö1, einem Radioprogramm des Österreichischen Rundfunks (ORF). Ihre Reportagen für Ö1 führten sie u. a. nach Albanien, China, Deutschland, Guatemala, Island, Nicaragua, Pakistan, Polen, Russland, Schweiz, Uganda, Weißrussland. Außerdem gestaltet sie Dokumentationen für den Fernsehsender 3sat über Kunst, Architektur und Wissenschaft.

2008 hat Ulrike Schmitzer die Leondinger Akademie für Literatur (von Karin Fleischanderl und Gustav Ernst) absolviert. Ihre Erzählungen erschienen u. a. in den Literaturzeitschriften kolik[1], Literatur und Kritik, SALZ.

Ihr literarisches Debüt Die falsche Witwe (2011) beschäftigt sich mit dem damals noch unerforschten Entnazifizierungslager Glasenbach (Camp Marcus W. Orr) in Salzburg und der Aufarbeitung der NS-Täterschaft durch drei Frauen-Generationen.[2] Dazu gestaltete sie auch einen Film (3sat, 2010).[3] Die Erzählung Die Flut (2013) ist ihr Einstieg in das Genre der Science Fiction.[4] Das Buch ist bei einem Workshop mit dem Schriftsteller Georg Klein entstanden, vor der realen Katastrophe in Westungarn, die eine rote Flut über das Land schwemmte.[5] Ihr bisher erfolgreichstes Buch ist die Geschichte einer Astronautin. Für den Roman Es ist die Schwerkraft, die uns umbringt (2014)[6] war sie als Kandidatin für die Hotlist nominiert.[7] Die European Science Fiction Society nominierte den Roman Es ist die Schwerkraft, die uns umbringt als bestes österreichisches Buch zum ESFS Award 2014.[8] Sie erhielt dafür 2016 auch den Sonderpreis des Österreichischen Staatspreises für Wissenschaftspublizistik. Die gestohlene Erinnerung (2015) hat die Geschichte der Donauschwaben zum Thema, es ist ein sehr persönlicher Roadtrip in die Vergangenheit.[9] Die Stille der Gletscher (2017) ist ein Wissenschaftsthriller im neuen Genre der Climate Fiction/CliFi: Verbrechen, Klimawandel und Gletscherschmelze werden zu einem spannenden Plot in der nahen Zukunft verknüpft.[10] Im Herbst 2018 hat sie gemeinsam mit dem Kulturjournalisten Martin Thomas Pesl das Buch Houston, wir haben ein Problem veröffentlicht. Darin versammelt das Autorenduo kuriose Geschichten aus der Raumfahrt, wobei Ulrike Schmitzer reale Geschichten wiedergibt, während Martin Thomas Pesl Literatur, Film & Musik untersucht hat.[11] Alle Bücher sind in der Edition Atelier erschienen.

Ihre Filmarbeiten (gemeinsam mit RAUM.FILM) reichen von der Aufarbeitung der NS-Zeit, über Künstlerporträts bis zum Weltraum. Die Causa Löhner. Der verzweifelte Kampf einer Frau (3sat, 2011) ist eine Dokumentation über die Enteignung der Villa Schratt in Bad Ischl und die Ermordung ihrer Besitzerin Helene Löhner. Zünd-Up. Das Röhren des Jahrhunderts (2002) oder Der Archistrator. Heidulf Gerngross (2004) sind Porträts im Spannungsfeld von Architektur und Kunst. Zum Weltraum hat sie die Dokumentarfilme Space Architecture (3sat, 2006) – der erfolgreich weltweit an TV-Anstalten verkauft wurde – und Space Medicine (3sat, 2010) gestaltet.[12]

Bibliografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke als Autorin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herausgeberschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Elisabeth J. Nöstlinger, Ulrike Schmitzer (Hrsg.): Susan Sontag. Intellektuelle aus Leidenschaft. Eine Einführung, Mandelbaum Verlag, Wien 2006. ISBN 978-3-85476-201-0
  • Elisabeth J. Nöstlinger, Ulrike Schmitzer (Hrsg.): Bourdieus Erben. Gesellschaftliche Elitenbildung in Deutschland und Österreich. Mandelbaum Verlag, Wien 2007, ISBN 978-3-85476-201-0

Auszeichnungen (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Literaturzeitschrift kolik
  2. Informationen auf der Website des Verlages
  3. Glasenbach. Entnazifizierung nach dem Zweiten Weltkrieg. Informationen zum Film von Ulrike Schmitzer
  4. Informationen auf der Website des Verlages
  5. Rote Flut in Ungarn: Giftschlamm überschwemmt Dörfer, Bericht in der Tageszeitung Die Presse vom 5. Oktober 2010.
  6. Informationen auf der Website des Verlages
  7. Kandidaten für die Hotlist 2014 im Überblick
  8. Informationen zum Bewerb und den Nominierten auf der Website der European Science Fiction Society
  9. Informationen auf der Website des Verlages
  10. Informationen auf der Website des Verlages
  11. Informationen auf der Website des Verlages
  12. Informationen zu den Filmen auf der Website von Ulrike Schmitzer
  13. orf.at - Klaus Taschwer erhält Staatspreis. Artikel vom 30. Juni 2016, abgerufen am 10. September 2016.
  14. Geschäftsbericht der Literar Mechana 2016