Unerwünscht

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Fernsehserie
Deutscher TitelUnerwünscht
OriginaltitelFatale-Station
Produktionsland Kanada
Jahr 2016
Länge 41[1] Minuten
Episoden 10 in 1 Staffel
Regie Rafaël Ouellet
Drehbuch Stéphane Bourguignon
Produktion Marleen Beaulieu, Joceline Genest, Louise Lantagne
Musik Dear Criminals
Kamera Ian Lagarde
Schnitt Valérie Héroux
Besetzung
  • Macha Limonchik: Sarah Dembski
  • Claude Legault: Eddy
  • Micheline Lanctôt: Jean O’Gallagher
  • Micheline Bernard: Liza O’Gallagher
  • Denis Bernard: François Lemieux
  • Anie Pascale: Johanne Simard
  • Marilyn Castonguay: Ina Beausoleil
  • Guillaume Cyr: Alexandre
  • Kathleen Fortin: Carolane
  • Victor Andrés Trelles Turgeon: Dylan
  • Hugo B. Lefort: Cédric
  • Eric Robidoux: Rabe
  • Mathieu Handfield: Picpic
  • Jean-Carl Boucher: Bobby Desbois
  • Alexis Martin: Jean-Pierre Langevin
  • Martine Francke: Mme Langevin
  • Kathia Rock: Céline

Unerwünscht (im Original: Fatale-Station) ist eine 10-teilige kanadische Fernsehserie von 2016, die von ARTE-TV France übernommen wurde. Die deutsche Version stellte Arte neben der regulären Ausstrahlung bis 18. Oktober 2020 auch nochmal zum kostenlosen Streaming in der Mediathek vor.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sarah flieht vor einem gewalttätigen Mann in den kleinen Ort Fatale in der Provinz von Quebec. Sie steigt an der unscheinbaren Bahnstation Fatale-Station aus. Zunächst kommt sie im einzigen lokalen Pub in einem Zimmer unter. Den nächsten Tag versucht sie, eine Wohnung oder ein Haus zu mieten. Schnell stellt sich aber heraus, dass sie in dem Ort unerwünscht ist. Jean O’Gallagher, der fast alles in Fatale gehört, lehnt sie nicht nur als Mieterin aber, sondern will sie sofort wieder loswerden.[2] Sie beauftragt den Pächter des Pubs, Eddy, Sarah sofort wieder in den Zug zu setzen.

Sarah verpasst zunächst den Zug. Nachdem sie auch aus ihrem Zimmer im Pub ausziehen muss, findet sie zufällig im alten Pfarrhaus Unterschlupf und bewaffnet sich mit einem Gewehr.

O’Gallagher plagen noch andere Probleme: Ureinwohner blockieren die Hauptstraße, der alte Bürgermeister will nicht wieder kandidieren und sein Gegenkandidat sagt ihr den Kampf an. Ein Suizid muss mit allen Mitteln vertuscht werden und die Buchhandlung darf nicht wegen der Konkurrenz aus dem Internet einfach schließen. Zur heilen Welt gehört ein Schlachter und ein richtiger Laden mit allem Drum und dran, egal ob es sich noch lohnt.

Im Laufe der weiteren Handlung wird aber klar, dass fast alle Personen am Ort ein dunkles Geheimnis haben und brutale Gewalt und das tödliche (fatale) Unglück allgegenwärtig ist. Auch Sarah heißt nicht wirklich Sarah, was zufällig herauskommt, als sie zusätzlich zum Gewehr noch eine Pistole kauft und ihren Waffenschein vorzeigen muss.

Es sind die starken Frauen, die das Geschehen vorantreiben: Neben Sarah und Jean die Anführerin der protestierenden Ureinwohner, die Friseuse mit ihrem kriminellen Ehemann, die Frau des Bürgermeisterkandidaten, die hinter seinem Rücken mit O’Gallagher schon Abmachungen trifft.

Und sogar die zunächst als Pflegefall kaum ansprechbare Frau des Bürgermeisters wird aus Eifersucht wieder quicklebendig.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Serie wurde in Kanada mit vorwiegend kanadischen Schauspielern in kanadisch-französischer Sprache gedreht. Sie wurde zunächst beim Streaming-Anbieter TOU-TV ausgestrahlt.[3] Dazu wurden bei Ausstrahlung in Frankreich (Arte) französische Untertitel hinzugefügt, weil französische Zuschauer die Original-Fassung nicht verstanden hätten.[4]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kritik in Frankreich und Deutschland war bei Erstausstrahlung differenziert: Gelobt wurde die erstklassige Besetzung mit hervorragenden Schauspielern.[5] Ein spannendes Gesellschaftsdrama, das in einen Thriller auf hohem Niveau mündet; „raffinierte Erzählweise“ lobt die Neue Osnabrücker Zeitung. Auch gesellschaftliche Themen wie Umweltschutz würden nicht ausgespart.[6] Mehrere Kritiker sahen, wie die Autoren des Serien-Blogs der französischen Le Monde, die Aktualisierung eines immer noch spannenden „Western“-Plots[7]: Einsamer Rächer reitet in Stadt. Hier ist es die einsame Heldin, die in die kleine Stadt kommt und ihren Rachefeldzug startet, inklusive durchaus drastischer Gewaltszenen.

Die Frankfurter Rundschau sah dagegen gewisse Längen und Unstimmigkeiten in der Handlung, für die der Zuschauer erst in den letzten zwei Folgen entschädigt wird.[8]

Synchronfassung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die deutsche Fassung verantwortlich war die Christa Kistner Synchronproduktion GmbH, Berlin, Claudia Sander (Buch) und Jürgen Wilhelm (Regie).[9] In der deutschen Fassung wird die französische Sprache gelegentlich angedeutet durch einzelne Worte und die französische Aussprache von Orts- und Personennamen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Unerwünscht (10/10) - Serie streamen. Abgerufen am 12. Oktober 2020.
  2. Unerwünscht (1/10) - Serie streamen. Abgerufen am 12. Oktober 2020.
  3. Fatale-Station. Abgerufen am 12. Oktober 2020 (französisch).
  4. Fatale-Station (TV Series 2016–Trivia ). In: Internet Movie Database. Abgerufen am 12. Oktober 2020.
  5. On débriefe pour vous... Fatale-Station, la série canadienne qui débarque sur Arte le 28 septembre. In: VL Média. 22. September 2017, abgerufen am 12. Oktober 2020 (fr-FR).
  6. Frank Jürgens: Kanadische Serie: Gesellschaftsdrama und Thriller: „Unerwünscht“. Abgerufen am 12. Oktober 2020.
  7. Pierre Sérisier: Fatale-Station – Retour de hype. In: Le Monde Des Séries. 4. Oktober 2017, abgerufen am 12. Oktober 2020 (fr-FR).
  8. Die Fremde aus dem Zug. 28. September 2017, abgerufen am 12. Oktober 2020.
  9. Unerwünscht. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 31. Januar 2021.