Uwe Albrecht (Kunsthistoriker)

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Uwe Albrecht (* 30. August 1954 in Kiel) ist ein deutscher Kunsthistoriker und Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uwe Albrecht studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Ur- und Frühgeschichte an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, der Universität Poitiers und der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, wo er 1982 mit einer Dissertation über französische spätmittelalterliche Schlossbaukunst zum Dr. phil. promoviert wurde. Er war zunächst wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kunsthistorischen Institut der Universität Kiel und habilitierte sich dort 1989. Seit 1991 forscht und lehrt er zunächst als Privatdozent, seit 1995 als apl. Professor an der Universität Kiel.

Unter seinen zahlreichen Schriften, Katalogen und Tagungsbänden ragen zwei längerfristige Forschungsprojekte Albrechts heraus:

  • Die gemeinsam von Deutscher Forschungsgemeinschaft und Possehl-Stiftung geförderte Entwicklung und der Aufbau einer online-Datenbank gemeinsam mit dem Bereich Archäologie und Denkmalpflege der Hansestadt Lübeck zur Wand- und Deckenmalerei in Lübecker Häusern von 1300-1800,[1] in der alle bekannten Wand- und Deckenmalereien in über 400 entsprechend alten Häusern der Lübecker Altstadt erfasst und soweit möglich bildlich dokumentiert wurden, um der Lübecker Denkmalpflege als Arbeitsmittel zu dienen und der Forschung und der interessierten Öffentlichkeit Einblick in die sonst verschlossenen Innenräume des Flächendenkmals Lübecker Altstadt als UNESCO-Weltkulturerbe zu gewähren. Dieses Projekt lief von 2005 bis 2010 und ist abgeschlossen.
  • Weiter betreibt Albrecht seit 1990 mit Unterstützung der DFG und weiterer Förderer ein großes Langzeitprojekt der Grundlagenforschung zur mittelalterlichen Holzskulptur und Tafelmalerei in Norddeutschland.[2] Als Arbeitsergebnis entsteht der auf acht Bände und ca. 1400 zu beschreibende Objekte angelegte Corpus der mittelalterlichen Holzskulptur und Tafelmalerei in Schleswig-Holstein (1200–1535), von dem seit 2005 die beiden Lübecker Bände erschienen sind und der Band III Schleswig. Schloss Gottorf für Oktober 2016 angekündigt ist.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachfolgende Schriften sind eine Auswahl.[3]

  • Altstadt-Erneuerung in Kappeln, Kappeln 1982 (mit H.-G. Andresen)
  • Von der Burg zum Schloß. Französische Schloßbaukunst im Spätmittelalter, Worms 1986
  • Der Adelssitz im Mittelalter. Studien zum Verhältnis von Architektur und Lebensform in Nord- und Westeuropa, München/Berlin 1995
  • Stadtarchäologie in Kiel. Ausgrabungen nach 1945 in Wort und Bild, Neumünster 1996 (mit A. Feiler)
  • Der Renaissancebau des Celler Schlosses. Zur Genese des Zwerchhauses und zum Bildprogramm der Fassaden des 16. Jahrhunderts (= Celler Beiträge zur Landes- und Kulturgeschichte. Schriftenreihe des Stadtarchivs und des Bomann-Museums, Bd. 32), Celle 2003
  • Corpus der mittelalterlichen Holzskulptur und Tafelmalerei in Schleswig-Holstein.
    • Band I: Hansestadt Lübeck – Sankt Annen-Museum, Kiel 2005
    • Band II: Hansestadt Lübeck. Die Werke im Stadtgebiet, Kiel 2013

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Biografie beim Kunsthistorischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Homepage der Datenbank Wand- und Deckenmalerei in Lübecker Häusern von 1300-1800
  2. DFG-Forschungsprojekt auf der Seite des Kunsthistorischen Instituts der Universität Kiel
  3. Veröffentlichungsverzeichnis Albrecht beim Kunsthistorischen Institut der Universität Kiel