Valenciasee

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Valenciasee
Valenciasee (Luftaufnahme)
Valenciasee (Luftaufnahme)
Geographische Lage Carabobo, Nordvenezuela
Zuflüsse Cabriales
Abfluss keiner
Inseln El Burro, Caigüire, Culebra
Städte am Ufer Maracay
Daten
Koordinaten 10° 11′ N, 67° 44′ WKoordinaten: 10° 11′ N, 67° 44′ W
Valenciasee (Venezuela)
Valenciasee
Höhe über Meeresspiegel 410 m
Fläche 375 km²f5
Länge 31,9 kmf6
Breite 18,7 kmf7
Volumen 6,75 km³f8
Maximale Tiefe 39 mf10
Mittlere Tiefe 18 mf11
Einzugsgebiet 2646 km²f4

Besonderheiten

endorheisch

Der Valenciasee (früher auch Tacariguasee genannt; spanisch: Lago de Valencia) ist ein See im Norden Venezuelas. Er liegt in einem Becken der Küstenkordillere. Mit einer Oberfläche von 375 km² ist er der größte Süßwassersee des Landes. Zahlreiche Flüsse münden in den See, darunter vor allem der Rio Aragua.

Die Tiefe des Valenciasees beträgt im Durchschnitt 20 und maximal 40 Meter. Der Wasserspiegel liegt bei 405 m. Erst vor etwa 250 Jahren fiel der Wasserspiegel unter das Niveau des natürlichen Ablaufs, der auf einer Höhe von 427 m liegt. Dabei nahm die Wasserfläche zwischen 1750 und 1975 um 40 % ab, da der See nur geringe Zuflüsse erhielt, gleichzeitig aber viel Wasser verdunstete oder zur Beregnung umliegender landwirtschaftlich genutzter Areale entnommen wurde.[1] Seit etwa 1980 Zeit steigt der Wasserspiegel des Sees wieder an,[1] verursacht durch die Einleitung von Abwässern in den heute abflusslosen See und seine Zuflüsse.

Die Ufer des Valenciasees sind fruchtbar; auf ihnen werden u. a. Baumwolle, Zuckerrohr, Tabak, Mais, Kaffee und Obst angebaut. Westlich des Sees liegen die Stadt Valencia und der Bundesstaat Carabobo, östlich Maracay und der Bundesstaat Aragua.[2] Nördlich des Sees erstreckt sich eine Küstenbergkette, südlich des Sees Flachland, die Llanos. Der Valenciasee war vor der Conquista ein wichtiges Zentrum einer Indianerkultur.

Alexander von Humboldt (1769–1859) verbrachte einige Zeit in der Umgebung des Sees und nahm dort viele Untersuchungen vor. Ebenso besuchte der französische Naturforscher Eugène Simon (1848–1924) auf seiner Exkursion in Venezuela, 1887 bis 1888, u. a. den Valenciasee.

Inseln:

  • El Burro
  • Caigüire
  • Culebra

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Valenciasee, in: Brockhaus Enzyklopädie, 19. Auflage, 1986-94, Bd. 23, S. 37.
  2. Valencia, auf Encyclopædia Britannica online.