Valentinswerder

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Valentinswerder
Südwestspitze von Valentinswerder, Blick von der Kleinen Hallig an der Kleinen Malche nach Norden
Südwestspitze von Valentinswerder, Blick von der Kleinen Hallig an der Kleinen Malche nach Norden
Gewässer Tegeler See
Geographische Lage 52° 33′ 51″ N, 13° 14′ 0″ OKoordinaten: 52° 33′ 51″ N, 13° 14′ 0″ O
Valentinswerder (Berlin)
Valentinswerder
Länge 800 m
Breite 370 m
Fläche 13,2028 ha
Einwohner 26 (2011)
197 Einw./km²
Karte des Tegeler Sees von 1842
Karte des Tegeler Sees von 1842
Südspitze von Valentinswerder, Blick von der Kleinen Hallig an der Kleinen Malche nach Norden

Valentinswerder ist eine Insel im Tegeler See in Berlin. Sie liegt am Rande des Sees in einer Inselgruppe, die den See von der Havel trennt. Zu dieser Inselgruppe gehören außerdem Maienwerder, Baumwerder, Reiswerder und Scharfenberg. Das Westufer der Insel gilt als westliche Begrenzung des Sees gegenüber der Havel. Der südwestlich vorgelagerte Große Wall liegt nicht mehr im Tegeler See und zählt als Havelinsel.

Valentinswerder ist 132.028  groß und damit die zweitgrößte Insel im Tegeler See.[1] Sie gehört seit den 1930er Jahren zum Bezirk Reinickendorf, Ortsteil Tegel. 26 Einwohner leben ständig auf der Insel.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Valentinswerder befindet sich seit vielen Jahrhunderten in Privatbesitz. 1874 erwarb der Urgroßvater Paul Haberkern des jetzigen Besitzers Werner Haberkern das Eiland.[3] Genutzt wird die Insel überwiegend von den Besitzern der zahlreichen Wochenendhäuser.[4][5] Da die Insel nicht unter das Bundeskleingartengesetz fällt, gibt es auch einige Dauerbewohner[6][7] sowie den Segelclub Frithjof-Haveleck.[8] Eine Personenfähre verbindet Valentinswerder sowie Maienwerder mit dem Festland. Die Anlegestellen der Fähre befinden sich in Hakenfelde am Fährweg und an der Havelspitze, in Tegelort sowie in Saatwinkel.[9]

Naturschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Insel ist Teil des 1960 gebildeten Landschaftsschutzgebietes LSG-2C Inseln im Tegeler See. Ihre Nutzung unterliegt dadurch erheblichen Einschränkungen und bedarf zum Teil, wie beispielsweise bei Uferausbauten und bei der Anlage von Bootsstegen, Sondergenehmigungen der Naturschutzbehörde.[10][11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bezirksamt Reinickendorf von Berlin, Abteilung Wirtschaft und Bauen, Fachbereich Vermessung: Größe der Flurstücke nach dem Liegenschaftskataster.
  2. Valentinswerder: Reif für die Insel. In: Der Tagesspiegel, 29. Mai 2011; laut Umweltatlas Berlin waren es 20 Einwohner im Jahr 2006 (Schlüsselnummer 1200892381000600).
  3. Valentinswerder. Abgerufen am 17. März 2014.
  4. Deutscher Fassadenpreis 2005. Abgerufen am 18. März 2014.
  5. Publikumspreise BDA-Preis Berlin 2012. Abgerufen am 18. März 2014.
  6. Hamptons, wa! Abgerufen am 18. März 2014.
  7. „Valentinswerder ist von Holzhäusern geprägt“. Abgerufen am 17. März 2014.
  8. Segel-Club Frithjof-Haveleck e. V. Abgerufen am 17. März 2014.
  9. Fähre Tegelort-Saatwinkel. Abgerufen am 17. März 2014.
  10. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, FIS-Broker, LSG02c Inseln im Tegeler See.
  11. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Verordnung zum Schutze der Landschaft des Tegeler Forsts und der Inseln im Tegeler See in den Bezirken Reinickendorf und Spandau von Berlin, vom 13. Oktober 1960. (PDF; 31 kB)