Van-’t-Hoff-Gleichung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Van-’t-Hoff-Gleichung oder van-’t-Hoff’sche Reaktionsisobare (nach Jacobus Henricus van ’t Hoff) beschreibt in der Thermodynamik den Zusammenhang zwischen der Lage des Gleichgewichts einer chemischen Reaktion und der Temperatur (bei konstantem Druck):

wobei

Der Index P steht für den konstanten Druck.

In der ulichschen Näherung geht man von einer – zumindest in einem gewissen Temperaturintervall – konstanten Standardreaktionsenthalpie aus.[E 1]

Damit ergibt sich:

Dies kann auch geschrieben werden als:[E 2]

Herleitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Gleichgewichtskonstante gilt allgemein:

Deren partielle Ableitung nach der Temperatur bei konstantem Druck ergibt somit:

Die Ableitung der Freie Reaktionsenthalpie nach der Temperatur bei konstantem Druck berechnet sich wie folgt:

Mit der Gibbs-Helmholtz-Gleichung

ergibt sich:[A 2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alle Standardbedingungen (Druck und Aktivität ) bis auf die Temperatur sind erfüllt.
  2. Nur wenn man als temperaturunabhängig nähert, ergibt sich auch eine Temperaturunabhängigkeit von .

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ulichsche Näherungen. In: Lexikon der Chemie. Abgerufen am 25. Juli 2014.
  2. Peter W. Atkins, Julio de Paula: Physikalische Chemie. 4., vollständig überarbeitete Auflage. Wiley-VCH, 2006, ISBN 3-527-31546-2, S. 237.