Vanadium(V)-fluorid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Vanadium(V)-fluorid
V5+: __ F: __
Allgemeines
Name Vanadium(V)-fluorid
Andere Namen

Vanadiumpentafluorid

Verhältnisformel VF5
CAS-Nummer 7783-72-4
PubChem 165641
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit[1]

Eigenschaften
Molare Masse 145,93 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

2,5 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

19,5 °C[1]

Siedepunkt

48,3 °C[1]

Löslichkeit
  • leicht löslich in Ethanol, Chloroform, Aceton und Ligroin[2]
  • unlöslich in Schwefelkohlenstoff[2]
  • Zersetzung von Toluol und Ether[2]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

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Vanadium(V)-fluorid ist eine chemische Verbindung aus der Stoffgruppe der Fluoride. Es ist das einzige bekannte Halogenid, in dem Vanadium in der Oxidationsstufe +V vorkommt. Die Verbindung ist bei Raumtemperatur eine farblose, viskose Flüssigkeit, unterhalb von 19,5 °C ein weißer Feststoff.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Vanadium(V)-fluorid lässt sich bei 300 °C aus den Elementen Vanadium und Fluor oder durch Disproportionierung aus Vanadium(IV)-fluorid synthetisieren.[4]

\mathrm{2\ V + 5\ F_2 \longrightarrow 2\ VF_5}
\mathrm{2\ VF_4 \longrightarrow VF_3 + VF_5}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Vanadium(V)-fluorid kristallisiert in einer Kettenstruktur. Dabei sind VF6-Oktaeder über benachbarte Ecken cis-verknüpft. In der Gasphase liegen trigonal-bipyramidale Moleküle vor.

Die Verbindung ist in Wasser mit rotgelber Farbe löslich.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Vanadium(V)-fluorid bei webelements.com
  2. a b c d  Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band I, Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 260.
  3. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  4. G. Brauer (Hrsg.), Handbook of Preparative Inorganic Chemistry 2nd ed., vol. 1, Academic Press 1963, S. 253-4.

Literatur[Bearbeiten]

  • Arnold F. Holleman, Nils Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie, 102. Auflage, de Gruyter, Berlin 2007, S. 1545, ISBN 978-3-11-017770-1.