Veil of Darkness

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Veil of Darkness ist ein Horror-Action-Adventure mit RPG- Elementen für MS-DOS, FM Towns und PC-98. Es erschien 1993 und wurde von der Firma Dreamforge entwickelt. Den Vertrieb übernahm SSI.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Spieler übernimmt die Rolle eines Frachtpiloten, dessen Flugzeug über einem entlegenen Tal in den Karpaten abstürzt. Ein hilfreiches Dorfmädchen namens Deirdre Kristoverikh rettet den Spieler nach dem Absturz und bringt ihn zu ihrem Vater Kirill, der ihm mitteilt, dass seine Ankunft in einer Prophezeiung angekündigt wurde und dass er das Tal von der Schreckensherrschaft von Kairn befreien wird. Kairn ist der örtliche Vampir-Lord, der vor langer Zeit seinen Vater und seine sechs Brüder ermordet hat, damit er die Kontrolle über das Tal übernehmen konnte. Er wurde zum Vampir und nutzte seine Kräfte, um den Kontakt zur Außenwelt abzubrechen. Das Tal ruht seither in ewiger Dunkelheit oder wie der Titel des Spiels andeutet ein „Schleier der Dunkelheit“. Eine Flucht ist unmöglich, da das Tal komplett von einem Gebirge umschlossen ist und Kairn das aufgrund seiner Macht verhindert. In dem Tal gibt es unter anderem zwei Dörfer, eine Burg, einen unheimlichen Wald, einen See, einen Friedhof, einen Sumpf, ein Zigeunerlager, einen Herrensitz mit einem Labyrinth, ein Höhlensystem und ein Kloster. Der Spieler muss nun mehrere Aufgaben der Prophezeiung erfüllen, um sich dann am Ende Kairn in dessen Festung persönlich zu stellen.

Hauptcharaktere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Spieler: Kann einen beliebigen Namen oder Alias eingeben, und alle Charaktere beziehen sich auf ihn mit diesem Namen.
  • Kairn: Er ist der Hauptgegner des Spiels. Ein böser Adliger, der ein Vampir geworden ist und das Tal beherrscht.
  • Kirill Khristoverikh: Er ist der reichste und mächtigste Mann im Tal. Von ihm bekommt der Spieler seinen ersten Auftrag, der dann Folgeaufträge nach sich zieht.
  • Deidre Khristoverikh: ist die Tochter von Kirill.
  • Die Agrippa: Ist ein altes und mächtiges Buch der schwarzen Magie. Kairn benutzte es, um seine Macht zu erlangen.

Spielprinzip[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Aktionen werden mit der Maus oder den Pfeiltasten der Tastatur eingegeben. Der Bildschirm ist in zwei Teile geteilt. Der obere Teil zeigt das eigentliche Spiel, der untere Teil das Inventar und den Status des Spielers. Der Spieler kann nicht unbegrenzt Gegenstände tragen. Der Rucksack wölbt sich, wenn das Inventar zu schwer ist.

Des Weiteren gibt es einen „Spiegel“, der den Allgemeinzustand anzeigt und ob der Spieler eine Krankheit hat. In Unterhaltungen kann der Spieler auf ein bestimmtes unterstrichenes Wort klicken, um dieses Thema zu verfolgen, oder er kann ein Wort eingeben, wenn der Eingabecursor erscheint. Wenn das eingegebene Wort geeignet ist, erhält der Spieler eine Antwort. Hat der Spieler bestimmte Gegenstände gefunden oder Rätsel gelöst, so bringt ihn das weiter, das heißt neue Orte zum Erkunden erscheinen auf der Karte, die sich ebenfalls im unteren Teil befindet. Verschiedene Gegner wie Werwölfe, Vampire, Skelete, Geister usw. benötigen unterschiedliche Waffen. Außerdem muss man verschiedene Pflanzen (und manchmal andere Gegenstände) finden, um verschiedene Krankheiten zu heilen.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der PC Games Ausgabe 1/1996 lag Veil of Darkness als Vollversion bei. Ab Microsoft Windows 8 benötigt das Spiel einen Emulator wie z. B. DOSBox.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Veil of Darkness gab es gemischte Kritiken: So vergab das Software Magazin ASM eine Wertung von 11 von 12 Punkten,[1] und MobyGames 73 %[2]. Die PC Player hingegen nur 45 %,[3] und Power Play 61 %.[4]

Größere Beliebtheit erfreute sich das Spiel später auf Retro- und Emulationswebseiten wie myabandonware (4,4 von 5)[5] und emuparadise (4,7 von 5).[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wertung bei ASM
  2. Wertung bei MobyGames
  3. Wertung PC Player
  4. Wertung Power Play
  5. Wertung bei My Abandonware
  6. Wertung von emuparadise