Veit II. von Würtzburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veit von Würtzburg, Kupferstich von Johann Salver
Wappen der Familie von Würtzburg. Als Bischof führte es Veit II. von Würtzburg als Element in einem gemehrten Wappen weiter.
Bastion am Saltorturm der Festung Forchheim

Veit II. von Würtzburg († 8. Juli 1577) war von 1561 bis zu seinem Tode Fürstbischof des Hochstiftes Bamberg.

Veit II. von Würtzburg im Familienkontext[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veit II. von Würtzburg stammte aus der fränkischen reichsfreien Adelsfamilie von Würtzburg (siehe auch Liste fränkischer Rittergeschlechter). Ob und in welchen Zusammenhang die Familie zur vermutlich namensgebenden Stadt Würzburg steht, ist ungeklärt.

Der Familie von Würtzburg entsprangen weitere Familienmitglieder mit hohen kirchlichen Würden, so der Bamberger Domherr Hans Veit von Würtzburg und der Würzburger Domherr Johann Veit Freiherr von Würtzburg.

Wie unter anderem auf nebenstehendem Kupferstich zu sehen, entstammte Veit neben seiner väterlichen Linie auch den Adelsgeschlechtern Tann, Redwitz und Bibra.

Biografische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Ernennung von Veit zum Fürstbischof war Pius IV. Papst und Ferdinand I. Kaiser.

Seine Herrschaft stand unter dem Eindruck der noch frischen Wunden, die der Zweite Markgrafenkrieg im Hochstift hinterlassen hatte. So sorgte er vor allem für Frieden und eine Erholung der Finanzen. Den seit dem Konzil von Trient aufgekommenen Forderungen der Gegenreformation stand er dagegen skeptisch gegenüber. Er hatte kein Interesse, seinen wirtschaftlich erfolgreichen Bürgern religiöse Vorschriften zu machen.[1]

Bautätigkeiten, die die Wehrhaftigkeit der Festungen sicherten, lassen sich auf der Festung Forchheim und der Festung Rosenberg in Kronach nachweisen.[2] In seiner Zeit wurde der Renaissancetrakt der Alten Hofhaltung in Bamberg gebaut.

Er besetzte und verwüstete 1563 Burg Egloffstein.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen des Fürstbischofs ist geviert. Die Felder zwei und drei greifen das Familienwappen der von Würtzburg auf. Bei Siebmacher wird das Brustbild eines weißbärtigen Mannes auf goldenem Grund gezeigt. Er trägt schwarze Kleidung mit einem weißen (silbernen) Kragen und einen nach hinten geneigten, spitz zulaufenden Hut mit einem roten Stern. Die übrigen beiden Felder zeigen den schwarzen Löwen für Bamberg, belegt mit einer silbernen Schrägleiste auf goldenem Grund.

Die Bastion am Saltorturm der Festung Forchheim trägt eine Tafel mit dem Wappen des Bischofs.

Grabdenkmal im Kloster Michaelsberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein von dem Bildhauer Hans von Wemding ausgeführtes Grabdenkmal befindet sich seit der Stilrestaurierung des Domes von Bamberg in der Michaelskirche. Dort ist es im linken Seitenschiff der Kirche zu finden (siehe auch Kloster Michelsberg).[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karin Dengler-Schreiber: Kleine Bamberger Stadtgeschichte. 3., aktualisierte Auflage. Pustet, Regensburg 2013, ISBN 978-3-7917-2011-1, S. 78.
  2. Geschichte der Feste Rosenberg in Kronach.
  3. ehemaliges Benediktinerkloster St. Michael. In: archINFORM; abgerufen am 14. Dezember 2009.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Georg IV. Fuchs von Rügheim Fürstbischof von Bamberg
1561–1577
Johann Georg I. Zobel von Giebelstadt