Philipp Valentin Voit von Rieneck

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Philipp Valentin Voit von Rieneck, Kupferstich von Johann Salver
Der Fürstbischof auf dem Sterbebett, 1672
Wappen der Familie der Voit von Rieneck. Als Bischof führte es Philipp Valentin Voit von Rieneck als Element in einem gemehrten Wappen weiter.

Philipp Valentin Voit von Rieneck (* 7. Januar 1612 auf dem Rienecker Schlösschen, Rodenbach bei Lohr am Main; † 3. Februar 1672 in Bamberg) war von 1653 bis zu seinem Tode 1672 Fürstbischof des Hochstiftes Bamberg.

Philipp Valentin Voit von Rieneck im Familienkontext[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Philipp Valentin Voit von Rieneck stammte aus der fränkischen reichsfreien Adelsfamilie der Voit von Rieneck (siehe auch Liste fränkischer Rittergeschlechter). Der namensgebende Ort Rieneck ist heute eine Stadt im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart. Die Angehörigen der Familie Voit von Rieneck standen ursprünglich als Ministerialen im Dienste der Grafen von Rieneck. Die beiden Familien unterscheiden sich trotz der Ähnlichkeit des Namens.

Biografische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Zeit der Ernennung von Philipp Valentin Voit von Rieneck zum Fürstbischof war Innozenz X. Papst und Ferdinand III. Kaiser. Er stand für einen Konsolidierungskurs des Bistums, darunter fiel auch die Eindämmung der negativen Folgen des Dreißigjährigen Krieges z. B. des Priestermangels. 1672 baute er das Waisenhaus am Kaulberg in Bamberg erheblich aus. [1]

Die im Druck erschienene Leichenpredigt hielt der Jesuit Philipp Kisel (1609–1681).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wachhäuschen der Bastion der Festung Forchheim mit dem Wappen des Fürstbischofs

Das Wappen des Philipp Valentin Voit von Rieneck als Fürstbischof ist geviert. In den Feldern zwei und drei wird das ursprüngliche Familienwappen aufgegriffen. Es zeigt einen silbernen Widder auf rotem Grund. Die Felder eins und vier nehmen die Hoheitssymbole des Bistums Bamberg auf. Dargestellt ist ein schwarzer Löwe, belegt mit einer Schrägrechtslinie auf goldenem Grund.

Das Wappen des Fürstbischofs befindet sich an der Festung Forchheim unterhalb eines der Wachhäuschen an den Ecken der Ummauerung der Bastion.

Grabdenkmal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er wurde in Bamberg bestattet. Sein Grabmal zeigt ihn mit seinen Insignien.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.stadt.bamberg.de/barriere frei.phtml?NavID=332.553&La=1

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Philipp Valentin Voit von Rieneck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorgänger Amt Nachfolger
Melchior Otto Voit von Salzburg Fürstbischof von Bamberg
16531672
Peter Philipp von Dernbach