Verein für eine nationale CO2-Abgabe

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Verein für eine nationale CO2-Abgabe e.V.
Rechtsform e.V.
Gründung 27.03.2017
Hauptsitz Freiburg im Breisgau
Schwerpunkt CO2-Abgabe
Aktionsraum Deutschland
Personen Jörg Lange (Vorstand)
Mitarbeiter 4
Mitglieder 900
Website co2abgabe.de

Der Verein für eine nationale CO2-Abgabe, kurz CO2-Abgabe e.V., ist ein überregional tätiger gemeinnütziger und überparteilicher Verein mit der Zielsetzung, Treibhausgas-Emissionen durch die Einführung einer nationalen CO2-Abgabe zu senken. Der Verein führt dazu Veranstaltungen und Vorträge durch, vergibt Forschungsaufträge und erstellt eigene Veröffentlichungen zum Thema. Mitglieder können sowohl natürliche Personen als auch Firmen, Verbände und Kommunen werden.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründung erfolgte am 27. März 2017 in Freiburg im Breisgau, wo der Verein auch seinen Hauptsitz hat. 2018 wurde zusätzlich ein Büro in Berlin eröffnet. Die Anzahl der Mitglieder beträgt mittlerweile über 900 (Stand Jan. 2019),[2] davon ca. 110 Unternehmen, 21 Vereine und Verbände und mehrere Kommunen, darunter Erlangen und Freiburg im Breisgau. Als geschäftsführender Vorstand ist Jörg Lange tätig. Den Beirat stellen Ursula Sladek, Bertram Späth, Joachim Nitsch, Martin Ufheil, Heinz Ulrich Brosziewski, Hartmut Brösamle, Thomas Jorberg und Stephan Lessenich.[3]

Positionierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ziel des Vereins ist die Einführung einer nationalen CO2-Abgabe ohne jede Ausnahme. Die Abgabe soll aufkommensneutral erhoben werden, indem im Gegenzug Umlagen und Energiesteuern abgeschafft werden, allen voran die EEG-Umlage und die Stromsteuer. Bei einer vorgeschlagenen Einstiegshöhe der Abgabe von 40 Euro pro Tonne CO2 ergäbe sich dadurch zunächst eine leichte Entlastung der Haushalte.[4] Die Höhe der Abgabe soll sodann kontinuierlich bis auf 190 Euro pro Tonne CO2 im Jahr 2050 steigen. Die eigenen Positionen und verschiedene Szenarien werden in einem umfangreichen Diskussionspapier dargestellt.[5]

Die Vorschläge des Vereins fanden unter anderem Eingang in eine Darstellung der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages zu möglichen Modellen einer CO2-Abgabe für Deutschland.[6]

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verschiedene Mitglieder des Vereins halten regelmäßig öffentliche Vorträge, nehmen an Podiumsdiskussionen teil oder beteiligen sich an Fachgesprächen zum Thema, unter anderem im April 2019 im Umweltausschuss des Bundestags.[7] Im Frühjahr 2019 gab der Verein zusammen mit Germanwatch und der Stiftung Neue Energie eine repräsentative Umfrage in Auftrag, die das Meinungsbild der Bevölkerung zur CO2-Bepreisung abfragte.[8] Ferner veröffentlicht der Verein regelmäßig Stellungnahmen, Pressemitteilungen und eigene Untersuchungen, wie beispielsweise einen Faktencheck zur offenen Antwort der CDU auf den Youtube-Beitrag von Rezo vom 18. Mai 2019.[9]

Auf seiner Internetpräsenz stellt der Verein einen CO2-Abgabe Rechner bereit, mit dem Haushalte und Unternehmen die Auswirkungen einer CO2-Abgabe im Vergleich zu den aktuellen Energiesteuern und Umlagen abschätzen können. Ebenfalls online wird eine Unterschriftensammlung zur Einführung einer CO2-Abgabe mit derzeitig (Stand Juli 2019) knapp 3000 getätigten Unterschriften durchgeführt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. CO2-Abgabe e.V.: Satzung. 27. März 2017, abgerufen am 1. Juli 2019.
  2. CO2-Abgabe e.V.: Hauptseite. Abgerufen am 9. Juli 2019.
  3. CO2-Abgabe e.V.: Beirat. Abgerufen am 9. Juli 2019.
  4. Erneuerbare Energien: Die Zeit ist überreif - wir brauchen die CO2-Steuer. Abgerufen am 9. Juli 2019.
  5. CO2-Abgabe e.V.: Diskussionspapier. 18. Juni 2017, abgerufen am 9. Juli 2019.
  6. Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages: Die CO2-Abgabe in der Schweiz, Frankreich und Großbritannien. 12. April 2018, abgerufen am 10. Juli 2019.
  7. Deutscher Bundestag: Fachgespräch CO2-Bepreisung. Abgerufen am 9. Juli 2019.
  8. Germanwatch: dimap-Umfrage zur CO2-Bepreisung. 2. Juni 2019, abgerufen am 10. Juli 2019.
  9. Leipziger Internet Zeitung: Ein Faktencheck des CO2-Abgabe e.V. 25. Mai 2019, abgerufen am 10. Juli 2019.