Klimagerechtigkeit

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Die schon heute spürbaren Folgen des Klimawandels treffen oft auch diejenigen, die besonders wenig zur globalen Erwärmung beigetragen haben
(Bild: Somalische Flüchtlinge, -> Umweltflüchtling)
Klimapolitik ist Friedenspolitik - Klimagerechtigkeit jetzt!“
„Kinder wollen Klimagerechtigkeit“

Klimagerechtigkeit ist ein normatives Konzept und Teil der Umweltgerechtigkeit, das den gegenwärtigen anthropogenen Klimawandel als ein ethisches und politisches Problem betrachtet, anstatt lediglich als eine Umwelt- und technische Herausforderung. Klimagerechtigkeit soll dafür sorgen, dass die heute ungleiche Verteilung der Folgen der globalen Erwärmung unter Berücksichtigung des Verursacherprinzips ausgeglichen wird, da jene Bevölkerungsgruppen (mehrheitlich im globalen Süden), die am wenigsten zum Klimawandel beitragen, oftmals am stärksten und ungeschütztesten unter seinen Folgen zu leiden haben.[1][2] Ziel dieses Ansatzes ist es unter anderem, den zur globalen Erwärmung führenden Ausstoß von Treibhausgasen nicht nur unter Berücksichtigung historischer Emissionen auf alle Menschen weltweit gerecht aufzuteilen, sondern die Auswirkungen des Klimawandels mit Konzepten der Gerechtigkeit in Verbindung zu bringen, insbesondere mit sozialer Gerechtigkeit, indem Themen wie Gleichheit, Menschenrechte und kollektive Rechte für den Klimawandel untersucht werden.

Die Klimagerechtigkeitsbewegung betrachtet den Klimawandel dabei als Produkt sozialer Ungleichheit und eines globalen Wirtschaftssystems, das dauerndes Wachstum als unabdingbar ansieht[3][4]. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Rolle der MAPA (Most Affected People and Areas)[5], also überproportional vom Klimawandel betroffenen Gruppen, wie Frauen, BIPOC[6], jungen, älteren und ärmeren Menschen gelegt.[7] Insbesondere durch den Aufstieg der Graswurzelbewegungen mit dem Ziel der Klimagerechtigkeit – wie Fridays for Future, Ende Gelände oder Extinction Rebellion – gewann die Verbindung der Kämpfe dieser betroffenen Gruppen im Rahmen der Klimagerechtigkeit an Bedeutung.[8]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hinter dem Begriff Klimagerechtigkeit verbirgt sich zum Teil die Idee der Kontraktion und Konvergenz, die nach verschiedenen Vorarbeiten 1995 vom Global Commons Institute entwickelt wurde. Im deutschsprachigen Raum wurde Klimagerechtigkeit einer breiteren Öffentlichkeit erst 2007 über den verwandten Begriff der „Kohlenstoffgerechtigkeit“ bekannt, als die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ihn zum potenziellen Grundpfeiler einer zukünftigen, weltweiten Klimaschutzpolitik erklärte.[9] Sie griff damit auch eine Forderung der Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai nach einem gerechten Ausgleich zwischen reichen und armen Ländern auf. Weite Teile Afrikas etwa tragen nur wenig zum Ausstoß an Treibhausgasen pro Kopf bei.[10] Die Heinrich-Böll-Stiftung hat mit dem Konzept der Greenhouse Development Rights einen der Klimagerechtigkeit verwandten Ansatz vorgelegt.

Klimagerecht wäre es, wenn auf der Emissionsseite jedem Menschen ein Kohlenstoff-Budget in Höhe von ein bis zwei Tonnen Kohlendioxidäquivalent pro Jahr zustände. Im Einzelnen umstritten ist dabei, wie sehr die historischen Emissionen der Industrieländer bei dieser Rechnung berücksichtigt werden müssen und sollen.[11][12] Eine klimagerechte Emissionspolitik würde es vielen Entwicklungsländern (theoretisch) erlauben, ihren Treibhausgas-Ausstoß zum Teil erheblich zu steigern. Für die Hauptverursacher des Klimawandels, die industrialisierten Nationen, würde dies hingegen einer Reduktion um bis zu 95 Prozent gleichkommen.

Ein solcher Ansatz wurde auf dem Symposium Global Sustainability – A Nobel Cause vom 8. bis 10. Oktober 2007 in Potsdam erörtert. In dem dort erarbeiteten Potsdam Memorandum wird eine Entwicklung hin zu gleichen Pro-Kopf-Emissionsrechten gefordert, kombiniert mit einer gleichzeitigen Senkung des Gesamtausstoßes an Treibhausgasen. „Carbon justice“ ist dem Memorandum zufolge eines von acht Schlüsselelementen, um das Weltklima zu stabilisieren.[13]

Auch Umweltethiker wie Felix Ekardt und Klimaphilosophen wie Darrel Moellendorf befassen sich mit Klimagerechtigkeit. Einige vertreten eine Pro-Kopf-Rückverteilung der Einnahmen (Ökobonus bzw. Klimadividende, engl. auch lump-sum-bonus-payments, Green Check oder Fee and dividend) aus Emissions-Zertifikaten, Ökosteuern oder einer Carbon tax, so wie dies bei den Lenkungsabgaben in der Schweiz in kleinem Maßstab bereits umgesetzt wird.

Internationale Klimapolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1992 verabschiedete Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen nennt als ersten Grundsatz, der für den Weg hin zum Ziel einer Stabilisierung der Treibhausgasemissionen auf ungefährlichem Niveau gelten soll:

„Die Vertragsparteien sollen auf der Grundlage der Gerechtigkeit und entsprechend ihren gemeinsamen, aber unterschiedlichen Verantwortlichkeiten und ihren jeweiligen Fähigkeiten das Klimasystem zum Wohl heutiger und künftiger Generationen schützen.“

Klimarahmenkonvention, Art. 3, 1.[14]

Dementsprechend verpflichteten sich die entwickelten Länder zur Verwirklichung dieses Ziels „gerechte und angemessene Beiträge“[15] zu leisten. Im Hinblick auf Finanzierungsmechanismen schrieben die Vertragsstaaten einen Grundsatz prozessualer Gerechtigkeit fest, nämlich, dass die Mechanismen „auf der Grundlage einer gerechten und ausgewogenen Vertretung aller Vertragsparteien mit einer transparenten Leitungsstruktur errichtet“[16] werden sollten.

Das Übereinkommen von Paris bezieht in seiner Präambel erstmals ausdrücklich den Begriff „Klimagerechtigkeit“ in seine Betrachtung mit ein. Im Kern geht es um eine gerechte Aufteilung der Lasten von Emissionsminderungen und Folgen der globalen Erwärmung, also um Fragen distributiver und korrektiver Gerechtigkeit. Die Vertragsstaaten erkennen an, wie wichtig die Bewältigung von Verlusten und Schäden ist, eine konkrete Vereinbarung korrektiver Maßnahmen ist jedoch nicht im Übereinkommen enthalten. Im Hinblick auf die Finanzierung von Klimaschutz und -anpassung in Entwicklungsländern bekräftigen die entwickelten Länder, dass sie dazu finanzielle Mittel bereitstellen wollen.[17]

Vor der UN-Klimakonferenz in Warschau wiederholte Angela Merkel am 6. Mai 2013 beim vierten Petersberger Klimadialog in Berlin ihren Appell an eine gerechte Vertragslösung in der Klimapolitik:[18]

„Ich komme noch einmal auf die Gerechtigkeitsfrage zurück. Wir wissen, es geht um das Zwei-Grad-Ziel. Wir wissen irgendwann auch, wie viele CO2-Emissionen das auf ein bestimmtes Jahr bezogen bedeutet. Wir wissen im Grunde, dass langfristig, wenn wir uns die Weltbevölkerung anschauen, jeder Einwohner dieser Erde etwa zwei Tonnen CO2 emittieren dürfte.“

Eine verbündete Nation sei dabei Indien. Indien habe eine solche partizipative Politik als einen gerechten Ansatz akzeptiert. Allerdings, räumte Merkel ein, treffe der Vorschlag weder in Europa noch in den USA oder China auf große Zustimmung, die alle schon mehr als zwei Tonnen Kohlendioxid-Emissionen pro Kopf aufweisen.

„Und das bedeutet im Grunde, man müsste jetzt schon mit dem Reduzieren beginnen. Wir Industrieländer akzeptieren das. Aber ein Land wie China sagt: Seht euch einmal bitte an, wie viele Jahrzehnte ihr eure CO2-Emissionen erhöht habt; da können wir bei unserem wirtschaftlichen Niveau doch nicht schon jetzt anfangen zu reduzieren. – Sie sehen also, vor welch großer Aufgabe wir stehen.“

In ihrer Grundsatzrede vor etwa 35 Ministern aus Staaten, die zusammengenommen für 80 Prozent der Treibhausgase verantwortlich sind, forderte Angela Merkel außerdem einen Technologietransfer an die Länder, die nicht schon an den Vorteilen der Industrialisierung partizipieren konnten:[19][18]

„Wir haben also Technologieentwicklung zu betreiben, damit für diese Länder der Zuwachs an Wohlstand, die Bekämpfung des Klimawandels und soziale Belange keine Gegensätze sind.“

Indigene Völker und Klimagerechtigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Indigene Völker tragen weltweit durch die von ihnen betriebenen Formen traditioneller Landwirtschaft dazu bei, Treibhausgase zu binden. Frauen spielen dabei eine besonders aktive Rolle. Historisch wurden die dazu notwendigen Ressourcen immer wieder ihrer Kontrolle entzogen. Teils erfolgte dies im Rahmen von Kolonialisierung, später und aktuell meist durch Privatisierung und Übernahme durch Großunternehmen. Entwaldungen, ebenso wie der umweltschädliche Abbau von Rohstoffvorkommen und der Anbau von Monokulturen stellen weiterhin eine Bedrohung der natürlichen Lebensgrundlagen vieler indigener Völker dar. Der Klimawandel kommt als zusätzliche Gefährdung hinzu. Unregelmäßige Regenfälle, Dürreperioden und andere Folgen der globalen Erwärmung stellen eine wachsende Herausforderung für viele indigene Völker dar. Indigenen Völkern die rechtliche Kontrolle über ihre angestammten Gebiete zurückzugeben oder zu sichern, ermöglicht ihnen das Fortführen nachhaltiger Landwirtschaftsformen. Dies erhöht gleichzeitig ihre ökonomische Sicherheit und ihre Fähigkeit, den Risiken der Klimaveränderung etwas entgegenzusetzen, während es umgekehrt dazu beiträgt Ursachen der globalen Erwärmung zu bekämpfen.[20]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um auf die möglichen Folgen der Klimaveränderungen aufmerksam zu machen, wurden Dokumentarfilme wie der 2015 erschienene ThuleTuvalu gedreht. Ziel des Films, der die Auswirkungen der Erderwärmung auf die Bevölkerung besonders betroffener Gebiete um Thule in Nordgrönland sowie der Inselgruppe Tuvalu beschreibt, ist es, deutlich zu zeigen, welche Folgen eine Erderwärmung um 2° Celsius mit sich bringen würde.[21]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nikolai Fichtner: Wandel in der Klimapolitik. Die Wucht der Wissenschaft. In: taz vom 11. Oktober 2007 (online).
  • Sybille Bauriedl (Hrsg.): Wörterbuch Klimadebatte. Transcript, Bielefeld 2015, ISBN 978-3-8376-3238-5.
  • Richard Brand, Thomas Hirsch: Was heißt Klimagerechtigkeit? Vom Prinzip zur politischen Praxis. In: Jahrbuch Gerechtigkeit, Band 5 (Menschen – Klima – Zukunft?), 2012, S. 62–71 (PDF).
  • Felix Ekardt: Theorie der Nachhaltigkeit. Rechtliche, ethische und politische Zugänge – am Beispiel von Klimawandel, Ressourcenknappheit und Welthandel. Nomos, Baden-Baden 2011, ISBN 978-3-8329-6032-2.
  • Felix Ekardt (Hrsg.): Klimagerechtigkeit. Ethische, rechtliche, ökonomische und transdisziplinäre Zugänge. Metropolis Verlag, Marburg 2012, ISBN 978-3-89518-901-2.
  • Anton Leist: Klimagerechtigkeit. In: Information Philosophie, Band 5, 2011 (PDF).
  • Theodor Rathgeber: Klimawandel verletzt Menschenrechte. Über die Voraussetzungen einer gerechten Klimapolitik. Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 2009, ISBN 978-3-86928-011-0 (PDF).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Siehe z. B. Theodor Rathgeber, Hrsg. Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 2009, boell.de: Klimawandel verletzt Menschenrechte, S. 32: „An mehreren Stellen war bereits von „besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen“ die Rede. Es gibt dazu keine abschließende Definition, aber im Kontext Klimawandel zählen dazu u. a. Nomaden, familienwirtschaftende Fischer, Regen- und Wanderfeldbauern, Subsistenzbauern, Slumbewohner, marginalisierte Bewohner in Flussregionen und an Küsten, Angehörige indigener Völker und ethnischer Minderheiten, Menschen mit Behinderungen, Frauen, Kinder und Senioren, soweit sie unmittelbar dem Wetterrisiko ausgesetzt sind und nur geringe eigene Mittel zu Verfügung haben, sich an das veränderte Klima anzupassen.“
  2. Noah S. Diffenbaugh, Marshall Burke: Global warming has increased global economic inequality. In: PNAS - Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, 14. Mai 2019, abgerufen am 24. November 2020 (englisch).
  3. Sandy Hildebrandt: Was ist Klimagerechtigkeit? In: 350.org. 350.org, 11. Februar 2016, abgerufen am 24. November 2020.
  4. Hendrik Sander: DIE KLIMAGERECHTIGKEITSBEWEGUNG IN DEUTSCHLAND ENTWICKLUNG UND PERSPEKTIVEN. In: Die Klimagerechtigkeits-Bewegung in Deutschland Entwicklung und Perspektiven. Studie von Hendrik Sander. Rosa-Luxemburg-Stiftung, November 2016, abgerufen am 24. November 2020.
  5. Mitzi Jonelle Tan, Disha A Ravi, Laura Veronica Muñoz, Eyal Weintraub, Nicole Becker, Kevin Mtai: As young people, we urge financial institutions to stop financing fossil fuels. In: Climate Home News. 9. November 2020, abgerufen am 24. November 2020.
  6. Marina Strasser: Was hat Klimaschutz mit Rassismus zu tun? Klimareporter.in, 14. Juni 2020, abgerufen am 24. November 2020.
  7. Almut Arneth (Germany), Humberto Barbosa (Brazil), Tim Benton (United Kingdom), Katherine Calvin (The United States of America), Eduardo Calvo (Peru), Sarah Connors (United Kingdom), Annette Cowie (Australia), Edouard Davin (France/Switzerland), Fatima Denton (The Gambia), Renée van Diemen (The Netherlands/United Kingdom), Fatima Driouech (Morocco), Aziz Elbehri (Morocco), Jason Evans (Australia), Marion Ferrat (France), Jordan Harold (United Kingdom), Eamon Haughey (Ireland), Mario Herrero (Australia/Costa Rica), Joanna House (United Kingdom), Mark Howden (Australia), Margot Hurlbert (Canada), Gensuo Jia (China), Tom Gabriel Johansen (Norway), Jagdish Krishnaswamy (India), Werner Kurz (Canada), Christopher Lennard (South Africa), Soojeong Myeong (Republic of Korea); Nagmeldin Mahmoud (Sudan), Valérie MassonDelmotte (France), Cheikh Mbow (Senegal), Pamela McElwee (The United States of America), Alisher Mirzabaev (Germany/Uzbekistan), Angela Morelli (Norway/Italy), Wilfran Moufouma-Okia (France), Dalila Nedjraoui (Algeria), Suvadip Neogi (India), Johnson Nkem (Cameroon), Nathalie De Noblet-Ducoudré (France), Lennart Olsson (Sweden), Minal Pathak (India), Jan Petzold (Germany), Ramón Pichs-Madruga (Cuba), Elvira Poloczanska (United Kingdom/Australia), Alexander Popp (Germany), Hans-Otto Pörtner (Germany), Joana Portugal Pereira (United Kingdom), Prajal Pradhan (Nepal/Germany), Andy Reisinger (New Zealand), Debra C. Roberts (South Africa), Cynthia Rosenzweig (The United States of America), Mark Rounsevell (United Kingdom/Germany), Elena Shevliakova (The United States of America), Priyadarshi Shukla (India), Jim Skea (United Kingdom), Raphael Slade (United Kingdom), Pete Smith (United Kingdom), Youba Sokona (Mali), Denis Jean Sonwa (Cameroon), Jean-Francois Soussana (France), Francesco Tubiello (The United States of America/Italy), Louis Verchot (The United States of America/Colombia), Koko Warner (The United States of America/Germany), Nora Weyer (Germany), Jianguo Wu (China), Noureddine Yassaa (Algeria), Panmao Zhai (China), Zinta Zommers (Latvia).: IPCC Special Report on Climate Change, Desertification, Land Degradation, Sustainable Land Management, Food Security, and Greenhouse gas fluxes in Terrestrial Ecosystems Summary for Policymakers Approved Draft. ipcc - intergovernmental panel on climate change, 7. August 2019, abgerufen am 24. November 2020 (englisch).
  8. Selbstreflexion - Ende Gelände. In: www.ende-gelaende.org. Abgerufen am 24. November 2020.
  9. Bundeskanzlerin Merkel startet eine neue Klima-Initiative. Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, 30. August 2007.
  10. Wie der Klimaschutz organisiert werden soll (Memento vom 11. Oktober 2007 im Internet Archive), BundesregierungONLINE vom 9. Oktober 2007.
  11. Stephen Leonard: Die Umweltverschmutzer sollen für die Folgen des Klimawandels zahlen Dort heißt es z. B.: „Laut Angaben einer von dem Wissenschaftler Rick Heede im Jahr 2013 durchgeführten Studie können beinahe zwei Drittel der seit den 1750er Jahren ausgestoßenen Kohlendioxid-Emissionen auf nur 90 der größten Produzenten von fossilen Brennstoffen und Zement zurückgeführt werden, von denen sich die meisten immer noch im Geschäft befinden.“
  12. Siehe z. B. die moralphilosophischen Überlegungen von Anton Leist in Anton Leist: Klimagerechtigkeit. Dort heißt es auf S. 1: „Für viele, die sich dem ethischen Problem des Klimawandels zum ersten Mal nähern, steht das historische Verantwortungsprinzip im Vordergrund. Dabei wird allerdings leicht übersehen, welche ungewöhnlichen Hindernisse der Moral gegenüberstehen, wenn sie auf Kollektive und auf generationenübergreifende Zeiträume angewandt wird.“
  13. Website des Symposiums Global Sustainability – A Nobel Cause vom 8. bis 10. Oktober 2007 in Potsdam.
  14. Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (Klimarahmenkonvention). (unfccc.int [PDF; 54 kB]).
  15. Klimarahmenkonvention, Art. 4 (2) a)
  16. Klimarahmenkonvention, Art. 11 (2)
  17. Annalisa Savaresi: The Paris Agreement: a new beginning? In: Journal of Energy & Natural Resources Law. Band 34, 1: Climate Change Justice: Challenges and Opportunities, 28. Januar 2016, doi:10.1080/02646811.2016.1133983.
  18. a b Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich des Petersberger Klimadialogs IV „Shaping the Future“, 6. Mai 2013, abgerufen am 26. Mai 2013.
  19. Petersberger Klimadialog IV „Shaping the Future“, 6. Mai 2013, sowie Überblick zu den Klimadialogen I–IV.
  20. United Nations High Commissioner for Refugees: Refworld | Adivasi Women: Engaging with Climate Change. S. 6–7, abgerufen am 18. September 2020 (englisch).
  21. ThuleTuvalu – Beeindruckender Dokumentarfilm über die globale Klimaproblematik (ab 13. August im Kino). In: forum-csr.net. www.forum-csr.net, abgerufen am 8. Oktober 2015.