Stephan Lessenich

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Stephan Lessenich (* 1965 in Stuttgart) ist ein deutscher Soziologe. Er war von 2013 bis 2017 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Soziologie.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lessenich studierte in den Jahren 1983 bis 1989 Politikwissenschaft, Soziologie sowie Geschichte an der Philipps-Universität Marburg. 1993 erfolgte seine Promotion an der Universität Bremen. Er war von 1999 bis 2001 Habilitationsstipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft und habilitierte sich 2002 an der Universität Göttingen für das Fach Soziologie.

Ab 2004 war er Professor für Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Zum Wintersemester 2014/2015 wurde er als ordentlicher Professor an das Institut für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität München berufen.

Seine Arbeitsgebiete sind die politische Soziologie sozialer Ungleichheit, vergleichende Makrosoziologie, Wohlfahrtsstaatsforschung, Kapitalismustheorie und Alterssoziologie.

Lessenich ist geschieden und Vater eines Sohnes.[1] Mitte 2017 war er an der Gründung der Partei mut beteiligt und wurde einer ihrer Gründungsvorsitzenden.[2]

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wohlfahrtsstaat, Arbeitsmarkt und Sozialpolitik in Spanien. Eine exemplarische Analyse postautoritären Wandels. Leske und Budrich, Opladen 1995, ISBN 3-8100-1367-6 (zugleich Dissertation, Universität Bremen, 1993).
  • Dynamischer Immobilismus. Kontinuität und Wandel im deutschen Sozialmodell. Campus, Frankfurt am Main/New York 2003, ISBN 3-593-37376-9 (zugleich Habilitationsschrift, Universität Göttingen, 2001).
  • Die Neuerfindung des Sozialen. Der Sozialstaat im flexiblen Kapitalismus. Transcript, Bielefeld 2008, ISBN 978-3-89942-746-2.
  • mit Hartmut Rosa und Klaus Dörre: Soziologie – Kapitalismus – Kritik: Eine Debatte. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-518-29523-6.
  • Theorien des Sozialstaats zur Einführung. Junius, Hamburg 2012, ISBN 978-3-88506-699-6.
  • mit Tina Denninger, Silke van Dyk und Anna Richter: Leben im Ruhestand. Zur Neuverhandlung des Alters in der Aktivgesellschaft. Transcript, Bielefeld 2014, ISBN 978-3-8376-2277-5.
  • Stephan Lessenich zu Paul Lafargue: Das Recht auf Faulheit. Laika Verlag, Hamburg, ISBN 978-3-942281-54-6.
  • redigiert mit Mario Neumann, Thomas Seibert, Andrea Ypsilanti: Anders regieren? Von einem Umbruch, der ansteht, aber nicht eintritt. Hrsg. vom Institut Solidarische Moderne. VSA-Verlag, Hamburg 2014, ISBN 978-3-89965-604-6.
  • mit Jens Borcher: Claus Offe and the critical theory of the capitalist state, New York;London: Routledge 2016, ISBN 978-1-138-88742-8.
  • Neben uns die Sintflut. Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis. Hanser, Berlin 2016, ISBN 978-3-44625-295-0.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. zeitzuhandeln-bayern.de, abgerufen am 30. März 2017
  2. http://www.sueddeutsche.de/bayern/neugruendung-stamms-neue-partei-heisst-mut-1.3532265
  3. Stephan Lessenich, Website der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, abgerufen am 21. November 2016.
  4. Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates, Website von Attac, abgerufen am 21. November 2016.
  5. Gremien, Website der Schader-Stiftung, abgerufen am 21. November 2016.
  6. Wissenschaftlicher Beirat, Website des Netzwerks Grundeinkommen, abgerufen am 21. November 2016.