Verlag Eugen Ulmer

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Eugen Ulmer KG
Logo
Rechtsform Kommanditgesellschaft
Gründung 1868
Sitz Stuttgart, Deutschland
Leitung Matthias Ulmer (Geschäftsführer und Komplementär)[1]
Mitarbeiter 160[2]
Branche Buchhandel, Verlag
Website www.ulmer-verlag.de

Der Verlag Eugen Ulmer ist ein Verlag mit Sitz in Stuttgart. Der Verlagsschwerpunkt liegt auf dem Themenbereich Natur (insbesondere Garten und Pflanzen, Garten- und Landschaftsbau, Landwirtschaft, Nutz- und Heimtiere, Veterinärmedizin, Ökologie und Naturschutz sowie Forstwirtschaft).

Die Verlagsanfänge reichen bis 1868 zurück, als Eugen Ulmer von der Dorn'schen Buchhandlung in Ravensburg ein kleines Fachprogramm für Obstbau erwarb. 1874 verlegte er den Sitz nach Stuttgart und entwickelte den Verlag zu einem Fachverlag für Landwirtschaft und Gartenbau. Zum Ende des 19. Jahrhunderts übernahmen zwei seiner Söhne, Eugen Ulmer jun. und Richard Ulmer, die Verlagsführung. Letzterer baute den Verlag nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg neu auf. Nach dessen Tod übernahm der Enkel des Verlagsgründers Roland Ulmer die Leitung und erweiterte das fachliche Spektrum. Nach 1990 ging der DDR-Verlag Neumann im Verlag Eugen Ulmer auf, in der Folge wurden auch Fachbuchsparten anderer Verlage (u. a. Parey, BLV Verlag[3], Random House[4]) übernommen.

Im Jahr 2007 zu seinem 70. Geburtstag übergab Roland Ulmer dann die alleinige Geschäftsführung an seinen jüngsten Sohn Matthias Ulmer.

Das Buchprogramm umfasst etwa 1000 lieferbare Titel, hinzu kommen mehr als 20 Fachzeitschriften.

Les Editions Eugen Ulmer, Paris[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1993 gründete Matthias Ulmer in Paris eine Verlagstochter, Les Editions Eugen Ulmer. Mit 14 Mitarbeitern (Stand 2016) gehört Les Editions Eugen Ulmer nach eigener Aussage zu einem der führenden Verlage Frankreichs beim Thema Garten.[5]

Elektronische Bibliothekskopien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verlag versuchte, der TU Darmstadt das Bereithalten deren Bücher in elektronischer Form innerhalb der Bibliothek zu untersagen. In höchstrichterlicher Entscheidung (EuGH C-117/13)[6] wurde klargestellt, dass Bibliotheken für ihre Leseplätze so verfahren dürfen, wenn sichergestellt ist, dass weitere elektronische Kopien nicht ermöglicht werden.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eugen Ulmer KG, Impressum. Verlag Eugen Ulmer, abgerufen am 16. Januar 2015.
  2. Verlag Eugen Ulmer: Über uns. Verlag Eugen Ulmer, abgerufen am 16. Januar 2015.
  3. Meldung buchmarkt.de, 24. Januar 2002
  4. Meldung buchmarkt.de, 6. Dezember 2002
  5. Ulmer Unternehmensseite
  6. Originaltext des Urteils
  7. EuGH-Urteil zu Urheberrecht: Bibliotheken dürfen ihre Werke digitalisieren. – EuGH, Urteil vom 11.09.2014 (C-117/13): Mitgliedstaaten dürfen Bibliotheken Digitalisierung von Büchern gestatten