Verband Deutscher Zeitschriftenverleger

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Dieser Artikel beschreibt eine Organisation von Zeitschriftenverlegern. Überschneidungen bestehen mit einem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger, einer Organisation mit dem Schwerpunkt Tages- und Wochenpresse.
Verband Deutscher Zeitschriftenverleger
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Rechtsform Eingetragener Verein
Gründung 27. September 1949
Ort Berlin, Haus der Presse
Präsident Stephan Holthoff-Pförtner
Geschäftsführer Stephan Scherzer
Mitglieder fünf Landesverbände
Website http://www.vdz.de/

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) ist der Dachverband der Deutschen Zeitschriftenverleger. Der VDZ ist ein eingetragener Verein in Berlin. Ihm gehören fünf Landesverbände an. Im VDZ sind rund 400 Verlage organisiert, die zusammen mehr als 3.500 Zeitschriften verlegen. Von 1997 bis 2016 war Hubert Burda Präsident des Verbandes, Geschäftsführer ist seit 2012 Stephan Scherzer.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1929 wurde der Reichsverband Deutscher Zeitschriften-Verleger e. V. gegründet. 1949 gründete sich der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) als Zusammenschluss von fünf Landesverbänden. Im Jahr 2000 zog der VDZ aus der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn nach Berlin in das "Haus der Presse".

Im Zuge der Nominierung von Stephan Holthoff-Pförtner (Miteigentümer der Funke Mediengruppe) für das Amt des VDZ-Präsidenten kam es im VDZ zu Diskussionen. Mitte November 2016 kündigten Gruner + Jahr, die Media Group Medweth, der Spiegel-Verlag und der Zeitverlag ihre Mitgliedschaft im 'Fachverband Publikumszeitschriften' des VDZ.[1][2]

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ziel ist es, die Zeitschriftenverleger in der Erfüllung ihrer wirtschaftlichen, kulturellen und berufsständischen Aufgaben zu vertreten und zu fördern. Er vertritt die Zeitschriftenverlage in der Öffentlichkeit wie auch gegenüber Bundesregierung, Parlament und Behörden sowie europäischen Institutionen. Er kümmert sich um die Ausbildung des Nachwuchses in den Zeitschriftenverlagen, erstellt Rechtsgutachten, erteilt Auskünfte und widmet sich der Pflege internationaler Beziehungen. Als Arbeitgeberverband führt der VDZ im Namen und Auftrag seiner Landesverbände bundesweit Tarifverhandlungen für Redakteure und berät die Verlage bei Tarifanwendungen.

Im Jahr 1993 gründete der VDZ mit der VDZ Zeitschriftenakademie eine eigene Weiterbildungseinrichtung. Ihr Auftrag ist die Qualifizierung der Mitarbeiter aller dem Verband angeschlossenen Verlage.

Im Jahr 2008 gründete der VDZ die Deutschlandstiftung Integration. Die Stiftung mit Sitz in Berlin will „Toleranz und Austausch zwischen Menschen mit unterschiedlichem nationalen, kulturellen und sozialen Hintergrund“ fördern.

Dienstleistung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Dienstleistungsverband bietet der VDZ den Verlagen über seine drei Fach- und seine fünf Landesverbände ein breites Spektrum an Serviceleistungen. Über 300 ehrenamtlich tätige Experten aus Mitgliedsverlagen stellen dem Verband ihr Wissen und ihre Erfahrung in Arbeitsgruppen, Ausschüssen und in der Aus- und Fortbildung zur Verfügung. Mit seiner Lobbyarbeit für die Arbeitgeberseite setzt sich der VDZ auf Gesetzgeberseite dafür ein, dass die Verleger unter optimalen Rahmenbedingungen arbeiten können. Informationsdienste halten die Mitglieder über aktuelle Themen, Entwicklungen der Branche sowie über die Aktivitäten des Verbandes auf dem Laufenden.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plakat des VDZ für das Leistungsschutzrecht für Presseverleger (mit Gegenplakat), 2013

Als Wirtschaftsverband beteiligt sich der Verband auf deutscher und europäischer Ebene an der Gestaltung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Zeitschriftenverleger. Der VDZ sorgt dafür, dass die Belange der Zeitschriftenverleger in Gesetzen und Verordnungen berücksichtigt werden und in der Zusammenarbeit mit den Marktpartnern Brancheninstrumente, betriebswirtschaftliche Standards und Verfahren zur Leistungsmessung entwickelt werden. Der VDZ setzt sich politisch für das Leistungsschutzrecht für Presseverleger ein.[3] Der Verband verhandelt mit der Deutschen Post über angemessene Produkte und Preise beim Postvertrieb. Außerdem ist er Teil des Gesellschafterkreises der 1949 gegründeten Presse-Versorgung, einer Versorgungseinrichtung für Journalisten und Medienfachleute.

Mitgliedsverbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. zeit.de
  2. vdt.de: Fachverband Publikumszeitschriften respektiert Austritt von vier Mitgliedsverlagen
  3. http://www.vdz.de/medienpolitik-leistungsschutzrecht/