Verschraubung

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Verschraubung

Eine Verschraubung dient dem Verbinden von Einzelteilen, z. B. Schraube und Mutter.

Der Begriff wird aber insbesondere in der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik auch für Verbindungen von Schlauch- oder Rohrleitungen durch zwei Gewindestücke verwendet. Wird hierbei eine Überwurfmutter eingesetzt, die einen einseitig vorhandenen Flansch an das Gegenstück presst, dann müssen die zu verbindenden Bauteile nicht selbst gegeneinander verdreht werden.

Bei Rohrleitungsverbindungen sind Verschraubungen bis zur Nennweite DN 40 (1 1/2 Zoll[1][2]) und Nenndrücken von bis zu mehreren 100 bar einsetzbar. Gegenüber einer Flanschverbindung ist eine Verschraubung bei kleinen Rohr-Nennweiten materialsparender und einfacher herzustellen, da z. B. Schweißarbeiten entfallen.

Rohrleitungsverschraubungen bestehen in der Sanitärtechnik überwiegend aus Temperguss und Rotguss. Seit der neuen Trinkwasserverordnung werden auch häufiger Edelstahl­verschraubungen montiert.

Im Hydraulikbereich werden im europäischen Raum heute größtenteils Schneidringverschraubungen mit Mutter und Schneidring eingesetzt. Bedingt durch den vermehrten Einsatz amerikanischer und japanischer Baumaschinen setzen sich in Europa jedoch auch Verschraubungen ohne „Schneidring“ durch, bei denen die Gewindeanschlüsse zöllig (BSP oder JIC) und mit 60° (BSP) oder 74° (JIC) Dichtkonus versehen sind.

Bei Wasserinstallationen kommen je nach Rohrwerkstoff und Ausführung alternativ auch Klemmring- oder Quetschverschraubungen sowie Holländerverschraubungen zum Einsatz.

Im Lebensmittelbereich werden Rohrverschraubungen mit „Milchrohrgewinde“ nach DIN 11851[3] eingesetzt. Bei diesen Gewinden handelt es sich um einfach zu reinigende Rundgewinde nach DIN 405.[4]

In der Kältetechnik werden aufgebördelte Metallrohre mit stumpfen Konus verschraubt.

In der Elektroinstallation werden Verschraubungen eingesetzt, um Kabel zugentlastet und wasserdicht in Abzweigdosen, Verteiler o. ä. einzuführen. Bis 2004 besaßen solche Verschraubungen das PG-Gewinde.[5] Heutzutage werden sie mit metrischem Gewinde[6] gefertigt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Portal: Technik – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Technik

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DIN EN 10226: Rohrgewinde für im Gewinde dichtende Verbindungen.
  2. DIN EN ISO 228: Rohrgewinde für nicht im Gewinde dichtende Verbindungen.
  3. DIN 11851: Armaturen aus nichtrostendem Stahl für Lebensmittel und Chemie – Rohrverschraubungen zum Einwalzen und Stumpfschweißen.
  4. DIN 405: Rundgewinde allgemeiner Anwendung – Gewindeprofile, Nennmaße.
  5. DIN 40430 (zurückgezogen): Panzergewinde.
  6. DIN EN 60423: Elektroinstallationsrohrsysteme für elektrische Energie und für Informationen - Außendurchmesser von Elektroinstallationsrohren und Gewinde für Elektroinstallationsrohre und deren Zubehör.