Vilhelm la Cour

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Vilhelm la Cour (* 23. Dezember 1883 in Kongens Lyngby; † 22. Juni 1974 in Birkerød) war ein dänischer Historiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1902 war er Schüler der staatlichen Schule von Birkerød. Mit seinem erworbenen Magister wurde er Lehrer. Seit 1909 lehrte er an Schulen in Lyngby. In dieser Zeit engagierte der nationalkonservative[1] la Cour sich sehr für die südjütische Sache.[2] Er forderte vehement Zu Zeiten der Abstimmung über den Grenzverlauf 1920 forderte er, dass die Grenze südlich von Flensburg bis zur Eider verlaufen sollte; Vgl. Eiderdänen. Er galt als treibende Kraft hinter der sogenannten Flensburg-Bewegung. Diese wollte aus taktischen Gründen, dass Flensburg zusammen mit der Nordschleswigschen Zone abstimmen solle, damit es zu einer dänischen Mehrheit im Raum Flensburg käme.[3] 1928 war er an der Universität von Kopenhagen. Seine Dissertation von 1927 beschäftigte sich mit den ältesten Gebäuden Seeland. Durch seine erfolgreiche Doktorarbeit erlangte er den akademischen Grad des Dr. phil. Ende der 1930er Jahre gab er den Doppelband „Dänemarks Geschichte 1-2“ (1937–1940) heraus, in dem er sich auch der neueren dänischen Geschichte widmete.[4]

Bis 1940 war la Cour Mitglied der Konservativen Volkspartei. Da er dagegen war, dass sich seine Partei an der neuen Koalitionsregierung beteiligte, trat er aus. Danach sympartisierte er mit der nationalistischen Dansk Samling.[5][6] Während des Zweiten Weltkrieges sprach la Cour sich, als dänischnationaler Historiker gegen das nationalsozialistische Regime aus, und ermunterte die Menschen Widerstand gegen die deutsche Besatzungsmacht zu leisten.[7] Daher verlor er m Jahr 1942 seine Anstellung an der Staatsschule Birkerød. Zudem wurde er zu 80 Tage Strafe verurteilt und anschließend inhaftiert. Im folgenden Jahr ging er in den Untergrund und flüchtete 1944 nach Schweden, wo er sich der dänischen Brigade anschloss.[8] Nach dem Krieg erhielt er seinen Lehrauftrag in Birkerød zurück und behielt ihn bis 1949. Er veröffentlichte des Weiteren das dreibändige Werk „Dänemark während der Besatzung“.[9]

Verschiedenes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Flensburgs Stadtteil Weiche benannte man den Vilhelm-la-Cour-Weg nach ihm.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Niels Wium Olesen, Jakob Sørensen, Claus Bundgård Christensen und Joachim Lund: Danmark besat. Krig og Hverdag. Kopenhagen 2015, Abschnitt über Vilhelm la Cour
  2. Vimu. Vilhelm la Cour, abgerufen am: 13. Januar 2018
  3. Vimu. Vilhelm la Cour sowie Flensburg-Bewegung, abgerufen am: 13. Januar 2018
  4. Vimu. Vilhelm la Cour, abgerufen am: 13. Januar 2018
  5. John Gilmour und Jill Stephenson: Hitler's Scandinavian Legacy. London und New York 2013, Chapter: Censorship
  6. Udtalelse ved samlingsregeringens dannelse 8. juli 1940, abgerufen am: 13. Januar 2018
  7. Vimu. Vilhelm la Cour, abgerufen am: 13. Januar 2018
  8. Vimu. Vilhelm la Cour, abgerufen am: 13. Januar 2018
  9. Vimu. Vilhelm la Cour, abgerufen am: 13. Januar 2018