Vincent Eltschinger

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Vincent Eltschinger (* 1970 in der Schweiz) ist ein Schweizer Indologe und Buddhismuskundler, der sich schwerpunktmäßig mit klassischer buddhistischer Philosophie, etwa der erkenntnistheoretisch-logischen Tradition des Buddhismus (Yogacara) beschäftigt.

Er studierte Buddhismuskunde an der Universität Lausanne und wurde dort 2003 promoviert. 2014 habilitierte er sich an der Universität Wien. Von April 2014 bis Oktober 2015 leitete er das Institut für Kultur- und Geistesgeschichte Asiens (IKGA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, wo er seit 2003 tätig war, als interimistischer Direktor. Außerdem unterrichtete er als Gastprofessor an den Universitäten Wien, Leiden, Budapest und Leipzig. Fachlich hat sich Vincent Eltschinger vor allem als Interpret des indischen Philosophen Dharmakirti (6.–7. Jh.) und mit der Erörterung des Selbst (ātman, pudgala) im Buddhismus einen Namen gemacht.

2015 wurde Eltschinger zum korrespondierenden Mitglied im Inland der philosophisch-historischen Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gewählt. Im gleichen Jahr erhielt er einen Ruf als Professor an die École Pratique des Hautes Études in Paris und beendete damit seine Schaffenszeit in Wien.

Wichtige Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Buddhist Epistemology as Apologetics: Studies on the History, Self-understanding and Dogmatic Foundations of Late Indian Buddhist Philosophy. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 2014
  • Penser l'autorité des Écritures: La polémique de Dharmakirti contre la notion brahmanique orthodoxe d'un Veda sans auteur. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 2007
  • Dharmakīrti sur les mantra et la perception du supra-sensible. Wien: Arbeitskreis für tibetische und buddhistische Studien, Universität Wien, 2001
  • "Caste" et philosophie bouddhique: Continuité de quelques arguments bouddhiques contre le traitement réaliste des dénominations sociales. Wien: Arbeitskreis für tibetische und buddhistische Studien, Universität Wien, 2000

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]