Virginia Rappe

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Virginia Rappe, um 1920

Virginia Rappe (eigentlich Virginia Caroline Rapp, * 7. Juli 1891 in New York City; † 9. September 1921 in San Francisco, Kalifornien) war eine US-amerikanische Stummfilmschauspielerin. Sie wirkte in elf Stummfilmen mit, unter anderem in His Wedding Night von Roscoe Arbuckle.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie war die Tochter von Mabel Rapp und einem unbekannten Vater. Als ihre Mutter starb, war sie erst elf Jahre alt. Daraufhin lebte sie eine Zeit lang bei Verwandten in Chicago und mit sechzehn Jahren begann sie als Modell für Warenhäuser zu arbeiten. Schließlich ging sie nach Kalifornien und hatte Gelegenheitsjobs bei den Keystone Studios. Erste Filmerfahrungen machte sie als Statistin, bis sie unter der Regie von Fred J. Balshofer im Jahr 1917 die romantische Komödie Paradise Garden drehte. Ihre Filmpartner waren u. a. Harold Lockwood, Vera Sisson und William Clifford. Bis 1921 folgten acht weitere Filme.

Sie starb an einer Peritonitis nach einer Party, auf der Arbuckle der Gastgeber war. Ihr Verlobter, der Regisseur Henry Lehrman, machte Arbuckle deswegen große Vorwürfe und für Rappes Tod verantwortlich.[1] Die Untersuchungen ihrer Todesumstände zusammen mit dem sich darüber entfachenden Medienrummel gingen als der Arbuckle-Skandal in die Filmgeschichte ein und sorgten für das Ende der Karriere Arbuckles in der Filmbranche. Sie wurde auf dem Hollywood Forever Cemetery beigesetzt.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1917: Paradise Garden
  • 1918: Wild Women and Tame Lions (Kurzfilm)
  • 1919: His Musical Sneeze (Kurzfilm)
  • 1920: A Twilight Baby (Kurzfilm)
  • 1920: An Adventuress
  • 1920: The Kick in High Life (Kurzfilm)
  • 1920: Wet and Warmer (Kurzfilm)
  • 1921: The Punch of the Irish (Kurzfilm)
  • 1921: A Game Lady (Kurzfilm)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Virginia Rappe – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rudolf Ulrich: Österreicher in Hollywood. Neuauflage. Verlag Filmarchiv Austria, Wien 2004, ISBN 3-901932-29-1, S. 288.