Volkswirt

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Volkswirte sind Absolventen eines Studiums der Volkswirtschaftslehre. Sie gehören zur Gruppe der Wirtschaftswissenschaftler.

Studium[Bearbeiten]

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Das Studium der Volkswirtschaftslehre erfolgt hauptsächlich an Universitäten. Daneben ist es auch an einigen Fachhochschulen möglich, (Angewandte) Volkswirtschaftslehre zu studieren.

Seit Beginn des Bologna-Prozesses im Jahr 1999 besteht das Studium aus einem grundständigen Bachelorstudiengang (Abschluss B. A. oder B. Sc.) mit einer Regelstudienzeit von sechs Semestern, an den ein viersemestriges Masterstudium (M. A., M. Sc.) angeschlossen werden kann. Das Bachelorstudiums umfasst vor allem die Grundlagenfächer wie Mikro- und Makroökonomie, Wirtschaftsmathematik, Wirtschaftsrecht und Ökonometrie. Im Masterstudium kommen Fächer wie Wirtschaftspolitik, Wirtschaftstheorie und Finanzwissenschaft sowie Wahlpflichtfächer (wie Wirtschaftsgeschichte oder Wirtschaftsinformatik) hinzu, die eine Schwerpunktsetzung ermöglichen. Wenn die Voraussetzung der jeweiligen Promotionsordnung erfüllt sind (z. B. guter Masterabschluss), kann an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen danach mit einer wirtschaftswissenschaftlichen Dissertation eine Promotion angestrebt werden.

Vor dem Bologna-Prozess bestand das Studium im deutschsprachigen Raum üblicherweise aus einem durchgängigen Studiengang. Mit dessen Abschluss wurde in der Regel in Deutschland ein Diplom (an Fachhochschulen mit dem Zusatz „(FH)“), in Österreich ein Magister und in der Schweiz ein Lizenziat erworben.

Das Studium der wirtschaftlichen Wissenschaften erlangte um 1850 eine größere Popularität. Die "Volkswirtschaftslehre" wurde zunächst in bestehende Studiengänge wie den Studiengang "Nationalökonomie" eingegliedert. 1923 wurde der Studiengang "Nationalökonomie" angepasst und in den Studiengang "Volkswirtschaftslehre" inklusive des akademischen Abschlussgrads "Diplom-Volkswirt" umgewandelt. Damit sollte den Bedürfnissen der Wirtschaft mehr entsprochen werden. In Anlehnung an den Diplom-Volkswirt wurde 1924 der akademische Grad "Diplom-Kaufmann" eingeführt (siehe dazu den Artikel Historische Entwicklung des Diplom-Kaufmanns).[1]:154

Berufsfelder[Bearbeiten]

Die meisten Volkswirte arbeiten bei Unternehmen in der freien Wirtschaft, bei Banken und bei Versicherungen. Häufig ist auch eine Beschäftigung bei Unternehmensberatungen, Verbänden, Gewerkschaften, Kammern (wie IHK, HWK, WKO) sowie in der öffentlichen Verwaltung. Ein kleinerer Teil der Absolventen bleibt in der Wissenschaft.

Außerdem können Volkswirte nach entsprechender Prüfung angestellt oder freiberuflich als Steuerberater und Wirtschaftsprüfer tätig werden.

Statistik[Bearbeiten]

Im Jahr 2005 gab es in Deutschland zirka 100.000 erwerbstätige Volkswirte.[2] Von 1999 bis 2011 hat sich die Anzahl der beschäftigten Volkswirte in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen von 65.989 auf 92.653 erhöht (Selbstständige nicht mitgezählt).[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dr. W. Prion: Die Lehre vom Wirtschaftsbetrieb. Buch 1: Der Wirtschaftsbetrieb im Rahmen der Gesamtwirtschaft. Julius Springer Berlin, 1935
  2. Informationsdienst des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (Herausgeber; www.wiwiss.fu-berlin.de): Die Multitalente. Jahrgang 34, 12. Juni 2008. ISSN 0344-919X.
  3. ulmato Bewerbungsportal mit Bezug auf IAB Forschungsgruppe Berufliche Arbeitsmärkte