Volme-, Nahmer- und Lennetalschluchten

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Volme-, Nahmer- und Lennetalschluchten
Im Nahmertal
Im Nahmertal
Systematik nach Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands
Großregion 1. Ordnung Mittelgebirgsschwelle
Großregion 2. Ordnung Rheinisches Schiefergebirge
Haupteinheitengruppe 33 →
Süderbergland
Über-Haupteinheit 336 →
Westsauerländer Oberland
Region 4. Ordnung
(Haupteinheit)
3361
Märkisches Oberland
Naturraum 3361.2
Volme-, Nahmer- und Lennetalschluchten
Geographische Lage
Koordinaten 51° 21′ 40″ N, 7° 34′ 38″ OKoordinaten: 51° 21′ 40″ N, 7° 34′ 38″ O
Volme-, Nahmer- und Lennetalschluchten (Nordrhein-Westfalen)
Volme-, Nahmer- und Lennetalschluchten
Lage Volme-, Nahmer- und Lennetalschluchten
Gemeinde Hagen
Kreis Märkischer Kreis
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland

Die Volme-, Nahmer- und Lennetalschluchten sind eine naturräumliche Einheit mit der Ordnungsnummer 3361.2 und umfassen laut dem Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands die Haupt- und Nebentäler der Volme zwischen Lüdenscheid-Oberbrügge und Hagen-Dahl (einschließlich des Hälvertals zwischen Halver und Schalksmühle), des Nahmerbachs zwischen der Quelle bei Schalksmühle-Sonnenscheid und Hagen-Hohenlimburg und der Lenne zwischen Altena und Nachrodt-Wiblingwerde (einschließlich des Rahmedetals zwischen Lüdenscheid und Altena und dem Nettetal). Der Stadtkern von Hohenlimburg südlich der Lenne liegt ebenfalls im Naturraum.[1]

Sie sind Bestandteil des Altenaer Sattels (3361.0-5), der jenseits der strengen hierarchischen Gliederung der Naturräume als Zwischeneinheit sechs der neun Naturräume (eben 3361.0 bis 3361.5) und damit zwei Drittel der Fläche der Haupteinheit Märkisches Oberland zu einer geologischen Einheit zusammenfasst.[1]

Die Schluchten sind tief in die Rumpfhochflächen des Märkischen Oberlands (3361) eingeschnitten und reich gegliedert. Die Schluchttalsysteme besitzen schroffe Hänge, durchschneiden mit zahlreichen Seitenkerben vielfach den Remscheid-Altenaer Sattel und weisen steile Böschungen mit meist über 20° Neigung mit spärlichen Bodendecken auf. Die Hangsporne sind scharf zugeschnitten, an den Füßen der Hänge befindet sich grober Hangschutt. Geologisch sind die Schluchten vorwiegend in dem Grauwackensandsteinen und Flaserschiefern der Mühlenberg-, Höbrecker- und Hohenhofer Schichten des Eifeliums eingerissen.[1]

In den engen Tälern wachsen bodenständige Schluchtwälder, an den Hängen dominieren Eichenwälder oder Eichen-Buchen Mischwälder.[1]

Die Schluchten unterscheiden sich klimatisch von den Hülscheider Hochflächen (3361.3), der Breckerfelder Hochfläche (3361.2), der Ihmerthochfläche (3361.4) und den Halver-Lüdenscheider Hochflächen (3361.6), in denen sie eingeschnitten sind. Sie sind verglichen mit ihnen windgeschützt und milder, dafür aber auch schattig-feucht und anfällig für Bodennebel, der nach kalten Strahlungsnächten aufgrund der Abzugsbahnen von oben einströmenden Kaltluft entsteht. Die gewundenen Talsohlen sind unterschiedlich breit und streckenweise von Diabasgängen oder Quarzitbänken stark eingeengt. Der Grund besteht aus Schottern, die aufgrund von Hochfluten mit Lehmen überdeckt sind. Das starke Gefälle der Fließgewässer hat die Ansiedlung protoindustrieller Wassermühlen und Hammerwerke begünstigt, aus denen sich die reichhaltige Kleineisenindustrie der Region entwickelte.[1]

Neben der Volme, dem Nahmerbach und der Lenne gehören die Täler folgender Fließgewässer zu dem Naturraum:[1]

  • Volme
  • Nahmer
  • Lenne

Naturräumliche Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Volme-, Nahmer- und Lennetalschluchten untergliedern sich wie folgt in die kleinteiligeren Naturräume:[1]

  • 3361.2 Volme-, Nahmer- und Lennetalschluchten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands: Blatt 110: Arnsberg (Martin Bürgener) 1969; 80 S. und Digitalisat der zugehörigen Karte (PDF; 5,58 MB)