Wülfingerode

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Wülfingerode
Gemeinde Sollstedt
Wappen von Wülfingerode
Koordinaten: 51° 24′ 39″ N, 10° 30′ 56″ O
Höhe: 255 m ü. NN
Einwohner: 512 (31. Dez. 2009)
Eingemeindung: 1. Mai 1996
Postleitzahl: 99759
Vorwahl: 036338
Wülfingerode (Thüringen)
Wülfingerode

Lage von Wülfingerode in Thüringen

St.-Elisabeth-Kirche
St.-Elisabeth-Kirche

Wülfingerode ist ein Ortsteil der Gemeinde Sollstedt im Landkreis Nordhausen in Thüringen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rittergut Wülfingerode um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Wülfingerode liegt im Tal der Wipper, umgeben wird der Ort von dem bewaldeten Höhenzug Hainleite und dem Ohmgebirge, dessen südöstliche Ausläufer die Bleicheröder Berge sind. In unmittelbarer Nachbarschaft verläuft die Bundesautobahn 38 und durch den Ortsteil die Landesstraße 3080, auch Kassler Straße genannt. Die Bahnstrecke Nordhausen-Worbis führt durch das Wippertal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1154 wurde das Dorf Wülfingerode erstmals urkundlich als Wluingesrode genannt.[1] Der Ort war und ist landwirtschaftlich geprägt.

Das Rittergut befand sich von 1838 bis nach 1929 im Besitz der Freiherren von Angern-Stilke und von 1936 bis zur Enteignung durch die Bodenreform 1945 im Besitz der Familie von Bismarck, zugleich mit dem Gut in Sollstedt.

Im Zweiten Weltkrieg stürzte am 29. April 1944 bei Wülfingerode nach Beschuss durch deutsche Jagdflugzeuge eine amerikanische "Fliegende Festung" vom Typ Boeing B-17 mit neun Mann Besatzung ab. Um den 9. April 1945 wurde der Ort von US-Truppen besetzt und Anfang Juli, wie ganz Thüringen, an die Rote Armee weitergegeben. Damit wurde es Teil der SBZ und ab 1949 der DDR. In den 1950er Jahren erfolgte die Zwangskollektivierung der Landwirtschaft auch in Wülfingerode.

Vom 9. April 1993 bis zum 1. Mai 1996 war der Ort Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Eichsfelder Pforte. Am 1. Mai 1996 wurde Wülfingerode nach Sollstedt eingemeindet.[2]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans von Bodenhausen (1606–1684), geboren und gestorben in Wülfingerode, dänischer Offizier und ab 1631 kursächsischer Obristwachtmeister zu Pferde

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 320
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1996

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Wülfingerode – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien