Waldstätte

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Dieser Artikel behandelt eine alte Gebietsbezeichnung in der Schweiz. Zu den vier Waldstädten am Rhein (Rheinfelden, Säckingen, Laufenburg und Waldshut) siehe Waldstädte.
Historischer Kartenausschnitt der vier Waldstätte anno 1645

Waldstätte ist seit dem Anfang des 14. Jahrhunderts der Name der Urschweiz, der sich auf die Lage der Ansiedlungen in der bewaldeten Gebirgslandschaft bezog.

Der Begriff «Waldstatt» erschien erstmals 1289 in einer Urkunde. Bis in die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts bezog sich der Begriff nur auf die drei Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden. Nach Mitte des 15. Jahrhunderts erscheint in einer Ergänzung zum Silbernen Buch des Luzerner Stadtschreibers Egloff Etterlin von 1433 der Begriff der «vier Waldstätte» – worin auch Luzern eingeschlossen ist – und bürgert sich immer weiter ein, bis er ab 1465 auch auf eidgenössischer Ebene, zum Beispiel in Abschieden (Beschlussurkunden) von Tagsatzungen oder in Chroniken und der Literatur, Verwendung findet.

Im Anschluss an diese Entwicklung wurde das Dekanat Luzern des Bistums Konstanz gegen Ende des 15. Jahrhunderts in «Vierwaldstätterkapitel» umbenannt und der «Luzerner See» seit dem 16. Jahrhundert zum «Vierwaldstättersee». Zur Zeit der Helvetik bildeten die vier Kantone Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug von 1798 bis 1802/03 den Kanton Waldstätte.

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