Walter Justus Jeep

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Walter Justus Jeep (* 13. April 1878 in Bad Harzburg; † 5. Februar 1964 in Bremen) war ein evangelischer Pfarrer und 1932/33 hoher Kirchenfunktionär der Inneren Mission. Als solcher spielte er eine Rolle im Kirchenkampf.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geboren als zweites von fünf Kindern des Rudolf Anton Jeep (Superintendent in Holzminden/Weser, Bruder des Ludwig Jeep) und seiner Ehefrau Elisabeth Delius. Besuch des Gymnasiums in Holzminden, ab 1896 Theologiestudium in Greifswald, Tübingen, Berlin, 1900 erstes theologisches Examen in Wolfenbüttel, 1902 als Kandidat an der staatl. Fürsorgeerziehungsanstalt in Bevern, 1904 zweites theologisches Examen in Wolfenbüttel, 1909 Pfarrer in Vorsfelde/Aller. 1922 Vereinsgeistlicher beim Evangelischen Verein für Innere Mission in Braunschweig, 1927 Ehrenpromotion durch die Theologische Fakultät der Universität Rostock (bei Friedrich Brunstädt), ab 22. April 1932 Erster Direktor im Central-Ausschuss für die Innere Mission als Nachfolger von G. Füllkrug, 1. Mai 1933 Eintritt in die NSDAP. Mitglied der Jungreformatorischen Bewegung, am 19. Oktober 1933 endgültiges Ausscheiden aus dem Central-Ausschuss für die Innere Mission (Nachfolger Horst Schirmacher, Deutsche Christen), dann kurzzeitig Reichsgeschäftsführer der Evangelischen Reichsfrauenhilfe in Potsdam als Nachfolger von Hans Hermenau (1933 Austritt) und Vorgänger von K. Lohmann (Eintritt 18. Februar 1934). Ab 1. April 1934 Pfarrer in Bremen an der Liebfrauenkirche (Unser Lieben Frauen). Ausschluss aus der NSDAP am 30. November 1934 aufgrund Parteigerichtsverfahrens (Gutachter Otto Heider, Präsident, und Heinrich Weidemann, Landesbischof der Landeskirche Bremen, beide Deutsche Christen), Wiederaufnahme 19. Mai 1935, ab 1936 Verhandlungsführer im Vertrauensausschuss der „Kirchlichen Arbeitsgemeinschaft Bremens“, Mitglied des „Wittenberger Bundes“ ab 1937, ab 30. September 1945 Ruhestand in Bremen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]