Walter Roemer

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Walter Roemer (* 27. August 1902; † 1985[1]) war ein deutscher Jurist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Abschluss des Gymnasiums in Aschaffenburg studierte er Jura unter anderem zwischen 1922 und 1925 an der LMU in München. Roemer war außerdem von 1936 bis 1950 Vorstandsmitglied der Stiftung Maximilianeum.

Zur Zeit des Nationalsozialismus war Roemer als Erster Staatsanwalt, Leiter der Vollstreckungsabteilung des Münchener Landgerichts, zuständig für die Realisierung volksrichterlicher Todesurteile gegen bayerische Delinquenten. Zu seinen Opfern zählten auch die Angehörigen der Weißen Rose, Sophie Scholl, Hans Scholl und Christoph Probst.

Roemer war zwischen 1945 und 1950 beim Bayerischen Staatsministerium der Justiz tätig, anschließend wechselte er zum deutschen Bundesministerium der Justiz, wo er bis zum Eintritt ins Pensionsalter 1968 Ministerialdirektor, Leiter der Abteilung für öffentliches Recht war. Ermittlungen gegen Roemer blieben ergebnislos. Die Bundesregierung erklärte im November 1987: „Roemer hatte keine Möglichkeit, die Vollstreckung solcher Urteile zu verhindern.“[2]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bundesarchiv Biographien zu Kabinettsprotokollen
  2. Jörg Friedrich: Die kalte Amnestie - NS-Täter in der Bundesrepublik Piper-Verlag, 2. Auflage 1994, ISBN 3-492-11553-5, S. 399 ff

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Martin Will: Ephorale Verfassung. Das Parteiverbot der rechtsextremen SRP von 1952, Thomas Dehlers Rosenburg und die Konstituierung der Bundesrepublik Deutschland. Mohr Siebeck, Tübingen 2017, ISBN 978-3-16-155893-1 (Biographie von Roemer auf S. 258–263).