Weddinghofen

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Weddinghofen
Stadt Bergkamen
„In Silber (Weiß) ein in drei Reihen je sechsfach geteilter in Schwarz und Gold (Gelb) geschachter Balken; darüber drei und darunter zwei schwarze aufrechte schwebende Weizenähren.“
Koordinaten: 51° 36′ 18″ N, 7° 37′ 9″ O
Höhe: 60 m
Fläche: 7,84 km²
Einwohner: 10.052 (31. Dez. 2017)
Bevölkerungsdichte: 1.282 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1966
Postleitzahl: 59192
Vorwahl: 02307
RüntheHeilOberadenWeddinghofenMitteOverbergeKarte
Über dieses Bild
Weddinghofen in Bergkamen
Gut Velmede
Gut Velmede

Weddinghofen ist seit dem 1. Januar 1966 ein Stadtteil von Bergkamen.[1]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weddinghofen grenzt unmittelbar westlich an Bergkamen-Mitte. Im Süden liegt Methler, im Westen Oberaden und im Norden Heil. Der Stadtteil liegt an der Landesstraße 664 und der Kreisstraße 9; die Bundesstraße 61 tangiert den Ort im Südwesten. Die Bundesautobahn 2 verläuft südlich des Ortskerns. Die Anschlussstelle Kamen/Bergkamen liegt auf Weddinghofer Gebiet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erwähnenswert ist das Gut Haus Velmede.[2] 1153 bestätigte Papst Eugen III. dem Kloster Cappenberg den Besitz eines Hofes in Velmede, das seit dem Jahre 1636 Sitz eines Teils der Familie von Bodelschwingh ist, der im 19. Jahrhundert zwei preußische Minister und auch Pfarrer Friedrich von Bodelschwingh der Ältere, der Gründer der Krankeneinrichtungen in Bethel bei Bielefeld, entstammten.

Ende des 19. Jahrhunderts erreichte auch der Ruhrbergbau die Gemeinde. 1890 wurde der erste Schacht für das spätere Bergwerk Zeche Monopol Schacht Grimberg 1/2 abgeteuft. Durch den hohen Arbeitskräftebedarf des Bergbaus kam es Mitte des 20. Jahrhunderts dementsprechend zu einem starken Bevölkerungsanstieg.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner[3]
1849[4] 0.356
1890 0.437
1895 0.542
1900 0.625
1905 0.716
1910[5] 0833
1912 0.840
1931[6] 0.825
1938 0.927
1946 1.699
1956[7] 5.035
1960 6.453
Jahr Einwohner
1987[8] 09.519
2000 10.188
2001 10.338
2002 10.377
2003 10.306
2004 10.242
2005 10.212
2006 10.211
2007 10.182
2008 10.082
2009 09.935
2010 09.815
Jahr Einwohner
2011 09.729
2012 09.630
2013 09.657
2014 09.666
2015 10.110
2016 10.053
2017 10.052
2018 09.972

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Silber (Weiß) ein in drei Reihen je sechsfach geteilter in Schwarz und Gold (Gelb) geschachter Balken; darüber drei und darunter zwei schwarze aufrechte schwebende Weizenähren.“

Das erst 1959 entstandene Gemeindewappen zeigt eine Kombination von märkischen Schachbalken (als Zeichen der früheren Zugehörigkeit zur Grafschaft Mark) und dem Wappen der beiden Familien von Velmede, das eine Wappen zeigt in Silber einen in drei Reihen von Schwarz und Silber geschachten Schrägbalken und das andere in Silber zehn Kornähren.[9]

Bildung und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Weddinghofen gibt es eine Grundschule und ein Gymnasium sowie das Kinder- und Jugendhaus BALU. Außerdem gibt es noch das Berufskolleg Fachschule für Technik. Sportliche Aktivitäten in vielen Bereichen bieten zahlreiche Vereine an. Darüber hinaus beherbergt der Stadtteil ein Frei- und Wellenbad, eine Eislaufhalle sowie einen Sportplatz.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 291.
  2. Haus Velmede bei GenWiki. Abgerufen am 9. Juni 2013.
  3. Auflistung der Einwohnerzahlen der Stadtteile
  4. M. F. Essellen: Beschreibung und kurze Geschichte des Kreises Hamm und der einzelnen Ortschaften in demselben. Verlag Reimann GmbH & Co, Hamm 1985, ISBN 3-923846-07-X, S. 179.
  5. Gemeindeverzeichnis 1910, Kreis Hamm. Abgerufen am 9. Juni 2013.
  6. GenWiki Amt Unna-Kamen. Abgerufen am 9. Juni 2013.
  7. Otto Lucas: Kreis-Atlas Unna. Unna/Münster 1957
  8. Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Sonderreihe zur Volkszählung 1987 in Nordrhein-Westfalen: Bevölkerung und Privathaushalte sowie Gebäude und Wohnungen. Ausgewählte Ergebnisse für Gemeindeteile. Regierungsbezirk Arnsberg. 1990, S. 290.
  9. Gemeindewappen bei Wiki Commons. Abgerufen am 9. Juni 2013.