Weißer Klarapfel

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Weißer Klarapfel
Synonyme Klarapfel
Weißer Klarapfel
Art Kulturapfel (Malus domestica)
Herkunft Lettland
Liste von Apfelsorten

Der weiße Klarapfel (kurz: Klarapfel) ist eine alte Tafelobstsorte des Kulturapfels.

Bezeichnungen[Bearbeiten]

Der Klarapfel ist unter vielen Bezeichnungen bekannt. Vermutlich auf Grund eines Missverständnisses wird er auch Klara-Apfel genannt. Da er vermutlich oft in noch nicht geerntete Felder fiel, sind auch die Namen Kornapfel, Weizenapfel, Haferapfel und Ährenapfel bekannt. Die Bezeichnungen Johannisapfel, Jakobiapfel, Augustapfel oder Sommerscheibe weisen auf die frühe Reife dieser Sorte hin.

Beschreibung[Bearbeiten]

Klaräpfel

Der Baum ist von eher schwachem Wuchs und trägt mittelgroße, kugelige Früchte, mit dünner glatter Schale und grünlich weißer bis strohgelber Farbe. Das Fruchtfleisch ist hellgelb bis weiß und saftig, wird aber nach der Ernte schnell mehlig und trocken.

Reife[Bearbeiten]

Der weiße Klarapfel ist ein Sommerapfel. Er reift in Rekordzeit, da die Blüte relativ spät, die Reifezeit der Äpfel jedoch sehr früh schon Ende Juli ist. In manchen Gegenden wird er deshalb auch als „Jakobiapfel“ bezeichnet, weil bereits um den Festtag des Heiligen Jakobus am 25. Juli die ersten Früchte reifen.

Verwendung[Bearbeiten]

Diese Sorte eignet sich gut für Apfelmus und Apfelstrudel. Da der Apfel sehr druckempfindlich und nur kurz lagerfähig ist, ist er im Erwerbsanbau unbedeutend. Apfelsaft aus Klaräpfeln ist eher ungewöhnlich, aber möglich.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Klarapfel stammt aus Riga (Lettland) aus der Gärtnerei Wagner. 1852 wurde er nach Frankreich geliefert und von dort über die Baumschule Leroy über Europa verbreitet.

Ähnliche Sorten[Bearbeiten]

Die Sorte Transparent ähnelt dem Klarapfel stark. Manche Quellen nennen sowohl weißer Transparent als auch Yellow Transparent als Synonym zum Klarapfel, andere nennen Yellow Transparent als separate Sorte.

Literatur[Bearbeiten]

  • Walter Hartmann, Eckhart Fritz: Farbatlas alte Obstsorten', Ulmer Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5672-6, S. 103.

Weblinks[Bearbeiten]