State Grid Corporation of China

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State Grid Corporation
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Rechtsform staatlich
Gründung Dezember 2002
Sitz Peking, China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China
Leitung Liu Zhenya (CEO)
Mitarbeiterzahl 927.830 (2015)[1]
Umsatz 315,20 Mrd. USD (2016)[1]
Branche Energie
Website sgcc.com

State Grid Corporation of China (SGCC) ist ein Energieunternehmen der Volksrepublik China, das für den Großteil des elektrischen Netzbetriebes in China zuständig ist. Es fand sich 2016 auf dem 2. Platz der Fortune Global 500 [1] wieder.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SGCC wurde am 29. Dezember 2002 als ein Pilotstaatsunternehmen von dem Staatsrat gegründet und ist hauptsächlich für die Zuverlässigkeit und Sicherheit des Netzbetriebes sowie dessen ständigen Ausbau zuständig. Der Konzern ging im Zuge der im Jahr 2000 durchgeführten "Kraftwerk-Netz-Trennung" aus der staatlichen State Power Corporation of China hervor, die einen Großteil des nationalen Energieversorgungsnetzes und viele Kraftwerke Chinas betrieb. Seit der Reform wird der Netzbetrieb von der eigentlichen Energieerzeugung getrennt. So übernahmen SGCC und CSG die Energieübertragung und -verteilung, während die Kraftwerke nun von fünf großen Energieerzeugungsunternehmen betrieben werden.

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SGCC besitzt fünf Tochtergesellschaften, die direkt verwaltet werden:

  • NECG (Northeast China Grid)
  • NCGC (North China Grid)
  • ECGC (East China Grid)
  • CCG (Central China Grid)
  • NWG (Northwest China Grid)

SGCC teilt so zusammen mit CSG das gesamte Energieversorgungsnetz Chinas in sechs große Regionen auf.

Mit einem registrierten Kapital von RMB 200 Milliarden Yuan (ca. 20 Mrd. Euro) ist SGCC in über 26 Provinzen, autonomen Gebieten und regierungsunmittelbaren Städten tätig, also auf ca. 88 % der Gesamtfläche Chinas. 2005 verkaufte das Unternehmen 1464,6 TWh, wobei der Umsatz 721,4 Mrd. Yuan (72,14 Mrd. Euro) und der Gewinn 14,4 Mrd. Yuan (1,44 Milliarden Euro) betrug. Der Konzern zahlte dabei 60,4 Mrd. Yuan (6,04 Mrd, Euro) an Steuern. [2]

SGCC hält (Stand: 2005) gemeinsam mit dem US-amerikanischen Unternehmen Citigroup sowie dem chinesischen Versicherungsunternehmen China Life Group die Mehrheit an dem chinesischen Bankenunternehmen GDB (Guangdong Development Bank).[3]

Am 2. Februar 2012 wurde von der Regierung in Lissabon bekannt gegeben, dass SGCC mit 25 % am Aktienkapital des portugiesischen Energieversorgungsunternehmen Redes Energéticas Nacionais einsteigt. Der Kaufpreis betrug 287,15 Mio. Euro.[4]

Des Weiteren möchte State Grid auch nach Deutschland expandieren. Das Unternehmen zeigt Interesse, die Konzession für das Berliner Stromnetz zu erwerben. Die Konzession läuft zum Ende des Jahres 2014 aus.[5]

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Weltstromnetz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Konzern plant mit Unterstützung von Partnern, bis 2050 ein globales Stromnetz ("Weltstromnetz") aufzubauen, bei dem ab 2030 alle Kontinente miteinander über Ultrahochspannungsleitungen mit China als Mittelpunkt verbunden werden sollen:[6][7]

  1. Bis 2020 soll dabei die regionale Vernetzung vorangetrieben werden,
  2. bis 2030 der Ausbau der erneuerbaren Energien,
  3. bis 2050 die interkontinentale Vernetzung.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c beta.fortune.comFortune Global 500. Abgerufen am 28. Januar 2017.
  2. http://www.sgcc.com.cn/ywlm/gsgk-e/gsgk-e/gsgk-e1.shtml
  3. Citigroup, China Life and State Grid becomes large share-holders of GDB - Guangdong - News Brief - Newsgd. Abgerufen am 9. Juni 2018.
  4. Diário de Noticias. Abgerufen am 9. Juni 2018 (portugiesisch).
  5. Markus Balser Berlin: China will in deutsches Stromnetz investieren. In: sueddeutsche.de. 24. September 2013, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 9. Juni 2018]).
  6. Daniel Wetzel: Ökostrom: Chinas Stromriese plant globales Hochspannungsnetz. In: DIE WELT. 11. Dezember 2015 (welt.de [abgerufen am 9. Juni 2018]).
  7. Milliardendeals: China baut das Weltstromnetz. In: Spiegel Online. 7. Juni 2018 (spiegel.de [abgerufen am 9. Juni 2018]).