Kernenergie nach Ländern

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Gegenwärtig betreiben 31 Länder weltweit 446 Kernreaktoren mit einer gesamten elektrischen Nettoleistung von rund 390 Gigawatt (Stand: 31. Juli 2017).[1]

Stand der wirtschaftlichen Kernenergienutzung weltweit. Die Grafik gibt den Stand der im Kapitel „Übersicht“ dargestellten Situation vom Juni 2017 wieder.
Anteil der Kernenergie an der Gesamtstromerzeugung (dunkelgrün: hoch, hellgrün: gering) Stand: Juni 2015

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeitliche Entwicklung der Nutzung der Kernenergie zur Stromerzeugung.
Leistung aller neu installierten Kernkraftwerke [durchgezogener Rahmen] bzw. aller zerstörten oder permanent stillgelegten Kernkraftwerke [gepunkteter Rahmen] – aufgeschlüsselt nach Jahren und Ländern. Die Legende gibt die ISO-3166-1-Kodes der Länder an. Quelle: International Atomic Energy Agency[2]

Mit der zivilen Nutzung der Kernenergie in Kernkraftwerken begann man Mitte der 1950er Jahre. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Nutzung der Kernenergie gesellschaftlich höchst umstritten und wurde mit den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki assoziiert. US-Präsident Dwight D. Eisenhower skizzierte 1953 seine Vision einer friedlichen Nutzung der Kernenergie in der Rede Atoms for Peace vor den Vereinten Nationen.[3] Erste kommerzielle Kernkraftwerke waren 1956 die Magnox-Reaktoren des Kernkraftwerk Calder Hall und 1957 der Druckwasserreaktor Kernkraftwerk Shippingport, der von den U-Boot-Reaktoren entlehnt war und die Zukunft der friedlichen Nutzung der Kernenergie bis heute prägt.

Im Jahr 1957 wurde zu diesem Zweck die Internationale Atomenergieorganisation (IAEA) gegründet. In den folgenden Jahrzehnten wurden in vielen Industriestaaten Kernkraftwerke gebaut; deren Leistung pro Reaktor wuchs schnell an.

In den 1970er-Jahren wurde die Atom-Euphorie von zwei Ölkrisen „am Leben erhalten“, obwohl damals wie heute nur wenige Einsatzbereiche von Öl durch elektrische Energie ersetzt werden können. In Deutschland wurden elektrische Nachtspeicherheizungen propagiert. Seit den 1970er-Jahren gewannen auch Anti-Atomkraft-Bewegungen an Bedeutung, die die zivile Nutzung von Kernenergie (und teilweise auch von Kernwaffen) ablehnten. 1978 beschloss Österreich nach einer Volksabstimmung, das bereits fertiggestellte Kernkraftwerk Zwentendorf nicht in Betrieb zu nehmen; das Land blieb damit atomkraftfrei. Unter anderem die partielle Kernschmelze im Kernkraftwerk Three Mile Island 1979 sowie die jeweils mit der höchsten INES-Stufe bewerteten Katastrophen von Tschernobyl 1986 und Fukushima 2011 zeigten die Risiken von Kernkraftwerken für Bevölkerung und Natur deutlich auf.

1980 beschloss – als erstes Land – Schweden einen Atomausstieg. Er sollte bis zum Jahr 2000 realisiert werden und wurde später revidiert. Weitere Länder haben die Stilllegung von Kernkraftwerken beschlossen und/oder Neubauten verboten („Moratorium“). In manchen Ländern wurden derartige Beschlüsse verzögert umgesetzt oder revidiert (Ausstieg aus dem Ausstieg, Laufzeitverlängerung).

Ab den 1990er-Jahren verlangsamte sich der Ausbau der Atomkraft deutlich. Während zuvor in manchen Jahren über 30 AKW in Betrieb gingen, waren es nach 1990 selten mehr als sechs[4] und im Jahr 2008 erstmals seit den 1960er-Jahren Null.[5] So stieg die installierte Leistung zwischen 1990 und 2005 von 328 GW auf 369 GW an.[6] Infolge der nur niedrigen Zubaurate sowie der Außerbetriebnahme von Reaktoren, insbesondere nach den Kernschmelzen in Fukushima (Japan), betrug die weltweit installierte Leistung im Jahr 2011 366 GW.[1]

In den letzten Jahren wurde in einigen Ländern ein weiterer Ausbau oder ein Neueinstieg in die Kernenergie erwogen. Befürworter der Technologie erwarten eine weltweite Renaissance der Kernenergie. Der Industrieverband „World Nuclear Association“ beispielsweise vermutete 2008, dass die installierte Leistung von Atomkraftwerken in Deutschland von 20 Gigawatt (2008) auf 20 bis 50 Gigawatt bis 2030 steige.[7] Ob es global gesehen zu einer Renaissance kommt ist allerdings umstritten. So kam z. B. Prognos 2009 zu einem gegenteiligen Ergebnis. Trotz der gestiegenen Bautätigkeit werde sich die Zahl der Kernkraftwerke bis 2020 um 22 % reduzieren, bis 2030 rechnete Prognos sogar mit einem Rückgang um 29 %.[8] Noch nicht berücksichtigt hierbei waren die Auswirkungen der Nuklearunfälle von Fukushima, infolgedessen mehrere Länder ihre Zubaupläne revidierten bzw. einer Überprüfung unterzogen.[9][10][11] Die Unternehmensberatung Roland Berger prognostizierte dagegen im März 2014 eine Steigerung der installierten Kernenergieleistung auf 470 bis 637 GW im Jahre 2030.[12]

Die Europäische Kommission unterstützt die wirtschaftliche Nutzung der Kernenergie. Sie hat Pläne für eine grundlegende Überarbeitung des EU-Energiemarktes vorgestellt und hielt 2007 Kernenergie für eine der Triebkräfte, die Europa mittels einer „dritten industriellen Revolution“ in ein kohlenstoffarmes Zeitalter führen würden.[13]

Entwicklung der Kernkraftwerkskapazität im Überblick

Jahr Reaktoren Leistung (GW)
1960 15 1
1965 48 6
1970 84 18
1975 169 70
1980 245 133
1985 363 246
1990 416 318
1995 434 341
2000 435 350
2001 438 353
2002 439 357
2003 437 360
2004 438 365
2005 441 368
2006 435 370
2007 439 372
2008 438 371
2009 437 371
2010 441 375
2011 435* 369
2012 437* 372
2013 437* 372
2014 438* 379
2015
  • Nach dem GAU in Fukushima am 11. März 2011 sind alle übrigen 50 japanischen Reaktoren – mit einer kurzen Unterbrechung während der zwei Reaktoren am Netz waren – vom Netz gegangen. Einen Termin für das Wiederanfahren einzelner Reaktoren ist bisher nicht in Sicht.

Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Derzeit nutzen 31 von 195 Staaten (inklusive Taiwan) weltweit Kernenergie. Knapp die Hälfte aller in Betrieb befindlichen Reaktoren steht in drei Ländern: USA (99), Frankreich (58) und Japan (43).[14] Fast alle Prognosen aus der Vergangenheit für den Ausbau der Kernenergie traten später nicht ein; sie erwiesen sich als überhöht. So erwartete die IAEO 1976 einen weltweiten Ausbau der installierten Leistung von Atomkraftwerken bis zum Jahr 2000 auf 2300 Gigawatt. Diese Zahl wurde in den folgenden Jahren immer weiter reduziert. Tatsächlich waren 2000 dann nur 350 GW installiert.[15]

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über alle Länder, die Kernenergie nutzen, genutzt haben, nutzen wollen oder ein Atomprogramm begonnen und wieder abgebrochen haben (Stand: 31. Juli 2017).[1][16]

Land Strom-
erzeugung
in TWh
(2016)[1]
Anteil an
Gesamtstrom-
erzeugung
(2016)[1]
Reaktoren
in Betrieb
[Def. 1][1]
Reaktoren
abgeschaltet
[Def. 2][1]
Reaktoren
im Bau
[Def. 3][1]
Reaktoren
in Planung
[Def. 4][16]
Status
Argentinien 7,7 06 % 3 0 1 2 Bau neuer Reaktoren
Finnland 22,3 34 % 4 0 1[17] 1 Bau neuer Reaktoren
Frankreich 384,0 72 % 58 12 1[18] 0 Bau neuer Reaktoren
Indien 35,0 03 % 22 0 6 19 Bau neuer Reaktoren
Pakistan 5,1 04 % 5 0 2 0 Bau neuer Reaktoren
Russland 179,7 17 % 37 6 5 26 Bau neuer Reaktoren
Slowakei 13,7 54 % 4 3 2[19] 0 Bau neuer Reaktoren
USA 805,3 20 % 99 34 2 16 Bau neuer Reaktoren
Volksrepublik China 210,5 04 % 39 0 18 40 Bau neuer Reaktoren
Armenien 2,2 31 % 1 1 0 1 Planung neuer Reaktoren
Bulgarien 15,8 35 % 2 4 0 0 Planung neuer Reaktoren
Iran 5,9 02 % 1 0 0 4 Planung neuer Reaktoren
Kanada 97,4 16 % 19 6 0 2 Planung neuer Reaktoren
Rumänien 10,4 17 % 2 0 0 2 Planung neuer Reaktoren
Tschechien 22,7 29 % 6 0 0 2 Planung neuer Reaktoren
Ungarn 15,2 51 % 4 0 0 2 Planung neuer Reaktoren
Vereinigtes Königreich 65,1 20 % 15 30 0 11 Planung neuer Reaktoren
Türkei 0 00 % 0 0 1 3 Bau erster Reaktoren
Verein. Arab. Emirate 0 00 % 0 0 4 0 Bau erster Reaktoren
Weißrussland 0 00 % 0 0 2 0 Bau erster Reaktoren
Ägypten 0 00 % 0 0 0 2 Planung erster Reaktoren
Bangladesch 0 00 % 0 0 0 2 Planung erster Reaktoren
Jordanien 0 00 % 0 0 0 2 Planung erster Reaktoren
Polen 0 00 % 0 0 0 6 Planung erster Reaktoren
Vietnam 0 00 % 0 0 0 4 Planung erster Reaktoren
Brasilien 15,9 03 % 2 0 0 0 Derzeit kein Ausbau
Japan 17,5 02 % 39[20] 21 2[21] 9 Derzeit kein Ausbau
Mexiko 10,3 06 % 2 0 0 0 Derzeit kein Ausbau
Niederlande 3,8 03 % 1 1 0 0 Derzeit kein Ausbau
Schweden 60,6 40 % 8 5 0 0 Derzeit kein Ausbau
Slowenien 5,4 35 % 1 0 0 0 Derzeit kein Ausbau
Südafrika 15,2 07 % 2 0 0 0 Derzeit kein Ausbau
Ukraine 81,0 52 % 15 4 0 2[22] Derzeit kein Ausbau
Belgien 41,3 52 % 7 1 0 0 Beim Atomausstieg
Deutschland 80,1 13 % 7 29 0 0 Beim Atomausstieg
Schweiz 20,3 34 % 5 1 0 0 Beim Atomausstieg[23]
Spanien 56,1 21 % 7 3 0 0 Beim Atomausstieg[24]
Südkorea 154,3 30 % 24 1 4 1 Beim Atomausstieg
Taiwan 30,5 14 % 6 0 2[25] 0 Beim Atomausstieg [26]
Italien 0 00 % 0 4 0 0 Atomausstieg abgeschlossen
Kasachstan 0 00 % 0 1 0 0 Atomausstieg abgeschlossen
Litauen 0 00 % 0 2 0 0 Atomausstieg abgeschlossen
Irland 0 00 % 0 0 0 0 Anlagenbau abgebrochen
Kuba 0 00 % 0 0 0 0 Anlagenbau abgebrochen
Österreich 0 00 % 0 0 0 0 Schlüsselfertige Anlage nach Volksentscheid nicht in Betrieb genommen
Philippinen 0 00 % 0 0 0 0 Anlagenbau abgebrochen
Welt 2441 12 % 447 169 56 154
  1. Der Reaktor ist am Stromnetz angeschlossen.
  2. Der Reaktor ist endgültig abgeschaltet oder stillgelegt.
  3. Der erste Beton wurde für den Reaktor gegossen oder es werden derzeit größere Renovierungsarbeiten am Reaktor unternommen. Manche Bauten sind bereits über 30 Jahre im Gange, die Fertigstellung ungewiss.
  4. Freigabe, Finanzierung oder größere Verpflichtungen für den Reaktor wurden abgeschlossen, oder die Konstruktion des Reaktors ist zwar weit fortgeschritten, aber für unbestimmte Zeit eingestellt. Der Betrieb wird meist innerhalb von 8 bis 10 Jahren erwartet, sofern es nicht zu Verzögerungen kommt.

Farblegende: Die unterschiedlichen Hintergrundfarben stehen für unterschiedliche Situationen im jeweiligen Land:

  • Bau neuer Reaktoren;
  • Planung neuer Reaktoren / Absichtserklärungen für neue Reaktoren;
  • Bau erster Reaktoren;
  • Planung erster Reaktoren;
  • Derzeit kein Ausbau;
  • Beim Atomausstieg;
  • Atomausstieg abgeschlossen;
  • Anlagenbau abgebrochen / fertige Anlage nicht in Betrieb genommen
  • Voraussichtlich werden nicht alle geplanten oder in Bau befindlichen Kernkraftwerke auch ans Netz gehen. In Österreich und den Philippinen wurden betriebsbereite Kernkraftwerke nicht in Betrieb genommen:

    Ägypten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Mitte November 2015 unterzeichneten der Direktor der russischen Atomenergiebehörde Rosatom, Sergej Kirienko, sowie der amtierende ägyptische Energieminister Mohammad Schaker in Kairo einen Vertrag zum Bau von vier 1200-Megawatt-Reaktoren am Mittelmeer in der Region El Dabaa im Norden des Landes.[27] Ein zweiter Vertrag wurde über einen Kredit mit 35 Jahren Laufzeit für die Finanzierung des Kraftwerk-Baus geschlossen.[28]

    Argentinien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Argentinien bezieht etwa sechs Prozent seiner Elektrizität aus insgesamt drei Kernkraftwerksblöcken – Atucha 1 (seit 1974), Atucha 2 (seit Juni 2014) und Embalse (seit 1983). Im September 2014 unterzeichneten Vertreter der argentinischen und chinesischen Regierung einen Rahmenvertrag für den Bau eines vierten Reaktorblocks am Standort Atucha.[29] Das Land besitzt außerdem noch einige Forschungsreaktoren und exportiert Kerntechnik.

    Armenien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In Armenien gibt es einen aktiven Druckwasserreaktor vom sowjetischen Typ WWER-440/270 im Kernkraftwerk Mezamor. 2017 / 2018 soll der Reaktor modernisiert werden, damit er 11 Jahre länger als ursprünglich geplant bis 2027 laufen kann.[30] Es bestehen Planungen für einen Neubau, der im Frühjahr 2009 international ausgeschrieben wurde.[31]

    Australien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Australien verfügt über etwa 40 % der weltweiten Reserven von Uranerz und ist einer der größten Exporteure von Uranerz.

    Das Land betrieb von 1958 bis 2007 einen Forschungsreaktor High Flux Australian Reactor (HIFAR) mit 10 MW thermischer Leistung, als Nachfolger arbeitet seit 2006 der Open Pool Australian Lightwater Reactor (OPAL) mit 20 MW.

    Als erstes und bisher einziges war das kommerzielle Kernkraftwerk Jervis Bay mit einer elektrischen Leistung von 500 bis 600 MW geplant; es wurde jedoch nicht gebaut. In den amtlichen Meldungen der IAEA sind keine Angaben zu Kernkraftwerken in Australien zu finden (Stand Juni 2011).[1]

    Der 2007 abgewählte konservative Ministerpräsident John Howard befürwortete die Nutzung der Kernenergie, um die Produktion von Treibhausgasen zu reduzieren, allerdings hat Australien unter Howard nicht das Kyoto-Protokoll ratifiziert, dies war eine der ersten Amtshandlungen seines Nachfolgers. Die damalige Regierung hatte vorgeschlagen, 25 Kernreaktoren zu bauen. Die nachfolgende Labor-Regierung unter Ministerpräsident Kevin Rudd lehnt den Bau von Kernkraftwerken im eigenen Land ab.[32]

    Bangladesch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Im Oktober 2013 sollten die ersten Arbeiten am künftigen Kernkraftwerk Ruppur beginnen. Es sollte aus zwei Reaktoren mit einer Leistung von jeweils mindestens 1000 MW bestehen. Die Inbetriebnahme war für 2018 geplant.[33] Im Dezember 2015 unterzeichneten Bangladesh stattdessen einen Vertrag mit Russland zum Bau von zwei 1200 MW Reaktoren am selben Ort. Die Reaktoren sollen im Oktober 2023 bzw. Oktober 2024 in Betrieb gehen.[34]

    Brasilien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Brasilien hat derzeit zwei aktive Kernreaktoren im Kernkraftwerk Angra. Dort werden etwa vier Prozent des inländischen Stromes – pro Jahr etwa 13.000 Gigawattstunden – produziert. Seit Juni 2010 ist ein dritter Reaktor am gleichen Standort im Bau. Der kommerzielle Betrieb war ursprünglich für 2016 vorgesehen und wurde im September 2014 auf das Jahr 2019 verschoben[35]. Der ursprünglich geplante Bau von vier weiteren KKW bis 2030 ist gegenwärtig (September 2013) unwahrscheinlich.[36]

    Europäische Union[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In 14 der 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union werden derzeit Atomkraftwerke betrieben. Insgesamt sind 129 Kernreaktoren in Betrieb, davon 58 alleine in Frankreich (Stand: März 2016). 91 Reaktoren wurden in der EU schon stillgelegt, davon 29 in Großbritannien und 28 in Deutschland. Drei Staaten (Italien, Österreich und Litauen) haben den Atomausstieg abgeschlossen und drei Staaten (Belgien, Deutschland und Spanien) haben den Atomausstieg beschlossen. In drei Staaten (Finnland, Frankreich, Slowakei) sind derzeit AKW im Bau. In weiteren Staaten gibt es Planungen für AKW-Neubauten, die zum Teil bis in die 1980er-Jahre zurückreichen und deren Umsetzung fraglich ist. Die Einstellung zur Atomkraft ist in den Ländern sehr unterschiedlich, sowohl in den Regierungen und wie auch in den Bevölkerungen. Sie reicht von energischer Ablehnung und der Forderung nach einem europaweiten Atomausstieg bis hin zu allgemeiner Zustimmung.

    Belgien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Bulgarien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Bulgarien betreibt derzeit zwei von ursprünglich sechs aktiven Kernreaktoren am Standort Kosloduj. Vier Blöcke wurden als Bedingung für den EU-Beitritt abgeschaltet. Bereits 1984 wurde mit dem Bau des Kernkraftwerks Belene begonnen, der Bau nach der Wende aber abgebrochen. Zwischenzeitlich sollten die Reaktorblöcke durch den deutschen Energiekonzern RWE und russische Investoren fertiggestellt werden. Am 3. September 2008 fand der erste Spatenstich zum 2000-Megawatt-Kraftwerk Belene statt. Das neue bulgarische Kernkraftwerk sollte zwei WWER-1000/446B Reaktoren der dritten Generation nach russischer Bauart umfassen.[37] Nach der Parlamentswahl am 5. Juli 2009 und dem damit verbundenen Regierungswechsel hat die neue, konservative Regierung den Bau von Belene gestoppt. Hintergrund ist, dass Bulgarien in der Energiepolitik nicht von Russland abhängig werden soll und das Kernkraftwerk aus eigenen Mitteln nicht finanzieren kann und will.[38][39][40]

    Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Dänemark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Dänemark[41] entschied sich 1985 mit einem Parlamentsbeschluss[42] endgültig gegen die Nutzung der Kernenergie. Auseinandersetzungen gab es um ein Endlager für den nuklearen Abfall aus drei kleinen, stillgelegten Versuchsreaktoren[43] im Laboratorium Risø, die zwischen 1957 und 1960 in Betrieb gingen und 2002 bis 2003 stillgelegt wurden.[44][45] 2010 stammten etwa 35 Prozent des im Land erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien, der Rest aus dem Einsatz von Gas und Kohle.[46] 2015 stammte nach einem Bericht der EU-Kommission 29,2 % des Bruttoendenergieverbrauchs aus Erneuerbaren Energien.[47]

    Finnland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Frankreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Frankreich bezieht rund 80 Prozent seiner elektrischen Energie aus Kernenergie und hat damit eine der höchsten Quoten weltweit. Der Einsatz der Kernenergie basierte in Frankreich bis zur Katastrophe in Fukushima auf einem jahrzehntealten parteiübergreifenden Konsens, der abgesehen von den Französischen Grünen (EELV) alle Parteien umfasste.[48] Mittlerweile strebt jedoch auch die Sozialistische Partei eine deutliche Reduzierung des in Kernkraftwerken erzeugten Stroms an. Laut einer Übereinkunft mit den Grünen (EELV) sollen nach einem Wahlsieg 2012 24 der 58 Kernreaktoren bis spätestens 2025 abgeschaltet werden.[49] Der 2012 gewählte Präsident François Hollande plant, den Anteil des französischen Atomstroms von damals etwa 75 Prozent auf 50 Prozent zu verringern. Die EELV strebte einen Komplett-Ausstieg aus der Kernenergie nach deutschem Vorbild an. In Umfragen spricht sich eine große Mehrheit der Franzosen für den Ausbau der Erneuerbaren Energien aus. In einer jährlichen repräsentativen Umfrage der französischen Umwelt- und Energiebehörde ADEME stimmten 2011 96 % der Befragten dem Ausbau Erneuerbarer Energien in Frankreich zu.[50] Keines der französischen Kernkraftwerke ist flugzeugabsturz-fest, nicht einmal der im Bau befindliche EPR in Flamanville. Das AKW Fessenheim, weniger als 25 Kilometer von Freiburg entfernt, steht in Europas seismisch aktivstem Gebiet.[51]

    Zwei Wochen nach Beginn der Fukushima-Katastrophe hatte noch eine Mehrheit der Franzosen die weitere Nutzung der Kernenergie befürwortet,[52] allerdings veränderte sich das Meinungsbild in den nachfolgenden Monaten. Nach einer repräsentativen Umfrage des Institut français d’opinion publique sprachen sich Anfang Juni 2011 62 % der Franzosen für einen Ausstieg aus der Kernenergie binnen 25 bis 30 Jahren aus; weitere 15 % wollten schneller aussteigen.[53][54]

    Ein Teil des in den zahlreichen Kernkraftwerken erzeugten Stroms wird exportiert, vor allem nach Italien und nach Deutschland. Dazu wurden 1979 bis 1991 am Standort Cattenom nahe an der französisch-deutschen Grenze (70 Kilometer westlich von Saarbrücken) vier Druckwasserreaktoren in einer wirtschaftlich relativ schwach entwickelten Region gebaut.

    Zur Erprobung des Ersatzes für die derzeit am weitesten fortgeschrittenen Druckwasserreaktoren vom Typ N4 im Kernkraftwerk Civaux nach 2020 wird ein Europäischer Druckwasserreaktor (EPR) in Flamanville gebaut. Ziel ist es, Betriebserfahrungen zu sammeln und eventuell auftretende Probleme des Reaktors zu finden, um den Wechsel zur nächsten Reaktorgeneration möglichst reibungslos zu machen.

    Nicolas Sarkozy (französischer Staatspräsident von 2007 bis 2012) kündigte am 3. Juli 2008 den Bau eines weiteren EPR an. Der Reaktor soll unabhängig von dem Reaktor in Flamanville gebaut werden und sollte sogar dem Einschlag eines abstürzenden Jumbojets standhalten.[55]

    Nach Fukushima (2011) und vor der Präsidentschaftswahl im Frühjahr 2012 positionierte sich die Grüne Partei (Les Verts) kernenergie-kritisch; sie warf der Parti socialiste (PS) vor, ihr Kernenergiekurs sei schwankend.[56]

    Die Wirtschafts- und Bankenkrise 2009 und 2010 sowie die Eurokrise seit 2010 trugen dazu bei, dass in Frankreich nicht mehr so optimistisch geplant wird wie zuvor. Im Mai 2012 wurde mit François Hollande zum ersten Mal seit Mitterrand wieder ein Sozialist Staatspräsident.

    Im September 2013 bekräftigte Hollande, dass das alte und umstrittene Kernkraftwerk Fessenheim (bei Freiburg im Breisgau) Ende 2016 geschlossen werde.[57]

    Im Oktober 2013 unterzeichnete EDF einen Vertrag mit Großbritannien, dort zwei Kernreaktoren vom Typ EPR zu bauen. Dies tat EDF trotz der Probleme auf den EPR-Baustellen in Finnland und in Flamanville.[58]

    In Frankreich wurde und wird (wie in vielen anderen Ländern) eine Energiewende („transition énergétique“) diskutiert. Im Juli 2017 gab der französische Energieminister Hulot bekannt, bis 2025 etwa 17 KKWs schließen zu wollen.[59][60]

    Italien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Irland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In Irland wurde seit 1968 das erste Kernkraftwerk geplant; es sollte in Carnsore Point im County Wexford gebaut werden. Zunächst war lediglich ein Reaktor geplant, später vier. Den Plan gab man nach starken Protesten irischer Atomkraftgegner Ende der 1970er-Jahre auf. Irland betreibt keine Kernkraftwerke.

    Kroatien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Kroatien betreibt gemeinsam mit Slowenien ein Kraftwerk, das Kernkraftwerk Krško. Dieses wurde Ende der 1970er-Jahre errichtet und befindet sich zu jeweils 50 % im Eigentum der Energieversorger der beiden Länder. Es befindet sich in Krško, auf slowenischem Boden. Das Kernkraftwerk deckt etwa 15 % des kroatischen und etwa 25 % des slowenischen Strombedarfs. Es gab Pläne für den gemeinsamen Bau eines weiteren Kernkraftwerks in Kooperation mit Albanien, auf albanischem Boden.[61] Auch wurden die Möglichkeiten zum Bau eines weiteren Reaktors in Krško erörtert. Jedoch sind aktuell alle Vorhaben diesbezüglich auf Eis, da sich das Land vermehrt auf regenerative Energien fokussieren will.

    Lettland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Lettland verfügt über keine eigenen Kernkraftwerke, sondern produziert seine Elektrizität zu gut zwei Dritteln mit drei Wasserkraftwerken an der Düna. Die restliche selbsterzeugte Elektrizität stammt aus zwei großen Verbrennungskraftwerken bei Riga (TEC-1 und TEC-2), die ein Gemisch aus Schweröl, Erdgas und Torf verbrennen. Lettland hatte die Absicht, sich an einem geplanten Kernkraftwerks-Neubau der baltischen Staaten (Kernkraftwerk Visaginas) zu beteiligen, um sich von russischen Energie-Lieferungen unabhängig zu machen. Diese Planungen stehen nach einem Referendum, bei dem sich 2/3 der litauischen Bevölkerung gegen das Projekt entschieden, vor dem Aus.[62]

    Litauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der erste Block des Kernkraftwerks Ignalina ging 1983 in Betrieb, als Litauen noch Teil der Sowjetunion war. Block zwei folgte 1987. Zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme waren die beiden Blöcke mit einer Bruttoleistung von je 1500 MW die leistungsstärksten der Welt, später wurde die Leistung auf je 1360 MW gesenkt. Zwei weitere Blöcke waren geplant, sie wurden jedoch nicht realisiert. Im Zuge des Zerfalls der Sowjetunion fiel das Kernkraftwerk 1991 an den nun souveränen Staat Litauen. In der Folge besaß Litauen neben Frankreich den größten Atomstromanteil aller Länder weltweit. Im Rahmen des EU-Beitritts 2004 beschloss das litauische Parlament im Mai 2000 die Stilllegung des Kernkraftwerks. Block eins ging daraufhin Ende 2004 von Netz, Block zwei folgte Ende 2009. Ein Referendum im Oktober 2008 zur Laufzeitverlängerung des zweiten Blocks scheiterte an zu geringer Wahlbeteiligung. Gemeinsam mit Estland und Lettland – Polen ist mittlerweile aus den Planungen ausgestiegen – plante Litauen den Bau eines neuen Kernkraftwerks neben dem bisherigen, das Kernkraftwerk Visaginas.[63] Nach der Parlamentswahl im Oktober 2012, bei der die kernkraftkritischen Oppositionsparteien gewannen, und einer parallel abgehaltenen Volksbefragung, bei dem 64,8 % der Wähler gegen das Kraftwerk stimmten, standen die Pläne vor dem Aus.[64] Am 12. November 2012 sagte der damalige litauische Ministerpräsident Andrius Kubilius den Bau des AKW ab.[65] Im Juli 2014 unterzeichneten Hitachi und das litauische Energieministerium eine Absichtserklärung bezüglich der Gründung eines Zwischenprojekts zur Realisierung der Anlage.[66]

    Niederlande[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Das Kernkraftwerk Dodewaard war das erste Kernkraftwerk, das elektrische Energie ab dem Jahr 1968 in das öffentliche Netz einspeiste. Der Reaktor hatte jedoch nur eine relativ geringe Leistung und war mehr als Forschungsreaktor gedacht. 1997 wurde Dodewaard wieder abgeschaltet. Ab 1973 war das wesentlich größere Kernkraftwerk Borssele am Netz, das (mit mehreren Modernisierungen) bis heute in Betrieb ist. In den Jahren nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl kam es zu einer verstärkten Diskussion um die Kernkraft, die in einem Parlamentsbeschluss 1994 kulminierte, der die Stilllegung des Kernkraftwerks Borssele im Jahr 2003 vorsah. Dazu kam es jedoch nicht, da der Stilllegungsbeschluss erfolgreich juristisch angefochten wurde und da sich die politische Wetterlage änderte – ab 2002 war wieder eine konservativ-liberale Regierung an der Macht, die das Stilllegungsverfahren nicht weiter verfolgte. Im Jahr 2005 wurde die Laufzeit von Borssele bis auf das Jahr 2033 verlängert.

    Der Stromversorger Delta setzte 2012 die Planungen für einen weiteren Reaktor am bisher einzigen niederländischen AKW-Standort aus.[50]

    Atommüll
    Folgende Teile dieses Abschnitts scheinen seit 2016 nicht mehr aktuell zu sein: Ist die endgültige Entscheidung über die Atommülllagerung gefallen?.
    Bitte hilf mit, die fehlenden Informationen zu recherchieren und einzufügen.

    In den 1970er-Jahren entschieden sich die Niederlande für die Wiederaufarbeitung der abgebrannten Brennstäbe von Dodewaard im Sellafield MOX Plant, der vom KKW Borssele in La Hague.

    1984 beschloss man ein Langzeit-Zwischenlager (100 Jahre) für den gesamten radioaktiven Abfall und die Untersuchung endgültiger Lösungen. Dazu gründete man die Central Organization for Radioactive Waste (COVRA) in Borssele.

    1992 eröffnete man in Borssele ein Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktiven Abfall.

    2001 kam eine Studie des ‚Committee on Radioactive Waste Disposal‘ (CORA) zum Schluss, dass eine geologische Tiefenlagerung an mehreren Stellen in den Niederlanden möglich ist.

    2006 legte man fest, dass eine endgültige Entscheidung bis 2016 erfolgen muss.[67]

    Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Österreich nahm sein einziges, in Niederösterreich errichtetes Kernkraftwerk Zwentendorf nie in Betrieb, da die Inbetriebnahme im November 1978 durch eine Volksabstimmung abgelehnt wurde. In weiterer Folge wurden noch im Dezember 1978 das Atomsperrgesetz und 1999 das Bundesverfassungsgesetz für ein atomfreies Österreich verabschiedet.[68] Am 9. Juli 1997 beschloss das österreichische Parlament einstimmig, die Anti-Atom-Politik des Landes fortzusetzen.

    Heute setzt sich Österreich auch in der Außenpolitik gegen Kernkraft ein, unter anderem gegenüber der Tschechischen Republik und gegen die Europäische Atomgemeinschaft der EU. Im April 2012 verpflichteten sich die österreichischen Energieversorger, auf den Import von Atomstrom für Privatkunden ab 2013 und für Industriekunden ab Ende 2015 zu verzichten. Ab Anfang 2015 soll in Österreich ein gesetzliches Importverbot für Atomstrom gelten.[69]

    Polen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In Polen wurde 1990 der Bau von zwei begonnenen und zwei geplanten Reaktoren des Kernkraftwerk Żarnowiec aufgrund von Protesten eingestellt.

    Nachdem Donald Tusk im November 2007 Premierminister wurde, beschloss seine Regierung einen grundlegenden Wechsel in der Energiepolitik. Bis 2025 sollen demnach zwei neue Kernkraftwerke fertiggestellt werden. Dies ist Teil eines Energie-Aktionsplans, bei dem angestrebt wurde, Polens Abhängigkeit von Kohle zu vermindern und die Abhängigkeit von Energieimporten aus Russland zu reduzieren. Auch die hohen Energiepreise im Jahr 2008 – vor dem Ausbrechen der Wirtschaftskrise 2008/2009 erreichte der Ölpreis kurzzeitig 150 Dollar pro Barrel – und der russisch-weißrussische Energiestreit sowie der russisch-ukrainische Gasstreit waren bzw. sind weitere Motivationen.[70][71]

    Die polnische Regierung hat eine Rangliste von 27 potentiellen Standorten für Atomkraftwerke erstellt.[72] Als bester Standort wurde weiterhin Żarnowiec angesehen. Einige der Standorte liegen an der Oder, der Grenze zu Deutschland. Die Inbetriebnahme der ersten beiden Kernkraftwerke, die zusammen rund 100 Milliarden Zloty (Dezember 2011: 22,2 Milliarden Euro) kosten sollten,[73] war zunächst für 2020 geplant.[74] Im Sommer 2010 gab die Regierung eine Verzögerung bei der Planung bekannt:[75] Das erste Atomkraftwerk solle nun erst 2022 in Betrieb gehen, das zweite 2023.[76] Im Juni 2013 teilte Ministerpräsident Donald Tusk mit, dass sich der Bau weiter verzögern werde. Medien berichteten von einer Inbetriebnahme des ersten Kraftwerkes in 20 Jahren, was damit dem Jahr 2033 entsprechen würde.[77] Hauptgrund hierfür sind die mittlerweile deutlich gestiegenen Kosten in Höhe von nunmehr ca. 12,5 Mrd. Euro pro Kraftwerk.[78][79] Im Januar 2014 konkretisierte das polnische Wirtschaftsministerium die Einstiegspläne: Demnach soll 2024 das erste Kernkraftwerk Elektrizität produzieren, der Bau eines zweiten 2035 abgeschlossen sein. Die Kosten pro Meiler werden inzwischen auf ca. 12 bis 14 Mrd. Euro geschätzt.[80]

    newsweek.pl ermittelte, dass seit Fukushima fast 60 Prozent der Polen die AKW-Pläne ablehnen. Vor der Nuklearkatastrophe von Fukushima waren es etwa 50 Prozent.[81] Ende Mai 2011 stellte der polnische Wirtschaftsminister im Hinblick auf den deutschen Atomausstieg und das Unglück in Fukushima die Planung von zwei Atomreaktoren in Frage.[82]

    Die Baupläne werden betrieben vom polnischen Energiekonzern Polska Grupa Energetyczna (PGE). Das Unternehmen war ebenso am geplanten litauischen Kernkraftwerk Visaginas beteiligt, stieg aber im Dezember 2011 aus dem Projekt aus. Nach einem Bürgerentscheid im Oktober 2012, bei dem sich 63 Prozent gegen den Bau von Atomkraftwerken in Litauen aussprachen, wurde das litauische Projekt komplett aufgegeben. In einem Bürgerentscheid in den möglicherweise vom Bau eines Kernkraftwerks betroffenen polnischen Ostseekommunen lehnten im Februar 2012 rund 95 Prozent einen Bau ab. Die polnische Regierung hält dennoch weiter an einem Atomprogramm fest; eine endgültige Entscheidung über den Standort des ersten polnischen Kernkraftwerkes war für 2017 oder 2018 geplant.[83]

    Der Termin für die Inbetriebnahme eines ersten AKWs wurde im Jahr 2018 um 14 Jahre auf 2040 verschoben.[84]

    Rumänien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Schweden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Slowakei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Slowakei betreibt 4 Kernkraftwerksblöcke, die zwischen 1984 und 1999 in Betrieb genommen wurden. Diese Blöcke, jeweils zwei im Kernkraftwerk Bohunice und im Kernkraftwerk Mochovce, besitzen eine Netto-Gesamtleistung von 1711 MW(e) und decken etwa 54 % des slowakischen Strombedarfs.[1]

    3 Blöcke sind bereits stillgelegt. Bereits 1979 wurde ein Block des Kernkraftwerk Bohunice stillgelegt, nachdem es zuvor zu einem Unfall mit INES-Stufe 4 gekommen war. Im Zuge der Verhandlungen über den Beitritt zur Europäischen Union mussten zwei weitere Blöcke abgeschaltet werden.

    Im Kernkraftwerk Mochovce sollten ursprünglich 2012 beziehungsweise 2013 zwei weitere Blöcke mit jeweils 440 MW fertiggestellt werden, deren Bau bereits in den 1980er-Jahren begonnen worden, zwischenzeitlich aber unterbrochen war. Durch Verzögerungen im Bauverlauf nach der Wiederaufnahme des Baus 2009 kam es zu Kostensteigerungen von 1,8 auf 3,8 Mrd. Euro sowie einer Verschiebung der Inbetriebnahme auf 2014 bzw. 2015. Im August hob das oberste slowakische Gericht die Baugenehmigung in letzter Instanz auf.[85] Ungeachtet dessen erließ die slowakische Atomaufsichtsbehörde eine Verfügung, wonach ein Baustopp ausgeschlossen sei.[86]

    Verbrauchte Brennstäbe werden bei den Kernkraftwerken zwischengelagert, zum Teil aber auch nach Russland exportiert. Die Suche und der Bau eines Endlagers wird von der Slowakei mit etwa 775 Millionen € gefördert.

    Slowenien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In Slowenien ist ein Druckwasser-Atomreaktor am Standort Krško in Betrieb. Er gehört jeweils zur Hälfte Kroatien und Slowenien, und deckt etwa 25 % des slowenischen und 15 % des kroatischen Strombedarfs.

    Name Block
    Reaktortyp Status Netto-
    leistung
    in MW
    Brutto-
    leistung
    in MW
    Inbetrieb-
    nahme

    Abschal-
    tung
    (geplant)
    Einge-
    speiste
    Energie
    in GWh
    Krško Druckwasserreaktor In Betrieb 666 730 1981-10-02 2. Oktober 1981 2023-01-14 (14. Januar 2023) 116.406

    Nach dem Zerfall Jugoslawiens gab es mehrfach Konflikte um die Frage des Eigentums am KKW. Es wurde gemeinsam von den Teilrepubliken Kroatien und Slowenien errichtet, während sie Teil der Volksrepublik Jugoslawien waren, befand sich jedoch auf slowenischem Boden. Ab 2001 wurde eine Einigung erzielt und beide Länder sind mit jeweils 50 % beteiligt. Auch wird der Strom seit 2003 wieder jeweils zur Hälfte in die jeweilige Stromwirtschaft eingespeist.

    Das Kernkraftwerk Krško soll voraussichtlich 2023 abgeschaltet werden. Der Betreiber gab 2006 bekannt, einen neuen Reaktor bauen zu wollen.[87] 2013 kündigte der slowenische Infrastrukturminister an, die Neubauplanungen überdenken zu wollen.[88]

    Atommüll

    Die Petzenstollen bei Črna (nahe Kärnten) werden als ein möglicher Standort für ein geplantes Atommülllager erkundet.[89]

    Spanien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In Spanien wurden im vergangenen Jahrhundert zehn Kernkraftwerke errichtet. 1983 wurde ein Moratorium verabschiedet. Trotzdem wurden noch mehrere Kernkraftwerke fertiggestellt. Weitere Neubaupläne wurden allerdings immer wieder verschoben und 1994 endgültig eingestellt. Im selben Jahr wurde auch der Reaktor Vandellòs 1 aus Sicherheitsgründen stillgelegt. Am 15. Februar 2011 hat das spanische Parlament eine Gesetzesänderung beschlossen, nach der die auf 40 Jahre festgesetzte Höchstbetriebszeit der Atomkraftwerke aufgehoben wird.[90]

    Atommüll

    In Spanien gibt es weder Endlager für hochradioaktiven Atommüll noch einen Plan, wie die Endlagerung aussehen soll bzw. welche Standorte möglich wären. 2008 mahnte die IAEA Spanien, in der Endlagerfrage eine Lösung zu finden. Die spanischen KKW haben kaum noch Zwischenlagermöglichkeiten an den KKW-Standorten. 2010 verschärfte sich die Situation, als Atommüll aus Frankreich zurückgeschafft wurde, der aus dem Kernkraftwerk Vandellòs stammte.[91]

    Ende 2011 wurde ein neues Zwischenlager in Villar de Cañas beschlossen.[92]

    Schwach und mittelradioaktiver Abfall wird in El Cabril nahe Córdoba gelagert.

    Standort Lage Abfallart Fassungsvermögen Status Inbetriebnahme
    El Cabril Andalusien Schwach- und mittelradioaktive Abfälle[93] 000000000036000.000000000036.000 m³[94] In Betrieb 1991[94]

    Tschechien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Ungarn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Vereinigtes Königreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Indien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Indien betreibt (Stand Februar 2015) 21 Reaktoren mit zusammen 5.302 MWel, sechs Kernreaktoren werden derzeit gebaut und 22 weitere sind geplant.[16] Zukünftig sollen auch Flüssigsalzreaktoren (liquid fluoride thorium reactor) gebaut werden.

    Iran[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Das iranische Atomprogramm reicht zurück bis in die 1950er Jahre. Mehrere kerntechnische Anlagen sind im Betrieb. Der erste Reaktor des Kernkraftwerk Buschehr ging im August 2010 in Betrieb.[95] Iran wird von westlichen Staaten verdächtigt, begleitend zur sogenannten friedlichen Nutzung der Kernenergie spaltbares Material für Atomwaffen erzeugen zu wollen.

    Japan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Jordanien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Im Oktober 2013 gab der Vorsitzende der jordanischen Atomenergiekommission, Khaled Toukan, den Bau eines Kernkraftwerkes mit zwei Reaktorblöcken und einer Gesamtleistung von rund zwei Gigawatt in der Wüste unweit der Industriezone Zarqa bekannt. Der erste Kernreaktor solle 2020 in Betrieb genommen werden, die Kosten würden 10 Mrd. US-Dollar betragen. Auftraggeber, Betreiber, strategischer Partner und Investor solle der russische Konzern Atomstroiexport sein. Die jordanische Regierung solle 51 Prozent und der russische Partner 49 Prozent der Anteile halten; das entsprechende Abkommen solle 2016 unterzeichnet werden.[96][97][98]

    Kanada[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Kasachstan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In Kasachstan wurde 1999 das Kernkraftwerk Aqtau abgeschaltet, das einzige Kernkraftwerk des Landes. Es ist seit 1998 geplant, im Norden des Landes am Balchaschsee bis zu sechs Reaktoranlagen des Typs WWER-640/WPBER-600 in Betrieb zu nehmen. Auch einige andere Neubauprojekte sind in Planung.[99] Der Baubeginn für ein Atomkraftwerk in Kasachstan verzögert sich jedoch erheblich.[100][101]

    Kenia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Im September 2010 gab der damalige Energieminister Patrick Nyoike bekannt, Kenia wolle bis 2017 ein Atomkraftwerk mit einer Leistung von 1000 MW errichten. Dieses solle mit südkoreanischer Technologie errichtet werden und etwa 3,5 Milliarden US-Dollar kosten.[102] Mit Stand September 2016 ist eine Inbetriebnahme für 2027 geplant.[103] Kenia erzeugte seinen Strom 2010 zu etwa 65 % aus Wasserkraft angewiesen. Trockenperioden, großflächige Abholzung von Wäldern und andere Faktoren haben den Anteil von Wasserkraft reduziert.[104]

    Mexiko[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In Mexiko gibt es ein Kernkraftwerk mit zwei Reaktoren, das Laguna Verde am Golf von Mexiko. Die beiden Reaktoren wurden 1990 und 1995 gegen den Protest der Bevölkerung in Betrieb genommen. 2005 wurde von der Regierung beschlossen, das Kernkraftwerk stillzulegen, ohne hierfür einen Termin bekannt zu geben.[105] 2007 wurde beschlossen, die Leistung der beiden Reaktoren bis 2010 um etwa 20 Prozent zu erhöhen.[106]

    Namibia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In Namibia gab es vor 2011 (Fukushima) Pläne einzelner Politiker, mit russischer und finnischer Hilfe ein Kernkraftwerk zu errichten und zu betreiben.

    Anlässe für die Planungen waren eine Knappheit an Elektrizität, die große Abhängigkeit von Nachbarländern sowie die großen Uranvorkommen in Namibia (viertgrößter Uranproduzent der Erde). 2009 wurde eine Atomenergiebehörde (englisch Atomic Energy Board[107]) eingerichtet. Anfang 2011 wurde erstmals das Jahr 2018 zur Inbetriebnahme genannt.[108] Die Pläne gelten als kaum realisierbar.[109]

    Im September 2014 hat das zuständige Ministerium für Bergbau und Energie den Plänen eine Absage erteilt.[110]

    Neuseeland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Neuseeland ist seit 1984 Nukleartechnik-frei. 1987 verabschiedete das Parlament Neuseelands den New Zealand Nuclear Free Zone Disarmament and Arms Control Act. Dieser verbietet auch die Stationierung von Atomwaffen und das Befahren neuseeländischer Gewässer mit atomgetriebenen Schiffen.[111]

    Nordkorea[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In Nordkorea waren in der kerntechnischen Anlage Nyŏngbyŏn zwei Kernreaktoren in Betrieb. Am 27. Juni 2008 begann man durch die Sprengung des Kühlturms mit dem Abriss der Anlage. Der Kernreaktor wurde als maßgeblich für das nordkoreanische Kernwaffenprogramm gesehen.

    Des Weiteren war das Kernkraftwerk Kŭmho mit zwei Druckwasserreaktoren geplant. Im August 2002 wurde mit dem Bau des ersten Reaktors begonnen, der aber im Dezember 2003 wieder abgebrochen wurde. Zuvor waren am selben Standort vier WWER-640 geplant gewesen. Anfang der 1990er-Jahre wurde begonnen, die Kerntechnische Anlage T’aech’ŏn mit einem Magnox-Reaktor zu bauen, der vermutlich zur Produktion von Plutonium für Kernwaffen dienen sollte. Dieses Vorhaben wurde offiziell aufgegeben.

    Pakistan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Philippinen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Auf den Philippinen wurde 2004 von Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo eine neue Energieleitlinie vorgeschlagen. Die Leitlinie sieht eine stärkere Nutzung der heimischen Öl- und Gasreserven vor, ebenso die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energien, unter anderem Kokos-Diesel. Außerdem sollen mit Saudi-Arabien, China, Russland und weiteren asiatischen Ländern Handelsgesellschaften gebildet werden. Das 1984 fertiggestellte, aber bisher (2011) nicht in Betrieb genommene Kernkraftwerk in Bataan[112] soll unter Umständen in ein Gaskraftwerk umgebaut werden.

    Das KKW war ein Projekt von Präsident Ferdinand Marcos. Nach dessen Sturz im Februar 1986 stoppte seine Nachfolgerin Corazon Aquino den Bau des zu 98 Prozent fertiggestellten Atomreaktors aus Sicherheitsgründen; die Philippinen gehören (wie Java) zum pazifischen Feuerring, einer tektonisch sehr unruhigen Region mit vielen Erdbeben und Vulkanen. Die Region Bataan wird dominiert von den Vulkanen Mariveles, Natib und Pinatubo. Letzterer brach am 12. Juni 1991 nach 611 Jahren Inaktivität aus (dem vorausgegangen waren Erdbeben z. B. der Stärke 7,8). Weltweit war monatelang schwefelsäurehaltiger Nebel in der Atmosphäre, und die Temperatur sank zeitweise um 0,5 Grad. Der Standort des Kernkraftwerks liegt im möglichen Einzugsbereich eines pyroklastischen Stroms des Natibs.[112]

    Russland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    2008 deckte Kernenergie etwa 16 % des russischen Strombedarfs.

    Wladimir Putin erläuterte am 15. April 2009 die zukünftigen Energie-Pläne seines Landes: Die Erzeugung von Atomstrom sollte ausgebaut, bis ins Jahr 2030 sollten in Russland 26 Reaktoren gebaut werden. Sie sollten von einer Gemeinschaftsfirma (bestehend aus dem staatlichen Konzern Rosatom und dem deutschen Technologiekonzern Siemens) betrieben werden. Putin avisierte eine Staatshilfe von 1,13 Mrd. Euro für Rosatom. Siemens und Rosatom verfolgten dabei sehr ehrgeizige Ziele: Sie wollten rund ein Drittel des gesamten Weltmarkts für Atomkraftwerke erobern. Als erstes Projekt erwog man einen Meiler in der Umgebung von Kaliningrad (früher "Königsberg"); im Mai 2011 stieg Siemens aus dem Gemeinschaftsprojekt aus,[113] Ende Mai 2013 suspendierte die russische Regierung das Projekt.[114]

    Laut Pressemitteilung der russischen Prüf- und Genehmigungsbehörde Glavgosexpertiza wurde Anfang 2018 die Genehmigung für das erste schwimmende Kernkraftwerk Russlands erteilt, die Akademik Lomonossow.[115] Ende April 2018 wurde die Akademik Lomonosov aus ihrem Dock in St. Petersburg geschleppt: das atomgetriebene Schiff soll über Ost- und Nordsee und den Nordatlantik nach Murmansk jenseits des Polarkreises gebracht werden, dort liegen die größten Teile der russischen Nordflotte, auch die meisten russischen Atom-U-Boote. Die beiden schwimmende Kernreaktoren sollen dort mit nuklearen Brennelementen bestückt werden. Das Projekt wird wegen damit verbundener Risiken für die Ozeane von Umweltschützern wie Greenpeace heftig kritisiert.[116][117][118][119]

    Saudi-Arabien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Saudi-Arabien kündigte 2013 an, bis 2030 16 Kernkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 22 GW am Netz haben zu wollen, die dann 20 % des elektrischen Energiebedarfs des Landes liefern sollen. Der erste Reaktor soll voraussichtlich 2023 in Betrieb gehen. Die Kosten des Projekts werden auf mehr als 100 Mrd. US-Dollar geschätzt.[120]

    Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Südafrika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Das Kernkraftwerk Koeberg in Südafrika ist das einzige auf dem afrikanischen Kontinent. Baubeginn war 1976. Es handelt sich um zwei Reaktoren mit je 940 MW Bruttoleistung, die seit 1984 bzw. 1985 elektrischen Strom liefern. Im Jahre 2010 wurden rund 13 Milliarden kWh produziert, was etwa 5 % des Verbrauchs entspricht.[121]

    In dem Land gab es zudem eine Uran-Anreicherungsanlage in Pelindaba, die aber nach China verkauft wurde. Bezüglich der Kernenergie verfolgte das Land lange Zeit eine Expansionspolitik. Die Planung eines EPR wurde gestrichen, weil die Finanzierung durch den südafrikanischen Energiekonzern Eskom nicht gesichert war.[122] Der geplante Bau eines Hochtemperaturreaktors wurde Anfang 2010 aufgegeben, nachdem 1 Mrd. € investiert waren.

    Im September 2014 unterzeichneten die Regierungen Russlands und Südafrikas eine Absichtserklärung zum Bau von bis zu acht Reaktorblöcken mit einer Gesamtleistung von 9,6 GW bis 2030.[123] Im Juli 2018 wurde bekanntgegeben, dass diese Programm auf Eis gelegt wurde. Südarfikas Präsident Cyril Ramaphosa das Programm sei zu kostspielig, um angesichts knapper Kassen realisiert zu werden. In der Zukunft wolle er aber erneut mit Russland über einen etwaigen Ausbau von Kernkraftwerken in Südafrika verhandeln.[124][125]

    Südkorea[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Taiwan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In Taiwan (der Republik China) wird die Kernenergie seit den 1970er Jahren zur Energieerzeugung genutzt. In den 1970er und 1980er Jahren wurden drei Kernkraftwerke in Betrieb genommen. Seit den 1990er Jahren gab es in Taiwan auch eine organisierte Anti-Atomkraftbewegung, die letztlich verhinderte, dass das schon weitgehend fertiggestellte vierte Kernkraftwerk in Betrieb genommen wurde. Die im Jahr 2016 mehrheitlich gewählte Regierung der Demokratischen Fortschrittspartei plant, alle Atomkraftwerke Taiwans bis 2025 abzuschalten.[126][127]

    Türkei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Für das erste türkische Kernkraftwerk Akkuyu wurde 2015 der Grundstein gelegt und im April 2018 von Wladimir Putin und Recep Erdoğan der Baustart zelebriert. Der geschätzt 16,2 Mrd. Euro teure Bau wird von Rosatom geleitet. Der erste Reaktor soll 2023 ans Netz gehen, der vierte und letzte 2025.[128]

    Ukraine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In der Ukraine sind gegenwärtig (Stand Juni 2011) 15 Kernreaktoren mit einer Gesamtbruttoleistung von rund 14 Gigawatt (GW) in Betrieb, vier wurden stillgelegt, zwei mit je 1000 MW (= 1 GW) befinden sich in Bau. Die elektrische Stromerzeugung aus den Nuklearanlagen belief sich im Jahre 2010 auf 83,8 Milliarden kWh.[129]

    USA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Hauptartikel Liste der Nuklearanlagen in den Vereinigten Staaten und Kernenergie in den Vereinigten Staaten Mit Stand August 2013 befinden sich in den USA mit 100 mehr Kernreaktoren in Betrieb als in jedem anderen Land. Bisher wurden 32 stillgelegt. Zurzeit sind 2 Reaktoren im Bau (Vogtle-3 & 4). Der ursprüngliche Baubeginn von Watts Bar-2 war 1972, der Bau wurde jedoch 1985 unterbrochen und 2007 wieder aufgenommen,[130] am 3. Juni 2016, etwas mehr als 44 Jahre nach Baubeginn, wurde der Meiler mit dem Stromnetz synchronisiert. Die Lizenzen von 54 Reaktoren[131] (Stand Juni 2009) wurden von der Nuclear Regulatory Commission auf 60 Jahre Betriebszeit verlängert. Lizenzanträge für weitere 12 Reaktoren sind in Bearbeitung.

    Im Entwurf für das am 1. Oktober 2010 beginnende Haushaltsjahr 2011 beantragte Barack Obama eine Verdreifachung der Bürgschaften für Atomkraftwerke auf mehr als 54 Milliarden Dollar.[132]

    Aufgrund der Nuklearkatastrophe von Fukushima veranlasste Barack Obama am 17. März 2011 eine Sicherheitsprüfung aller US-Atomkraftwerke.[133] US-Energieminister Steven Chu hielt an bisherigen Plänen für neue Atomkraftwerke fest. Sicherheitsexperten rechnen jedoch mit Verzögerungen wegen vergleichbarer Sicherheitsrisiken wie in Fukushima.[134] Laut einer Umfrage im Auftrag von CBS News am 22. März 2011, lehnten 50 % (2008: 34 %) der 1022 befragten US-Bürger den Bau neuer Atomkraftwerke in den USA ab, 43 % (2008: 57 %) stimmten ihm zu.[135] Im Februar 2012 wurde erstmals seit 1979 der Bau von zwei neuen Kernreaktoren für das Kernkraftwerk Vogtle genehmigt. Die Reaktoren sollen 2016/2017 ans Stromnetz angeschlossen werden. Der Atomaufsichtsbehörde NRC liegen 20 weitere Anträge zum Bau von Kernreaktoren vor.[136]

    Im Jahr 2013 kündigten Betreiber an, 5 Kraftwerksblöcke aus wirtschaftlichen Gründen vorzeitig stillzulegen (Stand August 2013). Hierbei handelt es sich um die Kraftwerke Crystal River, Kewaunee, San Onofre 2 und 3 und Vermont Yankee mit einer Nennleistung von zusammen rund 4400 MW. Hintergrund sind niedrige Strompreise, die einem wirtschaftlichen Betrieb der Anlagen im Wege stehen. Bei 3 der 5 Blöcke hätten zudem technische Probleme Instandsetzungsarbeiten erfordert.[137]

    Im August 2015 zog Ameren Corporation ihren Antrag auf eine Baubewilligung für einen Reaktor in Missouri (Callaway-2) zurück.[138]

    Laut Presseberichten vom Mai 2018 hat die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA ein wie ein übliches KKW funktionierendes Mini-Kernkraftwerk entwickelt, das z. B. künftige Mars- und Mondbasen mit Strom versorgen soll.[139]

    Vereinigte Arabische Emirate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Im Dezember 2009 wurde ein Konsortium, geführt von dem südkoreanischen Stromversorger KEPCO mit der Errichtung des Kernkraftwerks Barakah, bestehend aus 4 Blöcken mit einer Leistung von jeweils 1400 MW in den Vereinigten Arabischen Emiraten beauftragt. Im Juli 2012 wurde mit dem Bau des ersten Blocks vom Typ APR-1400 begonnen. Er soll 2017 ans Netz gehen.

    Volksrepublik China[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In China gibt es mit der China General Nuclear Power Group (CGN) und China National Nuclear Corporation (CNNC) zwei große Kernkraftbetreiber. 2016 erzeugte CNNC insgesamt 87,07 TWh Atomstrom.[140]

    Die Volksrepublik China hat aufgrund ihres enormen Wirtschaftswachstums einen steigenden Energiebedarf. Der größte Teil der Energie soll durch Kohle und erneuerbare Energien gedeckt werden. Allerdings sind zurzeit auch rund 20 Kernreaktoren im Bau, die meisten Druckwasserreaktoren aus Eigenbau, einer Abwandlung der Westinghouse-Reaktoren.[16] Weiterhin sind vier AP1000 und zwei EPR im Bau.

    Bis Ende 2016[veraltet] sollte ein schwimmendes KKW entwickelt sein. Die 100-MW-Einheit wird von einem ACP100S-Reaktor mit Energie versorgt. Das Kernkraftwerk kann beispielsweise zur Energieversorgung entlegener Küstenregionen eingesetzt werden.[141]

    Nach der Katastrophe von Fukushima rückte die Sicherheit chinesischer Kernkraftwerke in den Fokus; die Regierung verhängte ein Moratorium über den Bau weiterer AKW und ordnete eine Sicherheitsüberprüfung der bestehenden 41 Kraftwerke an. Eine Untersuchung des chinesischen Umweltministeriums hat gezeigt, dass bis 2015 etwa 80 Milliarden Yuan (9,7 Milliarden Euro) in den Aus- und Umbau der AKW investiert werden müss(t)en. Die Vielzahl verschiedener Bautypen sei ein Hindernis dabei.[142]

    Das Land plant bis 2020 Kernkraftwerke mit einer installierten Leistung von 58 GW zu bauen. Aufgrund von Problemen mit den komplexen Reaktortypen EPR und AP1000, von denen weltweit noch kein Reaktor am Netz ist, ist es unwahrscheinlich, dass dieses Ziel erreicht werden kann. Stattdessen setzt China auf die 1000-MW-Reaktortypen ACP1000 und ACPR1000 auf Basis des französischen 900 MW-Designs M310.[143] Beide Typen wurden 2015 zum Reaktordesign Hualong One fusioniert.[144] Insgesamt sind 135 Reaktoren geplant oder vorgeschlagen[16], darunter auch Hochtemperaturreaktoren (HTR) aus eigener Entwicklung.

    Weißrussland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Weißrussland baut derzeit das Weißrussische Kernkraftwerk mit zwei Blöcken von jeweils 1.200 MW an der Grenze zu Litauen. Mit dem KKW-Bau sollte 2009 begonnen werden, der Vertrag wurde jedoch erst am 18. Juli 2012 unterschrieben. Am 3. Oktober 2014 hat die russische Regierung dafür Weißrussland einen Kredit in der Höhe von bis zu zehn Milliarden Euro gewährt.

    Der russische Kernkraftwerkbauer Atomstroyexport errichtet zwei Reaktoren mit einer Leistung von etwa 1.100 Megawatt Nettoleistung. Block 1 soll im Jahr 2019 ans Netz gehen und im Jahr 2020 darauf der zweite Reaktor.[145] Die Rolls-Royce-Tochter MTU liefert für das Kraftwerk zehn Notstromaggregate.[146] Die Anlage könnte den kompletten Strombedarf des Landes decken. Es existieren Pläne für einen dritten Reaktor, durch den Weißrussland dann auch erstmals Strom ins Ausland exportieren könnte. Der Staatspräsident Aljaksandr Lukaschenka erklärte er wolle ein weiteres Kernkraftwerk im Osten des Landes bauen lassen.[147]

    Weitere Länder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    • Ghana deckt zurzeit 65 Prozent des Elektrizitätsbedarfs mittels Wasserkraft. Nach einer Dürre kam es in den Jahren 2006/2007 zu einem schwerwiegenden Elektrizitäts-Versorgungsengpass. Vor dem Hintergrund hoher Ölpreise, Verzögerungen beim Gas-Pipelinebau zur Nutzung nigerianischen Erdgases und Zweifeln an der Zuverlässigkeit Nigerias als Gaslieferant wurde im Jahr 2007 vom ghanaischen Kabinett der Bau eines 400 MW-Reaktors bis zum Jahr 2018 beschlossen.[148]
    • Israel darf kein Kernkraftwerk betreiben, weil es eine Überwachung seiner Nuklearanlagen durch die IAEA nicht zulassen will. Von 2007 bis 2011 plante es den Bau eines 2000-Megawatt-Kernkraftwerks in der Wüste Negev.[149][150]

    Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

     Portal: Kernenergie – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Kernenergie

    Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    1. a b c d e f g h i j Power Reactor Information System (PRIS). der internationalen Atomenergieorganisation IAEA
    2. PRIS – Country Statistics. Abgerufen am 29. Juni 2015.
    3. Atom-Euphorie in den 1950ern
    4. Number of Operating Reactors by Age. auf: iaea.org
    5. Auch im Jahr 2008 kein Aufstieg der Atomkraft. auf: oekonews.at, 11. Januar 2009.
    6. Peter Hennicke, Susanne Bodach: Energierevolution. Effizienzsteigerung und erneuerbare Energien als neue globale Herausforderung. herausgegeben vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, München 2010, S. 25.
    7. WNA Nuclear Century Outlook Data. auf der Webseite der World Nuclear Association. (fortlaufend aktualisiert)
    8. Renaissance der Kernenergie?. (PDF; 593 kB) In: Prognos. September 2009. Abgerufen am 10. September 2011.
    9. China legt Reaktorbau nun doch auf Eis. In: FAZ. 16. März 2011. Abgerufen am 10. September 2011.
    10. Streitpunkt Kernenergie. Eine neue Debatte über alte Probleme (PDF; 2,5 MB) Abgerufen am 10. September 2011.
    11. Italiener sagen nein zur Atomkraft – und zu Berlusconi In: Spiegel-Online, 13. Juni 2011. Abgerufen am 10. September 2011.
    12. Nuclear worldwide: Where we stand 3 years after Fukushima. (PDF) Abgerufen am 2. Juni 2014.
    13. 'Energierevolution': Kommission unterstützt Atomenergie. auf: euractiv.com, 3. Oktober 2007.
    14. Seit September 2013 liefert kein japanischer Reaktor mehr Strom. Zuvor hatten etwa zwei Jahre lang nur zwei der 50 Reaktoren Strom geliefert.
    15. In Zukunft ohne Atomkraft. (PDF; 2,2 MB) auf: global2000.at. S. 7.
    16. a b c d e World Nuclear Power Reactors and Uranium Requirements, World Nuclear Association, Stand 31. Juli 2017.
    17. Im Bau seit 2005.
    18. Im Bau seit 2007.
    19. Im Bau seit 1987.
    20. Ab September 2013 lieferte kein japanischer Reaktor mehr Strom, ab Oktober 2015 liefern ihn zwei Reaktoren wieder. Zuvor hatten etwa zwei Jahre lang nur zwei der 50 Reaktoren Strom geliefert.
    21. Fertigstellung ungewiss. Im Bau seit 2007/2010.
    22. Bis Oktober 2015 war die Fertigstellung von zwei Reaktoren in Planung, dann wurde das Projekt mit Russland storniert.
    23. tagesschau.de (Memento vom 27. Mai 2011 im Internet Archive)
    24. heise.de
    25. Im Bau seit 1999. Die Regierung Taiwans beschloss Mitte 2016 den Atomausstieg bis 2025.
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