Wendt (Adelsgeschlecht)

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Stammwappen derer von Wendt

Wendt ist der Name eines alten westfälischen Adelsgeschlechts.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wendt waren seit dem 13. Jahrhundert in und um Lemgo begütert und gehören zum westfälischen Uradel. Das Geschlecht erscheint erstmals urkundlich 1231 mit Henricus Slavus [1] und beginnt urkundlich 1248 mit dem Ritter Gottschalk Wend die ununterbrochene Stammreihe.

Ritter Heinrich I. von Wendt, ein Burgmann des Bischofs von Münster auf der Burg Stromberg verlobte sich im Dezember 1330 mit Agnes, Tochter des Burggrafen Heinrich IV. von Stromberg.

Die Nachfahren spalteten sich später in die Crassensteiner, Holtfelder Linie und Steinheimer Linie. Ein 1450 gegründeter Familienverein sollte die Linien zusammenhalten.

1535 wendete sich die Familie von Wendt zu Crassenstein der Reformation zu. Die Familie von Wendt-Holtfeld blieb katholisch. Die Crassensteiner Line lebte auf Schloss Crassenstein und starb 1710 aus. Auch die Holtfelder Linie starb aus, so dass die Liegenschaften auf die Steinheimer Linie übergingen, die ihren Sitz auf der 1639 zerstörten fürstbischöflich paderbornischen Drostenburg in Steinheim (Westfalen) hatte.

Der Kaiserliche General-Wachtmeister Johann Adam Freiherr von Wendt auf Wendhausen, Gymerich und Rottenkirchen wird 1715 in den Reichsgrafenstand erhoben.

Besitzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Crassenstein wurde 1419 von Heinrich III. von Wendt gekauft. 1497 erbte die Familie Schloss Holtfeld und 1697 Schloss Hardenberg (Velbert) mit der Herrschaft Hardenberg einschließlich Haus Achternberg. 1860 erwarb Oswald von Wendt auch Schloss Borlinghausen. Mit seinem Tod 1877 erbte seine Schwester Leonie die Güter Crassenstein, Holtfeld, Hardenberg und Borlinghausen und brachte sie an die Familie ihres Mannes, des niederländischen Grafen Oscar Laurent de Marchant et d’Ansembourg. Ihre Erben verkauften diese Besitzungen nach und nach.

1674 wurde Haus Horst (Essen) erworben und blieb bis 1910 im Familienbesitz. Schloss Gevelinghausen mit Wiggeringhausen befand sich seit 1796 im Besitz der Papenhausener Linie der Familie. 1838 wurde zudem Schloss Schellenstein erworben. Gevelinghausen zusammen mit den Gütern Schellenstein, Gierskopp, Wiggeringhausen und Papenhausen mussten 1985 von Karl von Wendt im Zuge des Bankrotts seines Freizeitparks Fort Fun Abenteuerland verkauft werden. Maximilian Freiherr von Wendt-Papenhausen erwarb 1978 die Burg Boetzelaer.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stammwappen zeigt in Gold drei (2:1) von Silber und Blau gespaltene Eisenhüte mit roter Quaste und Sturmband. Auf dem Helm mit blau-goldenen Decken ein weiterer Eisenhut ohne Quaste, besteckt mit drei natürlichen Pfauenfedern.

Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Linie Steinheim
  • Franz Freiherr von Wendt (1800–1870)
  • Franz Arnold (Erbe aller drei Linien)
    • Friedrich Wilhelm Freiherr von Wendt zu Holtfeld, Herr zu Hardenberg, Horst, Crassenstein, Heege, Bökenförde, Altendorff etc. (verlegte 1808 den Hauptsitz der Familie nach Crassenstein)
  • Carl Freiherr von Wendt-Papenhausen († im Zweiten Weltkrieg als Rittmeister in Russland)
    • Karl von Wendt (1937–2006), deutscher Autorennfahrer und Unternehmer
Linie Crassenstein

Die Linie erlosch 1710.

Linie Holtfeld
  • Franz Egon II. von Wendt zu Holtfeld (verstarb kinderlos)
?
  • Jobst Dietrich von Wendt († 1714, erwarb 1673 Haus Horst in Essen)
    • Franz Wilhelm von Wendt († 15. Mai 1717)
      • Franz Egon von Wendt († 1742)
  • Rudolph Freiherr von Wendt (1813–1863), Mitglied des preußischen Herrenhauses
  • Wilhelm Wendt zum Crassenstein (1603−1644)
  • Johann Adam Freiherr von Wendt auf Wendhausen, Gymerich und Rottenkirchen (wird 1715 in den Reichsgrafenstand erhoben)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Familie Wendt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Westfälisches Urkundenbuch 6, Nr 247