Werner Schröder (Zoologe)

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Werner Schröder (* 19. Dezember 1907 in Bochum; † 2. Juli 1985 in Berlin), studierter Zoologe, Botaniker und Paläontologe, war langjähriger Direktor des Berliner Aquariums. Er leitete und organisierte dabei den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur begann Schröder 1929 an der Friedrich-Wilhelm-Universität in Berlin das Studium der Zoologie, Biologie und der Paläontologie. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er vom Berliner Magistrat zum stellvertretenden Leiter und Geschäftsführer und bereits kurze Zeit später, am 29. September 1945 zum kaufmännischen Direktor des Zoologischen Gartens berufen. Durch die Einrichtung von Restaurationsbetrieben und der jährlichen Ausrichtung eines Oktoberfestes im Zoologischen Garten konnte Schröder für Einnahmen sorgen, die dem Wiederaufbau des Zoologischen Gartens zugutekamen.[1]

Der Wiederaufbau des Berliner Aquariums begann 1952 unter der Leitung Schröders als Direktor des Aquariums. Schröder machte diese Tätigkeit zu seiner „Lebensaufgabe“. Nach der ersten Teil-Wiedereröffnung des Aquariums im Erdgeschoss im September 1952 folgten im 1956 die Eröffnung des Terrariums und 1959 die des Insektariums. Bereits 1968 konnte Schröder in Berlin wieder die weltweit artenreichste Sammlung aller Aquarien präsentieren.[2]

1977 ging Werner Schröder in den Ruhestand. Am 2. August 1979 heiratete er Inge Sievers.[3] Er verstarb 1985 und wurde auf den Friedhof Friedenau beigesetzt.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grabstein auf dem Friedhof Friedenau
Berliner Gedenktafel am Aquarium

Am 18. November 1974 wurde Werner Schröder vom damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Das Grab von Werner Schröder auf dem Friedhof Friedenau ist seit dem 25. September 1990 ein Ehrengrab des Landes Berlin.

Seit 2002 erinnert an der Straßenfassade des Aquariums, neben den vorhandenen Berliner Gedenktafeln für Oskar Heinroth und Katharina Heinroth, nun eine weitere an Werner Schröder. Am 19. Dezember 2007, dem 100. Geburtstag Schröders, wurde im Beisein von Schröders Witwe vor dem Aquarium (Gartenseite) eine von Heinz Spilker geschaffene Büste zu Füßen des dort präsentierten Iguanodons aufgestellt.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werner Schröder: Zum Abschied ein Krokodil. Mein Leben für das Berliner Aquarium. Erinnerungen. Ullstein-Verlag, Frankfurt 1991, ISBN 3-548-34862-9, herausgegeben von seiner Witwe.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Werner Schröder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kurzbiografie (Memento vom 12. März 2009 im Internet Archive) beim Westkreuz-Verlag
  2. Zoo-Aquarium Berlin / Aus der Geschichte
  3. Werner Schröder: Zum Abschied ein Krokodil. Mein Leben für das Berliner Aquarium. Erinnerungen. S. 233, weitere Angaben: siehe Veröffentlichungen.
  4. „Mein Leben für das Berliner Aquarium“