Westray

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Westray
Westray, Leuchtturm bei Noup Head
Westray, Leuchtturm bei Noup Head
Gewässer Nordsee
Inselgruppe Orkneyinseln
Geographische Lage 59° 18′ N, 2° 59′ WKoordinaten: 59° 18′ N, 2° 59′ W
Lage von Westray
Länge 11,5 km
Breite 7 km
Fläche 47,13 km²
Höchste Erhebung Fitty Hill
169 m
Einwohner 560
12 Einw./km²
Hauptort Pierowall

Westray gehört zu den schottischen Orkney-Inseln und befindet sich 28 km nördlich der Hauptstadt der Inselgruppe Kirkwall, die auf Mainland liegt. Die Insel hat bei einer Ausdehnung von 17 × 11,5 km eine Fläche von 47,13 km². Die höchste Erhebung einer Hügelkette an der Westküste ist mit 169 m der Fitty Hill.

Die meisten der 560 Einwohner leben im Hauptort Pierowall mit Schiffsverbindung nach Papa Westray und in Rapness, im äußersten Süden, dem Fährhafen nach Mainland. Haupterwerbszweige sind die Fischerei und Landwirtschaft, sowie in geringerem Maße der Tourismus.

Noltland Castle
Typisches steingedecktes Westray-Haus
Lady Kirk
Links of Noltland

Neben der Fähr- besteht mittels der Loganair auch eine Flugverbindung zu dem kleinen Landeplatz im Norden; der Flug zur Nachbarinsel Papa Westray ist mit einer Länge von 2,8 km und einer Dauer von ca. 2 Minuten der kürzeste Linienflug der Welt. Auf der seit 1967 betriebenen Strecke wurde am 31. Oktober 2016 der einmillionste Fluggast begrüßt.[1]

Ausgrabungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgrabungen am Knowe of Skea an der Südwestspitze der Insel und am Point of Cott, brachten wertvolle Erkenntnisse über die neolithischen und eisenzeitlichen Bestattungen. Letztere waren bislang wenig erforscht. Der überaus gute Erhaltungsgrad der über 100 Leichen im Knowe of Skea wird auf den hohen Salzgehalt des Bodens zurückgeführt. Die Figur der Westray Wife und zwei weitere neolithische Figurinen wurde bei Ausgrabungen in den Links of Noltland gefunden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Ruine des in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erbauten Noltland Castle.
  • der 1981 in einem Grab gefundene Westray Stone von Pierowall, ähnelt dem Eintrittstein von Newgrange in Irland. Eine Replik des Westray Stones ist im Museum von Kirkwall zu sehen. Ein weiterer Stein mit Petroglyphen wurde 2008 bei den Links of Notland entdeckt.
  • die Ruine der St. Mary's Church in Pierowall.
  • die Ruine der Westside Church von Tuquoy, einige Kilometer südlich von Pierowall.
  • an der gesamten Küste sind die Reste einiger Bootshäuser aus der Wikingerzeit (hier noust geschrieben) zu finden.
  • in oder bei Caouter's Hill, Fitty Hill, Knucker Hill und Powdykes sind die Reste von Megalithanlagen zu finden.
  • der Broch von Burrastae ist der am besten erhaltene.

Wenig nördlich des Notland Castles liegt die Dünenlandschaft der Links of Noltland, unter der sich ein steinzeitlichen Dorf aus der Zeit der Grooved Ware befindet[2]. In der Bucht von Tuquoy liegt eine Wikingersiedlung, von der vermutet wird, dass dort Haflidi von Turqouy wohnte, der in der Mitte des 12. Jahrhunderts eine dominierende Rolle auf Orkney spielte. Das Gebiet um den 104 m hohen North Hill ist ein artenreiches Vogel- und Naturschutzgebiet. Hier brüten u. a. Trottellummen, Tordalke, Gryllteisten, Basstölpel, Krähenscharben und Papageientaucher. Über der Steilküste der Nordwestspitze Noup Head steht der 1898 errichtete gleichnamige Leuchtturm.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schlick W. Die Orkney und Shetland-Inseln DuMont Köln

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. World’s shortest flight celebrates its millionth passenger, in: The Guardian, 1. November 2016, abgerufen am 1. November 2016
  2. Informationen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Westray – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien