Wikipedia:Hauptseite/Artikel des Tages

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Abkürzung: WP:ADT

Die Einbindung des Artikels des Tages erfolgt auf Wochentags-Seiten von Montag bis Sonntag. Vorgeschlagen und diskutiert werden die Artikel auf dieser Seite, die auch Fragen der Bildeinbindung und Weiteres erklärt.


Artikel des Tages am Freitag

Seite des Codex Oxoniensis Clarkianus 39 (Clarke Plato). Dialog Kratylos.

Der Kratylos (altgriechisch Κρατύλος Kratýlos, lateinisch Cratylus) ist eine Schrift des griechi­schen Philoso­phen Platon. Das in Dialog­form verfasste Werk bildet den Ausgangs­punkt der europäischen Sprach­philo­sophie und Sprach­wissen­schaft. An dem fiktiven, literarisch gestal­teten Gespräch sind drei Personen beteiligt: Platons Lehrer Sokrates, der Philo­soph Kratylos, nach dem der Dialog benannt ist, und dessen Freund Hermogenes. Erörtert wird die Stichhaltig­keit der Behaup­tung, dass nicht nur Aussa­gen richtig oder falsch sind, sondern es auch eine Richtig­keit von Namen und Bezeich­nungen gibt. Dies ist dann der Fall, wenn Bezeich­nungen ihren Gegen­ständen nicht willkür­lich, sondern von Natur aus zugeord­net sind und die Beschaffen­heit der Gegen­stände wahrheits­gemäß ausdrücken. Kratylos ist von der natür­lichen Richtig­keit der Wörter über­zeugt (semantischer Naturalis­mus), während Hermogenes von der Hypo­these einer willkür­lichen Verein­barung der Wort­bedeutungen aus­geht (Konven­tionalis­mus). In der neueren Forschung wird seine wegwei­sende Bedeutung für die europä­ische Sprach­philo­sophie gewür­digt, die schließ­lich zur modernen Zeichen­theorie der Sprache geführt habe.  – Zum Artikel …

Archiv · Weitere exzellente und lesenswerte Artikel ·  RSS-Feed

Artikel des Tages am Samstag

Ruinentheater

Der Felsengarten Sanspareil (fran­zösisch sans pareil [sɑ̃paˈʀɛj] = ohne­glei­chen) ist ein 1744–1748 ge­schaf­fener eng­lischer Land­schafts­garten in der Nähe der ober­frän­kischen Ge­meinde Wonsees im Land­kreis Kulm­bach. Der Garten schließt die vor­han­dene Fel­sen­struk­tur des Frän­kischen Juras sowie die mit­tel­alter­liche Burg Zwer­nitz als Staf­fagen in das Garten­konzept ein, dessen Aus­füh­rung Mark­graf Frie­drich von Bay­reuth im Früh­jahr 1744 begann und seine Gattin Mark­gräfin Wil­hel­mine von Bay­reuth nach ihren Vor­stel­lungen voll­endete. Ende 1744 waren das Refe­renten­haus, das Holz­stoß­häus­chen und das Belve­dere fertig­ge­stellt. Im Folge­jahr began­nen die Bau­arbei­ten am Mor­gen­län­dischen Bau, Burg­grafen­haus, Mark­grafen­haus und am Küchen­bau unter maß­geb­licher Betei­ligung des Hof­stucka­teurs Gio­vanni Bat­tista Pe­drozzi. 1746 folgten die Ar­beiten am Ruinen- und Grotten­theater. Zwei Jahre später waren alle Ar­beiten am Garten und an den festen Bauten ab­geschlos­sen und die Anlage konnte mit der Fertig­stel­lung der Stucka­turen im Saal des Morgen­län­dischen Baus als voll­endet gelten. Das ge­samte En­semble steht unter Denkmal­schutz. Der Garten ist vom Baye­rischen Landes­amt für Umwelt als Geotop 477R008 aus­gewie­sen.  – Zum Artikel …

Archiv · Weitere exzellente und lesenswerte Artikel ·  RSS-Feed

Artikel des Tages am Sonntag

Karte Rostocks von Wenzel Hollar (1624/25)

Die Geschichte Rostocks ist von der Lage der Stadt an der Ostsee ge­prägt. Um 1165 wurde erst­mals ein sla­wischer Handels­platz erwähnt. Ab dem späten 12. Jahr­hundert ent­wickel­te sich eine deutsche Sied­lung, der am 24. Juni 1218 das lüb­ische Stadt­recht verlie­hen wurde. Seit Mitte des 13. Jahr­hun­derts war die Stadt Mit­glied der Hanse. Im 14. und 15. Jahr­hun­dert wurden re­präsen­tative Bauten im Stil der Back­stein­gotik er­richtet und 1419 die Uni­ver­sität gegrün­det. Als mecklen­bur­gische Landes­stadt war die Ge­schich­te Ro­stocks von einem stän­digen Gegen- und Mit­einan­der mit den mecklen­bur­gischen Her­zögen ge­prägt. 1531 führte der Rat der Stadt die Refor­mation ein. Mit dem Nieder­gang der Hanse, dem Dreißig­jäh­rigen Krieg und einem Stadt­brand im Jahre 1677 sank Ro­stock in die Rolle einer Provinz­stadt zurück, blieb jedoch das gei­stige und wirt­schaft­liche Zentrum Mecklen­burgs. Die Ansie­delung der Heinkel- und Arado-Flug­zeug­werke in den 1920er Jahren machte Ro­stock zu einem be­deu­tenden Luft­fahrt­zentrum aber später auch zu einem Ziel von Bomben­angrif­fen im Zwei­ten Welt­krieg. In der DDR war Ro­stock Bezirks­stadt und wurde syste­matisch aus­gebaut. Seit der Deut­schen Wieder­vereini­gung ist Rostock mit über 205.000 Ein­woh­nern (2016) größte Stadt des Landes Mecklen­burg-Vor­pom­mern und ein be­deu­tendes Kultur- und Wirt­schafts­zentrum des süd­lichen Ostsee­raumes.  – Zum Artikel …

Archiv · Weitere exzellente und lesenswerte Artikel ·  RSS-Feed