Wikipedia:Hauptseite/Artikel des Tages

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Die Einbindung des Artikels des Tages erfolgt auf Wochentags-Seiten von Montag bis Sonntag. Vorgeschlagen und diskutiert werden die Artikel auf dieser Seite, die auch Fragen der Bildeinbindung und Weiteres erklärt.


Artikel des Tages am Freitag

Logo der 1963 erschienenen Fassung des Films Der dritte Mann

Der dritte Mann (Originaltitel: The Third Man) ist ein in Schwarz­weiß gedrehter britischer Thriller von Carol Reed aus dem Jahr 1949. Der Film ent­stand nach einem Original­dreh­buch von Graham Greene. Haupt­figur ist der amerika­nische Autor Holly Martins (Joseph Cotten). Wegen eines Job­ange­botes seines Freundes Harry Lime (Orson Welles) reist er in das Nach­kriegs-Wien und wird dort in kriminelle Machen­schaften hinein­gezogen. In einer weiteren Haupt­rolle ist Alida Valli zu sehen. Zur Bekannt­heit des Films trugen unter anderem das von Anton Karas auf der Zither gespielte Harry-Lime-Thema, die expressio­nistischen Kamera­perspek­tiven, Orson Welles’ viel zitierte „Kuckucks­uhr-Rede“ und die finale Ver­fol­gungs­jagd durch die Wiener Kana­lisation bei. Obwohl Der dritte Mann in einigen Büchern als Film noir betrachtet wird, ist sein Status als Vertreter dieser Film­gattung um­stritten. Marken­zeichen des Film noir sind nach über­ein­stimmender Ansicht von Film­histori­kern der urbane Schau­platz, die moralisch ambiva­lenten Haupt­figuren (insbesondere die weiblichen), die düstere Grund­stimmung und der häufig negative Aus­gang der Geschichte, der manchmal in einer Rahmen­erzählung schon zu Beginn preis­gege­ben wird.  – Zum Artikel …

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Artikel des Tages am Samstag

Elektronenmikroskopaufnahme des Sporenträgers von Aspergillus fumigatus

Die Gießkannenschimmel (Aspergillus) sind eine über 350 Arten umfassende Gattung von Schimmel­pilzen mit asper­gill­förmigen Sporen­trägern. Sie sind weltweit verbreitete Sapro­bionten, die über­wiegend in toter, sich zer­setzender, orga­nischer Substanz leben und einen erheb­lichen Anteil am Stoff­kreis­lauf im Öko­system der Erde haben. Einige Arten sind jedoch Krank­heits­erreger, die den Menschen, verschiedene Tiere oder Pflanzen befallen können. Gieß­kannen­schimmel haben einen pleo­morphen Ent­wicklungs­zyklus, sie verfügen über eine sexuelle Form (Teleo­morphe) und eine asexuelle Form (Anamorphe). Viele Arten gehören aber zu den sogenannten Fungi imperfecti, das heißt, dass unbe­kannt ist, ob sie sich aus­schließlich asexuell vermehren oder die Phase der sexuellen Vermeh­rung noch unent­deckt ist. Nur die asexuellen Formen werden als Aspergillus bezeichnet. Der Name Gieß­kannen­schimmel stammt von der Form der Konidien­träger. Diese sehen unter dem Mikro­skop dem Brause­kopf einer Gieß­kanne oder einem Staub­wedel ähnlich. Der wissen­schaft­liche Name Asper­gillus ist ebenfalls von dieser Form abge­leitet, die mit einem Aspergill, einem litur­gischen Weih­wasser­sprenger, ver­glichen wird.  – Zum Artikel …

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Artikel des Tages am Sonntag

Eine Seite einer Ion-Handschrift aus dem 15. Jahrhundert

Der Ion ist ein in Dialog­form verfasstes frühes Werk des griechi­schen Philo­sophen Platon. Den Inhalt bildet ein fiktives Gespräch von Platons Lehrer Sokrates mit Ion von Ephesos, nach dem der Dialog benannt ist. Ion ist Rhap­sode, das heißt, er rezitiert berufs­mäßig bei fest­lichen Anlässen epische Dichtung und legt sie aus. Das Thema des Gesprächs ist die Frage, worauf die Kompe­tenz eines Rhap­soden basiert. Den Hinter­grund bildet – mit modernen Begriffen ausge­drückt – das unge­klärte Verhäl­tnis zwischen litera­ri­scher Technik und über­ragender künst­lerischer Qualität auf dem Gebiet der Schönen Literatur. Sokrates fragt nach dem beruf­lichen Wissen, das Ion befähigt, Dich­tung zu inter­pre­tieren. Im Zuge des Dialogs erweist sich, dass ein beson­deres beruf­liches Wissen der Dichter und der Rhap­soden nicht benennbar ist oder dass gött­liche Inspi­ration die Dichter und die Rhap­soden zu Leistungen befähigt, die sie von sich aus nicht erbringen könnten. Mit dieser von Sokrates vor­geschla­genen Erklä­rung ist Ion zufrieden. In der Neu­zeit führten konträre Deutungen des Inspi­rations­kon­zepts zu gegen­sätz­lichen Ergeb­nissen. Das Spek­trum der Inter­preta­tionen reicht von der Ein­schätzung als reine Persi­flage bis zur Annahme, es handle sich um eine Huldi­gung an die poetische Er­griffen­heit.  – Zum Artikel …

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