Wiktor Iwanowitsch Belenko

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
Wiktor Belenkos Militärausweis, ausgestellt im CIA Museum

Wiktor Iwanowitsch Belenko (russisch Виктор Иванович Беленко; * 15. Februar 1947 in Naltschik) ist ein amerikanischer Flugzeugingenieur und früherer sowjetischer Leutnant und Pilot.

Belenko desertierte am 6. September 1976 mit einer MiG-25P – bis dahin ein Militärgeheimnis der sowjetischen Luftstreitkräfte –  und landete im japanischen Hakodate. Damit machte er das Flugzeug und seine Bewaffnung einschließlich des Flughandbuchs den westlichen Gegnern zugänglich.

Die Regierung der UdSSR verbreitete Informationen über eine „Notlandung“, beziehungsweise: das „Flugzeug sei vom Kurs abgekommen...“, sowie „...ausländische Geheimdienste setzten Pilot Belenko unter Drogen“. Dies wurde von Belenko dementiert, indem er bekanntgab, „ich bin freiwillig hierher geflogen“. Infolgedessen begannen die sowjetischen Gesandten in Japan, ihm offen zu drohen.

Das Flugzeug wurde von japanischen und US-amerikanischen Experten untersucht und später der UdSSR in Einzelteilen zurückgegeben.

Belenko blieb in den USA und erwarb 1980 die amerikanische Staatsbürgerschaft. Er lehrte mehrere Jahre in einer Militärakademie Taktik und Strategie des Luftkampfes. Er heiratete eine Amerikanerin und zog mit ihr zusammen zwei Kinder groß (gleichwohl ist er immer noch nicht geschieden von seiner russischer Ehefrau mit der er einen gemeinsamen Sohn hat). In der letzten Zeit hatte er ein eigenes Handelsunternehmen. Er trieb Handel mit mehreren Ländern sowie unter einem Decknamen mit Russland.

Die ehemaligen staatlichen sowjetischen und später die russischen Medien verbreiteten mehrmals falsche Informationen über Belenkos „Unfalltod“. In der UdSSR und der heutigen Russischen Föderation gilt er als Staatsverräter.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]