Wilde Sau (Fluss)

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Wilde Sau
Saubach
Regulierter Abschnitt in Wilsdruff (Blick vom Badersteg zum Lunapark)

Regulierter Abschnitt in Wilsdruff (Blick vom Badersteg zum Lunapark)

Daten
Lage Sachsen, Deutschland
Flusssystem Elbe
Abfluss über Elbe → Nordsee
Quelle in Pohrsdorf
50° 59′ 26,7″ N, 13° 31′ 28,85″ O
Mündung bei Gauernitz (am gegen­über­liegenden Elbufer von Coswig)Koordinaten: 51° 6′ 40,1″ N, 13° 34′ 22,9″ O
51° 6′ 40,1″ N, 13° 34′ 22,9″ O

Länge etwa 22 km
Abfluss am Pegel Wilsdruff[1]
AEo: 26,03 km²
Lage: 10,7 km oberhalb der Mündung
NNQ (25.07.1990)
MNQ 1979/2010
MQ 1979/2010
Mq 1979/2010
MHQ 1979/2010
HHQ (13.08.2002)
10 l/s
38 l/s
174 l/s
6,7 l/(s km²)
5,09 m³/s
26,9 m³/s

Die Wilde Sau, auch Saubach genannt, ist ein linker Nebenfluss der Elbe. Das Tal der Wilden Sau ist Bestandteil des Landschaftsschutzgebietes Linkselbische Täler.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name ist wahrscheinlich slawischen Ursprungs, was auch die Namen benachbarter Elbezuflüsse nahelegen. Es könnte dieselbe sprachliche Wurzel wie bei dem Donauzufluss Sava/Save zugrunde liegen. Der slawische Name hatte wahrscheinlich in etwa die Bedeutung Sturzbach, was auf das verhältnismäßig starke Gefälle im (oberen) Unterlauf der Wilden Sau zurückzuführen sein dürfte.

Infolge volkstümlicher, etymologischer Nameninterpretation entstand die Sage, dass eine Bache mit ihren Frischlingen beim Wühlen auf der Wiese auf eine Quelle gestoßen sei. Bronzeplastiken auf dem Wilsdruffer Marktplatz illustrieren diese Sage.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wilde Sau entspringt am Tharandter Wald in Pohrsdorf, verläuft hauptsächlich in nordnordöstliche Richtung, durchfließt u. a. die Stadt Wilsdruff und mündet bei Gauernitz nach etwa 22 Kilometern in die Elbe. Der Höhenunterschied zwischen Quelle und Mündung beträgt etwas mehr als 250 m.

Besonders im flachen Gelände ihres Oberlaufs bildete die Wilde Sau infolge der geringen Fließgeschwindigkeit ausgeprägte Mäander, die in den Ortslagen zum Teil bis hin zur Flussbegradigung reguliert worden sind.

Hochwasser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Hochwasserkatastrophen 1958, 2002 und 2013 verwüstete der sonst eher friedliche Bach bebaute und unbebaute Grundstücke erheblich, 2002 gab es dabei in Wilsdruff ein Todesopfer.

Brücken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In unmittelbarer Nähe des ehem. Bahnhofes in Wilsdruff befindet sich der 1954 neu gebaute Saubachtalviadukt der ehem. Schmalspurbahn Freital-Potschappel–Nossen. Bei Wilsdruff überquert zudem die mittlerweile zum dritten Mal errichtete Saubachtalbrücke der Bundesautobahn 4 das verhältnismäßig tief eingeschnittene Tal der Wilden Sau. Diese 1996 eröffnete dritte Brücke hatte Vorgängerbauten aus den Jahren 1954 bzw. 1974 und 1936.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hydrologisches Handbuch. (PDF; 637 kB) Teil 3 – Gewässerkundliche Hauptwerte. Freistaat Sachsen – Landesamt für Umwelt und Geologie, S. 70, abgerufen am 25. Dezember 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wilde Sau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien