Wilhelm Friedrich von Karwinsky von Karwin

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Wilhelm Friedrich von Karwinsky von Karwin (* 19. Februar 1780 in Keszthely; † 2. März 1855 in München) war ein ungarisch-deutscher Botaniker. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Karw.“. Er sammelte in Brasilien und Mexiko.

Er wird auch Karwinski zitiert und hatte einen Freiherrn-Titel.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karwinsky von Karwin stammte aus adliger Familie und studierte in Wien für den Beruf des Bergbauingenieurs, den er auch eine Weile in Spanien ausübte. Nachdem er Besitz in Bayern geerbt hatte zog er 1815 nach München. Er sammelte 1821 bis 1823 in Brasilien und war 1827 bis 1832 in Mexiko, wo er im Auftrag einer deutsch-amerikanischen Bergbaugesellschaft aus Düsseldorf tätig war und im Auftrag der Bayerischen Staatssammlungen Pflanzen sammelte. In Mexiko war er vor allem in der Provinz Oxaca und sandte viele lebende Agaven und Kakteen nach München. Kakteen erzielten wie Orchideen im 19. Jahrhundert bei Sammlern hohe Preise. Karwinsky von Karman verkaufte zum Beispiel 1842 ein seltenes Exemplar von Ariocarpus kotschoubeyanus für 1000 Franc, was viel mehr als sein Gewicht in Gold war.

Ariocarpus kotschoubeyanus

1840 bis 1843 war er nochmals in Mexiko, wo er für die russische Regierung sammelte und die Funde nach Sankt Petersburg schickte. Dabei tat er sich mit dem dänischen Sammler Frederik Liebmann (1813–1856) zusammen.

1816 wurde er Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.[1]

Verschiedene Taxa sind ihm zu Ehren benannt (zum Beispiel die Gattung Karwinskia und das Mexikanische Berufkraut Erigeron karvinskianus).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rogers McVaugh: Karwinski´s itineraries in Mexico 1827-1832 and 1840-1843, Contrib. Univ. Michigan Herbarium, Band 14, 1980, S. 141–152, Archive

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitgliedseintrag von Wilhelm Friedrich Baron Karwinski von Karwin bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 3. Februar 2016.