Willendorf in der Wachau

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Willendorf in der Wachau (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Willendorf
Willendorf in der Wachau (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Krems-Land (KR), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Krems an der Donau
Pol. Gemeinde Aggsbach
Koordinaten 48° 19′ 20″ N, 15° 24′ 15″ OKoordinaten: 48° 19′ 20″ N, 15° 24′ 15″ Of1
Höhe 220 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 154 (1. Jän. 2019)
Gebäudestand 81 (2001)
Fläche d. KG 3,26 km²
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 04374
Katastralgemeinde-Nummer 12366
Zählsprengel/ -bezirk Willendorf in der Wachau (31301 001)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
f0
f0
154

BW

Willendorf von der Burgruine Aggstein aus gesehen.

Willendorf, zur Unterscheidung oft auch als Willendorf in der Wachau bezeichnet, ist ein Dorf in der Wachau, Niederösterreich, im Bezirk Krems-Land.

Willendorf wurde 1908 durch den Fund der Venus von Willendorf (25.000 Jahre alt) bekannt und berühmt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Willendorf liegt auf 209 m Seehöhe am linken (= nördlichen) Donauufer zwischen Aggsbach Markt und Spitz an der Donau. Der Ort gehört als Katastralgemeinde zur politischen Gemeinde Aggsbach.

Archäologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1908 wurde in Willendorf die Venus von Willendorf, der bedeutendste Fund des Jungpaläolithikums auf österreichischem Boden, gefunden. Die Steinfigur ist etwa 10 cm groß und ca. 25.000 Jahre alt. Andere Funde an der Fundstelle Willendorf II weisen eine Besiedelung dieser Gegend seit rund 50.000 Jahren nach.

Die Venus von Willendorf wird in der permanenten Ausstellung im Naturhistorischen Museum Wien gezeigt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Donau folgten auf Flößerei – nur flussabwärts – die Treidelschifffahrt auch flussaufwärts von Menschen oder Zugtieren am Treppelweg flussauf gezogen. 1881–1896 passierten hier dampfmaschinenbetriebene Kettenschiffe die Donau.

1908 wurde die Venus von Willendorf im Zuge der Bauarbeiten für die Donauuferbahn ausgegraben. 1909 wurde die Bahn (Krems – St. Valentin) eröffnet und 2010 im Wesentlichen und hier völlig stillgelegt.

Ab Mitte der 1980er-Jahre entwickelte sich der Radtourismus am Donauradweg.

Am 12. Mai 2018 kam es durch einen 1 Stunde dauernden Starkregen nur lokal in Willendorf und der Nachbargemeinde Höflein zu Überschwemmungen von Straßen und Kellern von Häusern. Der Frauenbach war über die Ufer getreten. Im Einsatz waren 19 Feuerwehren mit 2 Großpumpen.[1]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute sind Fremdenverkehr, Wein- und Obstbau wichtige Erwerbszweige für die Bewohner des Ortes.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • F. Felgenhauer: Willendorf in der Wachau. Monographie der Paläolithischen Fundstellen. 1956–59.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Willendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Unwetter mit Hagel und sintflutartigem Regen orf.at, 12. Mai 2018, abgerufen 13. Mai 2018.