Willi Fischer (Boxer)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Willi Fischer Boxer
Daten
Geburtsname Wilhelm Fischer
Gewichtsklasse Schwergewicht
Nationalität Deutsch
Geburtstag 26. August 1972
Geburtsort Frankfurt am Main
Stil Linksausleger
Größe 1,91 m
Kampfstatistik
Kämpfe 43
Siege 36
K.-o.-Siege 23
Niederlagen 6
Unentschieden 1

Willi „de Ox“ Fischer (* 26. August 1972 in Frankfurt am Main) ist ein ehemaliger deutscher Profiboxer im Schwergewicht.

Amateur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der gelernte Konstruktionsmechaniker galt bis zu seinem Wechsel ins Profilager 1995 als einer der besten deutschen Superschwergewichtler. Als Amateur war er 1989 und 1990 Deutscher Juniorenmeister geworden. Außerdem gewann Fischer 1990 die Junioreneuropameisterschaft in Aussig, bei der Juniorenweltmeisterschaft im selben Jahr in Lima belegte er einen dritten Platz.

Er nahm für Deutschland an den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona teil, scheiterte jedoch im Viertelfinale am Bulgaren Swilen Russinow. 1994 gelangen ihm zwei dritte Plätze bei bedeutenden internationalen Turnieren, er unterlag bei der Militär-WM in Tunis im Halbfinale dem Russen Alexei Lesin und beim Weltcup in Bangkok Oleg Maskajew.

Profikarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 8. Juli 1995 gab er sein Profidebüt und wurde 1996 Internationaler Deutscher Meister im Schwergewicht. Den Titel hielt er mit Unterbrechungen bis 1999. Zwischen 1996 und 1999 lieferte sich „de Ox“ denkwürdige Ringkämpfe mit Kim Weber, Mario Schießer und Ex-Cruisergewichtsweltmeister Vincent Boulware. Am 26. September 1998 trat er als an Nummer eins geführter Herausforderer gegen den britischen WBO-Titelträger Herbie Hide an. Der Kampf fand in Deutschland wenig Beachtung und Fischer wurde nach einer Minute und vier Sekunden in der zweiten Runde vom Ringrichter aus dem Kampf genommen, nachdem er drei Mal von Hide zu Boden geschlagen wurde.

Mit dieser Niederlage begann der lange Abstieg des Schwergewichtlers, er verlor Kämpfe gegen Timo Hoffmann, René Monse und Andreas Sidon. 2000 und 2003 wurde er wegen Verstoßes gegen die Dopingbestimmungen des BDB mit längeren Wettkampfsperren bestraft. Nach Verbüßung seiner ersten Sperre meldete sich Fischer noch einmal erfolgreich im Ring zurück, als er 2001 den Kenianer Joseph-Mukungo Akhasamba durch einen Punktsieg bezwang. Dabei gewann er den unbedeutenden Weltmeistergürtel des WBB-Verbandes, es folgte jedoch eine zwölfmonatige Verletzungspause und dann die zweite Dopingsperre.

Im Sommer 2005 gelang ihm ein knapper Punktsieg über Vlado Szabo, einen handverlesenen Aufbaugegner. Im November 2005 gab Willi Fischer schließlich zunächst seinen Rücktritt als Profiboxer bekannt.

Comeback 2007[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 6. Juli 2007 kehrte Willi Fischer nach zwei Jahren Inaktivität auf einer Veranstaltung von Arena Box-Promotion in den Ring zurück. In einem Kampf über sechs Runden siegte er gegen Alexander Mileiko nach Punkten. Fischers Manager war nun der Bielefelder Olaf Schröder von Fight-Production. Es folgten weitere Punktsiege gegen Aleksejs Kosobokovs und Tomas Mrazek sowie ein KO-Sieg gegen Edgar Kalnars. Am 20. März 2009 sollte er gegen den amtierenden Deutschen Meister(interim) Sebastian Köber boxen, musste aber wegen einer Verletzung absagen.

Am 24. Oktober 2009 sollte Fischer in Dessau gegen Francois Botha um den WM-Titel des WTB-Verbandes boxen. Aufgrund einer Entzündung der Bizepssehne und Rotatoren-Manschette an beiden Schultern musste er den Kampf absagen und beendete endgültig seine Boxkarriere.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Internationaler Deutscher Meister 1996–1999

WBO-Intercontinental Meister 1997

WBB-Weltmeister 2001

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]