Willi Oberkrome

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Willi Oberkrome (* 1959 in Detmold) ist ein deutscher Historiker.

Willi Oberkrome legte sein Abitur in Detmold ab, studierte Geschichte, Germanistik und Pädagogik an der Universität Bielefeld und wurde 1992 mit einer Arbeit über Volksgeschichte. Methodische Innovation und völkische Ideologisierung in der deutschen Geschichtswissenschaft 1918–1945 bei Jürgen Kocka promoviert.

Von 1993 bis 1999 war Oberkrome als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Stipendiat am Westfälischen Institut für Regionalgeschichte in Münster tätig, bevor er nach Freiburg wechselte und dort von 2000 bis 2006 als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Ulrich Herbert und Franz-Josef Brüggemeier tätig war. 2002 habilitierte er sich mit einer umweltgeschichtlichen Fragestellung über "Deutsche Heimat". Nationale Konzeption und regionale Praxis von Naturschutz, Landschaftsgestaltung und Kulturpolitik in Westfalen-Lippe und Thüringen.

Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte des Nationalsozialismus, die Geschichte der Geschichtswissenschaft und die Geschichte des Heimat- und Naturschutzes im 19. und 20. Jahrhundert. Im Rahmen des von Ulrich Herbert und Rüdiger vom Bruch geleiteten Forschungsprojekt zur Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) von 1920 bis 1970 beschäftigte sich Oberkrome mit der Bedeutung der Förderung der Landwirtschaftsforschung durch die DFG und betonte Kontinuitäten wie das Leitbild der für "Volk und Nahrungsfreiheit" eintretenden agrarwissenschaftlichen Forschung im 20. Jahrhundert.

Seit 2002 vertrat er mehrere Lehrstühle und ist seit 2009 als außerplanmäßiger Professor an der Universität Freiburg tätig, wo er seit dem Sommersemester 2012 den Lehrstuhl von Franz-Josef Brüggemeier vertritt. Oberkrome lehrte unter anderem aufgrund der häufigen Befreiungen von Freiburger Lehrstuhlinhabern für die Forschungstätigkeit im Freiburg Institute for Advanced Studies in den letzten Jahren kontinuierlich an der Universität Freiburg.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Volksgeschichte. Methodische Innovation und völkische Ideologisierung in der deutschen Geschichtswissenschaft 1918-1945, Dissertation Universität Bielefeld 1992, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1993, ISBN 3-525-35764-8.
  • "Deutsche Heimat". Nationale Konzeption und regionale Praxis von Naturschutz, Landschaftsgestaltung und Kulturpolitik in Westfalen-Lippe und Thüringen 1900 bis 1960, Habilitation Universität Freiburg 2002, Schöningh, Paderborn u.a. 2004, ISBN 3-506-71693-X.
  • Ordnung und Autarkie. Die Geschichte der deutschen Landbauforschung, Agrarökonomie und ländlichen Sozialwissenschaft im Spiegel von Forschungsdienst und DFG (1920–1970), Franz Steiner, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-515-09255-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]