Windows Defender Antivirus

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Windows Defender Antivirus

Windows Defender logo.svg
Basisdaten

Entwickler Microsoft
Erscheinungsjahr 24. Oktober 2006
Aktuelle Version 4.18.1911.3[1]
(6. Dezember 2019)
Betriebssystem Windows Server 2003 / Windows Server 2008 / Windows XP / Windows Vista / Windows 7 / Windows 8 / Windows 10
Kategorie Sicherheitssoftware
Lizenz Freeware
deutschsprachig ja
www.microsoft.com

Windows Defender Antivirus[2] (zudem auch kurz Windows Defender und früher Windows AntiSpyware genannt) ist eine von Microsoft für dessen Windows entwickelter Virenschutz zur Erkennung von potenziell unerwünschter Software (vorwiegend Malware wie Computerviren und Spyware). Der Windows Defender ist unter Windows 10 bereits vorinstalliert und steht bei Windows Vista, Windows 7 und Windows 8 sowie stand – bis zum Ende der jeweiligen Unterstützung – früher auch für Windows XP (Service Pack 2 oder höher) und Windows Server 2003 Service Pack 1 (oder höher) zur Verfügung.

Die Software wurde ursprünglich als Windows AntiSpyware entwickelt, bevor sie als Windows Defender weiterentwickelt und (später) mit den Microsoft Security Essentials zusammengeführt wurde. In der aktuellen Windows-10-Version 1903 sind die Einstellungen des Programms über den dort Windows-Sicherheit genannten Verwaltungsbereich änderbar.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 9. Dezember 2011 wurde eine Offline-Version vorgestellt, die von optischen Datenträgern oder USB-Sticks starten kann. Mithilfe eines Assistenten ist es möglich, das eigentliche Virenschutzprogramm auf ein Medium wie einen USB-Stick oder eine CD-ROM Diskette zu übertragen. Ziel des Vorgangs ist es, Schadsoftware zu entfernen, welche mit hochgefahrenem Betriebssystem nicht entfernt werden kann.[3] Das System wird während des Prozesses einem Neustart unterzogen und in die Wiederherstellungsumgebung geladen.

Mit Windows 10 wurde der Defender fester Bestandteil des Betriebssystems.

Im April 2018 wurde zudem eine als ‚Windows Defender Browser Protection‘ bezeichnete Chrome-Erweiterung veröffentlicht, welche den Nutzer vor Phishing-Seiten schützen soll.[4]

Funktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Windows Defender bietet weitreichende Funktionen des Virenschutzes. Einige dieser Funktionen sind beispielsweise:[5]

Echtzeitschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Funktion „Echtzeitschutz“ überprüft Dateien, mit welchen der Nutzer interagiert, bevor diese geladen und ausgeführt werden. Sollte etwa eine schädliche Datei heruntergeladen werden, kann der Echtzeitschutz die Ausführung dieser verhindern.

Automatisierte Aktualisierungen der Bedrohungsdefinitionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuelle Bedrohungsdefinitionen werden standardmäßig automatisch über Windows-Update ausgeliefert.[5]

Überwachter Ordnerzugriff[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über den Windows Defender können Ordner ausgewählt werden, welche besonders geschützt werden. Im Falle eines Angriffes sollen so Datenverluste minimiert werden.[5]

Sicherer Start[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem sicheren Start soll verhindert werden, dass Rootkits beim Start des Systems geladen werden.

Familienoptionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Familienoptionen kann die Nutzung des PCs überwacht und begrenzt werden. Beispielsweise können individuelle Benutzungszeiten festgesetzt und gesperrte Internetseiten erstellt werden.

Zuverlässigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oftmals wurde der Windows Defender als nicht ausreichender Virenschutz bezeichnet. Diese Behauptungen basierten auf zahlreichen Tests in welchen dieser vergleichsweise schlecht abschnitt.[6] Neuere Tests zeigen allerdings, dass der Windows Defender unter Windows 10 durchaus ein vollwertiges Virenschutzprogramm darstellt.[7] Bei AV-Test im Juni 2019 holte sich der Windows Defender zusammen mit drei kostenpflichtigen Programmen den Testsieg.[8]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Microsoft Update-Katalog. Microsoft, 16. September 2019, abgerufen am 16. September 2019.
  2. Umfassender Schutz mit Windows-Sicherheit. In: Support. Microsoft Corporation, 13. Juni 2019, abgerufen am 20. August 2018.
  3. Was ist Windows Defender Offline? Microsoft Corporation, abgerufen am 1. Mai 2015.
  4. heise online: Microsoft veröffentlicht "Windows Defender" als Chrome-Erweiterung. 19. April 2018, abgerufen am 19. August 2019.
  5. a b c Das sicherste Windows aller Zeiten – mit dauerhaftem Schutz. Microsoft Corporation, abgerufen am 20. August 2019.
  6. Windows 8.1 Virenscanner nötig: Alternativen im Test: Besser als Windows Defender. Auf: chip.de, 3. April 2015, abgerufen am 1. Mai 2015.
  7. n-tv NACHRICHTEN: Geld für Viren-Wächter kann man sich sparen. Abgerufen am 31. Mai 2019.
  8. n-tv NACHRICHTEN: Windows Defender ist Testsieger. Abgerufen am 10. August 2019.