Windows Display Driver Model

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Das Windows Display Driver Model (WDDM) beschreibt die Architektur von Treibern für Grafikadapter unter Windows. Es entstand in Windows Vista durch Überarbeitung der in Windows XP enthaltenen Treiberarchitektur.

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Windows unterstützt seit Vista mit WDDM Grafikeffekte, mit denen sich Fenster geöffneter Anwendungen verwalten und durchschalten lassen. Das transparent wirkende, sogenannte Glasdesign setzt einen gemäß diesem Modell entwickelten Treiber für den Grafikadapter voraus. Zudem wird das Multitasking des Grafikprozessors unterstützt, wodurch mehrere grafikintensive Anwendungen gleichzeitig ausgeführt werden können, ein Speichermanager und ein Prozessorplaner koordinieren hier die Abarbeitung. Es können geschützte HD-Videos auf externen Monitoren wiedergegeben werden, der Anschluss von Fernsehern über Plug & Play wurde gegenüber Windows XP erleichtert und Projektoren werden automatisch beim Anschluss erkannt (Hot Plug). Eine im Treibermodell integrierte Gammakorrektur erleichtert Farbkorrekturen bei der Videowiedergabe. Eine weitere Verbesserung ist eine erhöhte Fehlertoleranz für Fehler im Anzeigetreiber. Das Betriebssystem kann solche Fehler ohne Systemneustart beheben.

Eine der Einschränkungen der ersten Version (WDDM 1.0) war, dass nur ein einziger Grafikkartentreiber geladen werden konnte. War ein Monitor an mehreren Grafikkarten angeschlossen, so wurde nur eine davon verwendet und die anderen deaktiviert.[1] Weiterhin waren einige der bislang in den Vorgängerversionen von Vista unterstützen Grafikmodi nicht mehr verfügbar, unter anderem das Erweitern des Desktops über mehrere Bildschirme.

Seit der Version WDDM 1.1 von Windows 7 werden mehrere Grafikadapter- und Monitortreiber in einem System gleichzeitig unterstützt. Mit Windows 8 erschien die Version WDDM 1.2, mit Windows 8.1 wird Version WDDM 1.3 ausgeliefert.

Windows 10 unterstützt mit der neuen Version WDDM 2.0 einen virtuellen Adressmodus für die GPUs.[2] Außerdem stellt diese Version die notwendigen Grundlagen für DirectX 12 bereit.[3]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konkurrent Apple verfügte 2002 im Betriebssystem Mac OS X 10.2 über eine ähnliche Architektur mit dem Namen Quartz Extreme.[4]

Treiber Versions Schema[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufbau Treiber Versionsnummer WDDM[5]

AA.BB.CCCCC.DDDDD

AA Treiber Version (WDDM)
BB D3D Feature Level
CCCCC Hersteller spezifisch 0-65535
DDDDD Hersteller spezifisch 0-65535

z.B. für AA (WDDM Version) Windows 11 wird Version 20 oder höher voraus setzen.

Treiber Model Version (AA)
WDDM v2.1 21
WDDM v2.0 20


z.B. für BB (DirectX Feature Level) (hier Beispielhaft nur für WDDM Treiber 1.2 oder höher gelistet - keine DDI Treiber Version!)
(Wird bei WDDM Treibern für Windows 11 ab WDDM 2.7 vmtl. wieder bei Null beginnen. Für neue Funktionen, da DirectX Feature Level 12 Minimum sein wird)

DirectX Feature Level Version (BB)
12_x 21
12_1 20
12_0 19
11_1 18
11_0 17
10_1 16
10_0 15
9_3 14
9_2 14
9_0 14

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Windows Vista MultiMonitor Support (Memento des Originals vom 30. April 2012 auf WebCite)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.microsoft.com(englisch)
  2. What's new for Windows 10 display drivers (WDDM 2.0)(englisch)
  3. The Direct X Performance Preview...(englisch)
  4. Artikel über WDDM bei netzwelt.de
  5. WDDM 2.1 Features