Wohnungsgenossenschaft Kleefeld-Buchholz

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Wohnungsgenossenschaft Kleefeld-Buchholz eG
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Rechtsform Eingetragene Genossenschaft
Zweck Förderung der Mitglieder vorrangig durch eine gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung
Sitz Berckhusenstraße 16, 30625 Hannover
Gründung 1894
Ort Hannover
Vorstand Christian Petersohn, hauptamtlicher Vorstandsvorsitzender, Achim Bösler, ehrenamtliches Vorstandsmitglied, Wolfgang Sievers, ehrenamtliches Vorstandsmitglied
Mitglieder 6954 (Januar 2014)
Zweigstelle Klopstockstraße 1, 30177 Hannover (Geschäftsstelle)
Website www.kleefeldbuchholz.de

Die Wohnungsgenossenschaft Kleefeld-Buchholz eG wurde 1894 gegründet und ist mit fast 7000 Genossenschaftsmitgliedern eine der größten in Hannover. In ihrem Bestand befinden sich rund 4100 Wohnungen, 92 Gewerbeeinheiten und 582 Garagen in den hannoverschen Stadtteilen Buchholz-Kleefeld, Heideviertel, Misburg und Vahrenwald-List.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Hannover unter Stadtdirektor Heinrich Tramm zu einer Großstadt.[1] Dadurch wurde Wohnraum immer knapper und soziale Probleme verschärften sich.

Dieser Notstand bewog den Kleefelder Schuhmacher Heinrich Schaper dazu, per Plakat für den 18. März 1894 eine „Öffentliche Volksversammlung“[2] einzuberufen. Die Kleefelder Baugenossenschaft eGmbH wurde gegründet, nahm ihre Arbeit unter dem Vorsitz von Heinrich Schaper auf und zählte bald mehr als 330 Mitglieder. Ihr Ziel war es, die „Mitglieder wohnungsmäßig besser zu stellen, sie von profitgierigen Vermietern unabhängig zu machen und ihnen Sicherheit vor Ausbeutertum zu geben“[3].

Dies wollten auch die Arbeiter und Handwerker erreichen, die im Jahr 1905 den Gemeinnützigen Bau- und Sparverein Hannover-Buchholz eGmbH ins Leben riefen. Sie hatten zudem den Wunsch, sich in der Nähe ihrer an den Stadtrand verlagerten Betriebe anzusiedeln.[4]

Etwas mehr als eineinhalb Jahre nach der Gründung der Kleefelder Baugenossenschaft konnten die ersten Mieter in neun neue Wohnungen an der Tieckstraße 13 einziehen. Bis zum Jahr 1914 folgten 27 weitere Häuser mit insgesamt 222 Wohnungen, drei Läden und einem Postraum. In Buchholz bestanden in dieser Zeit schon 31 Häuser mit 229 Wohnungen, einer Bäckerei, einer Schlachterei, einer Gastwirtschaft und einer Verkaufsstelle.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs erlebten beide Wohnungsgenossenschaften einen Aufschwung. Dieser wurde erst durch die Wirtschaftskrise der 1930er Jahre gestoppt. Die bis dahin so rege Bautätigkeit kam vollständig zum Erliegen. Erst ab 1935 und bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs entstanden in Kleefeld und Buchholz wieder insgesamt 120 Häuser. 1943 verschmolz die Kleefelder Baugenossenschaft eGmbH, die zuvor bereits die Siedlungskameradschaft Deutsche Arbeit und die Heimstätten Bau- und Spargenossenschaft übernommen hatte, mit dem Gemeinnützigen Bau- und Sparverein Hannover-Buchholz eGmbH[5] – die Wohnungsgenossenschaft Kleefeld-Buchholz entstand.

Nach Kriegsende begann der Wiederaufbau der beschädigten Häuser. Bis zur Währungsreform am 20. Juni 1948 wurden etliche Wohnungen der Wohnungsgenossenschaft durch Ausgebombte und Heimatvertriebene belegt und zum Teil von den Besatzungsmächten beschlagnahmt. In dieser Zeit hatte die Genossenschaft 5685 Mitglieder und besaß 2408 Wohnungen. Es entstanden weitere Neubauten in Kleefeld und Buchholz, zu Beginn der 1960er Jahre auch in Misburg sowie in Langenhagen. Bis 1981 wurden 123 Häuser neu gebaut. Mehr als 4400 Wohnungen zählten inzwischen zum Bestand. In den folgenden Jahrzehnten konzentrierte man sich auf die Instandhaltung und die Modernisierung der bestehenden Häuser.

Heutige Situation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2006 wird der Wohnungsbestand der Kleefeld-Buchholz Schritt für Schritt modernisiert und saniert[6]. Zusätzlich baut die Kleefeld-Buchholz neue Häuser. Als wohnbegleitenden Service gibt es zwei Mietertreffs in Kleefeld und Buchholz, außerdem eine zusätzliche Geschäftsstelle an der Klopstockstraße 1. Für seine Mitglieder hat das Unternehmen acht Gästewohnungen eingerichtet. Seit dem Jahr 2009 gibt es keinen Leerstand mehr. Die Kleefeld-Buchholz ist Mitglied im Verein Wohnungsbaugenossenschaften Hannover und Region.

Organisatorisches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wohnungsgenossenschaft Kleefeld-Buchholz eG wird hauptamtlich von Christian Petersohn und von den ehrenamtlichen Vorständen Achim Bösler und Wolfgang Sievers geleitet (Stand Januar 2014). Die Genossenschaft hat 32 Mitarbeiter, darunter vier Auszubildende. Insgesamt bewirtschaftet die Genossenschaft in den Stadtteilen Kleefeld, Heideviertel, Misburg und Buchholz/List 495 Häuser mit rund 4.100 Wohnungen, 92 Gewerbeeinheiten sowie 582 Garagen.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2006 gibt die Genossenschaft halbjährlich das Magazin Blickpunkt. das Magazin für Mitglieder der Wohnungsgenossenschaft Kleefeld-Buchholz eG heraus, zeitweilig unter dem Nebentitel Kleefeld Buchholz Wohnen im Grünen.[7]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred Hamann: Politische Kräfte und Spannungen in der Provinz Hannover um 1880. In: Nds. Jb. Bd. 53/1981, S. 1–39
  • Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.): Geschichte der Stadt Hannover, Band 2: Vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart, Hannover 1994, Schlütersche Verlagsgesellschaft
  • Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.): Hannover Chronik. Zahlen – Daten – Fakten. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, Hannover 1991, Schlütersche Verlagsgesellschaft
  • Michael Hümpel: Kleefeld in Wort und Bild – Chronik des Stadtteils Kleefeld, Hannover 2005 (wird 2014 neu aufgelegt)
  • Wohnungsgenossenschaft Kleefeld-Buchholz: 100 Jahre Wohnungsgenossenschaft Kleefeld-Buchholz eG. 1894 – 1994. Hannover 1994, Hammonia-Verlag GmbH

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wohnungsgenossenschaft Kleefeld-Buchholz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Manfred Hamann: Politische Kräfte und Spannungen in der Provinz Hannover um 1880 in: Nds. Jb. Bd. 53/1981; S. 3
  2. Mlynek/Röhrbein: Geschichte der Stadt Hannover Vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart, Schlütersche Verlagsgesellschaft, S. 362
  3. Michael Hümpel: Kleefeld in Wort und Bild – Chronik des Stadtteils Kleefeld Hannover 2005; S. 86
  4. Mlynek/Röhrbein: Geschichte der Stadt Hannover Schlütersche Verlagsgesellschaft, S. 351
  5. 100 Jahre Wohnungsgenossenschaft Kleefeld-Buchholz eG. 1894–1994; S. 13
  6. Mitgliederzeitschriften und Geschäftsberichte der Wohnungsgenossenschaft Kleefeld-Buchholz eG
  7. Vergleiche die Angaben nebst Querverweisen unter der GND-Nummer der Deutschen Nationalbibliothek

Koordinaten: 52° 22′ 27″ N, 9° 47′ 30″ O