Wohnungswirtschaft

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Die Wohnungswirtschaft ist ein Wirtschaftszweig, der sich mit der Produktion, Finanzierung, Bewirtschaftung und Vermarktung von Immobilien befasst. Die Wohnungswirtschaft ist ein Zweig der Immobilienwirtschaft.

Akteure in der Wohnungswirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Akteure in der Wohnungswirtschaft lassen sich in folgende Gruppen unterteilen:

Wohnungsunternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wohnungsunternehmen bewirtschaften und verwalten eigene Wohnungsbestände. Die Größe von Wohnungsunternehmen wird in erster Linie als Anzahl verwalteter Wohnungen (WE = Wohneinheiten) angegeben. Typische Wohnungsunternehmen verwalten Bestände in der Größenordnung von mehreren Tausend WE, große Unternehmen von mehreren Zehntausend WE. Die primäre Geschäftstätigkeit ist die Verwaltung von Mietwohnungen, die Umsatzerlöse sind daher zum überwiegenden Teil Mieterlöse (Sollmiete und Betriebskosten). Daneben werden Wohnungen in Form von Wohnungseigentum verkauft. Es wird zwar von Wohneinheiten gesprochen, gemeint sind damit auch verwaltete Einheiten wie z. B. Stellplätze, Garagen, Kellerräume, Werbeflächen etc. Kurzum alles was vermietet werden kann und immobil ist.

Hausverwaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hausverwaltungen bewirtschaften und verwalten die Wohnungsbestände Dritter. Man spricht hier auch von Fremdverwaltung oder treuhänderischer Wohnungsverwaltung. Die verwalteten Wohnimmobilien sind entweder Mietwohnungen (meist in Häusern privater Eigentümer) oder Eigentumswohnungen. Hausverwaltungen sind also Verwaltungs-Dienstleister für Eigentümer. Ihre Umsatzerlöse erzielen sie aus Gebühren für ihre Verwaltungstätigkeit (Verwaltergebühr).

Private Hauseigentümer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Private Hauseigentümer, die ihre Wohnimmobilien für den eigenen Bedarf nutzen, treten in der Wohnungswirtschaft unternehmerisch nur in Erscheinung, wenn sie als Bauherren Wohnungsbau betreiben.

Verbände der Wohnungswirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wohnungsunternehmen und Hausverwaltungen sind in verschiedenen Interessenverbänden organisiert. Die wichtigsten Verbände auf Bundesebene sind:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Egon Murfeld: Spezielle Betriebswirtschaftslehre der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft. 2. Auflage. Hamburg 1997, ISBN 3-87292-046-4.
  • Helmut W. Jenkis: Kompendium der Wohnungswirtschaft. 3. Auflage. München 1996, ISBN 3-486-23300-9.
  • Sabine Lang: Housing-Asset-Management : Entwicklungspotentiale in der Wohnungswirtschaft. 1. Auflage. Saarbrücken 2006, ISBN 3-86550-692-5.